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E denen Kauffleuten/ Materialiften und Apotheckern entwe⸗

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der durch der Apothecker und Handwercks⸗Leute Fleiß / Kung und Invention

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r, P. J., Moscowitischer Kauffmann, d.i. ausführl. Beschreibung sınmercien, welche in Moskau etc. getrieben werden. Mit ein. ı Wörterbuch. Lübeck 1705. kl.8°. br. Seltene 1. Ausg. M, 15.— "in Natur- u. Kunstsachen neu eröffnete Kauffmanns-Magazin, Jine ausführl. Beschreib. aller Gold-, Silber-, Kupfer-, Messing-, Wollen-, Leinen- u. anderer‘ Medicinalwaaren, wobei dann der vo solche Waaren wachsen u. herkommen etc. Hamb. 1708.

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5 Erklärung des Kupffer Blats. 3027 Je Handlung deren Sitz / vor andern hoch erhobetz / Zeigt ihrer Herrſchaffts Macht / In alten Ländern an/ Dat weißt’ ſie durch die Schiff / gar ungemeine Proben/ sie Oſt⸗ und Weſten ihr nunmehro unterthan. F A Hier m 5 dev. Ihiere Reich,/ und. Eingeweyd der Erden / <a’ was ſie gutes nur / ans ihren Schooß gebiehrt / An Kraͤutern / Stan und Ert / ein ſtattlich Merckmahl werden/ Wie hoch die ae ch habe aufgeführte Daß auch der Uberfluß / an Schiffen / Gold und Waaren / Ihr gleichlam in die Hand / ein jede Stunde laufft / So laug man nemlich w dand / Fluß und See befahren/ Und einer hie aus Noth / doribloß aus Wolluſt kaufft. „Minerva und Mercur bie ihr zur Selten ftehen/ | | Verehrt der Handwerdsmann und Kauffmann Wechſelbwelß / | Damit durch Ihre Huͤlff die Waaren mögen gehen / 4 Und bleiben inmerfort in augenehmen Preiß. | Die Pallas weiſt die Weg / der Kunft Manufadtusen/ Und wie die Hand and Wecrck recht anzulegen fey/ Mercurius beftellt / die Handlung / Poſt und Zuhren / N. Und ftehet alfo auch der Pallas treulich bey. 9 F mit geſammter Macht / bet Handlung Lob ſich mehrt / nd fo durch fie Wie Weit in guter Eintracht leb / J Der Serer feine Seid / der Mohr fein Bold berehre/ \ Undauch der Araber ben Elaven Weyrauch geb. Zu unterft an den Thron/ dafpteten Kleine Kinder/ it Perlen / wie man fonft mit Glas⸗Corallen thut/ Zum Zeichen daß die Schäß / die Handlung nicht berminder/ Vielmehr dap man dadurch erwerbe Geld und Gut. _ an Eönte ſoiches auch auf Friedens⸗Fruͤchte deuten/ . DaCtädte / Land and See / von Raub und Kriegen frey/ Da in dem gantzen Pand regieren güldne Zeiten/ | Ber) deren Sicherheit die Handlung wohl gedey. Ein mehres ift Hier wohl nicht nöthig aus udrücden/ | Dieweil died gantze Buch) ein folder S latz heiſt / u, Auf welchen jedermann ‚kan ohne Muͤh erblicken / Wie hoch Ratur und Kunft / die edle Handlung preift, i

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in Katur⸗ und Funſt⸗ Rache

Fa eröfnele 2405;

Nauffmanns

MAGAZIN,

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Dusfuͤhrliche Betchreibung/ aller Gold / Silber / Kupffer / Meking/ Zinn / Su Eifen, Do h/ Steine/ Sei⸗

Wollen / Leinen / |

Medicinal Waaren welche aus denen

dreyen Reichen der Natur ihren Urſprung ziehen / und von denen Kauffleuten / Materialiſten und Apotheckern entwe⸗ ı ver ihrer erſter Form und Materia nad) unberaͤndert und ohne Zuſatz gelaſſen / der durch der Apothecker und Handwercks⸗Leute Fleiß Kung und Invention im andere transformiret und zuſammen geſetzet / und eigentlich Compo⸗

| fitiones und Se erden;

Der Ort / wo forche Waaren und Marerialia wachſen und herkommen ; die Zeit und der Preis ihres Ein⸗ und Verkauffs; die Cigenfhafft/Art und Weiſe der damit geführten Handlung / derſelben Recht/ DR —— alles dasjenige Alpbabetiſcher Ordnung nach befchriebenmwit en verffändigen Kauffmatnn/ Mate- ialiften und Apotheder fowol 5 atniß Weler Waaren leiten/aldauh —— Bericht ertheilen kan / wie er ſich in feiner Handlung füge lid) zu und Wa - berhüten könne,

20 Benjamin Sehllern Buckänleri in Dohn. | akt bey Chr. An, Diele) 17 woß

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KVKoch⸗EDdlen / Welten und.

Hochgelahrten / Hoch und | wohweifen Herren

alegermeern _ SYNDICIS

Rahtmannern/

der drey Welt⸗beruͤhmten

Reichs⸗ In und Han

Stadte: LÜBECK, HAMBURGm BREMEN :

,. Ubergiebet ber. Author Die⸗

. Dieſes u gegenWwaͤrtige Pet »erdffnefe Kauffinanns-MAGAZIN

aus ſo bielmehr Dienft- ergebenſter De- votion und Schuldigkeit /

als in demſelben Die in &iw. Magnificences und Moch-Edien Herrlichfeiten

REPUBLIOVEN _. durch GOttes en Segen

Dero bobe Sande: Hätertiche Vorſorge annoch beharrlich

Roritende COMMERCIA,

die Veltigia det Sstajefkdi des alten Ganſeeatiſchen Bunds/ dergeſtalt mit tebendigen Sarben abge- mahlet und befchrieben werden / daß nicht ate gan RE

nenfe bor die Senfehartung bier nuͤtzlicher Commerciorum hoͤchſt⸗berbunden / ſondern auch J = Eurer

Euer Magnificences unb Voch . ESdlen Sherrlichfeiten | REPUBLIQVEN

al& ſolche Emporia Und confiderable Handers-Städte anfiehet/ / aus weichem dem gantzen Heiligen

Roͤmiſchen Reich groſſe Ehre und Nutzen

und noch Fünffrig —*235 wieder hergeſtellten General⸗Frieden weiter entſpringen kan: daß alſo nichts mehr uͤbrig iſt / als dem Allerhoͤchſten demühtigft anzur —3—

Surer —— und Hoch—

Sdlen Herrlichkeiten Hochſchaͤtzbare insgeſamt in beſtaͤndigen Wohlſeyn zu erhalten - Dero Hochſt⸗ lobl. Reſpective Buͤrgerſchafften dergeſtalt in Ihren Handel und ER

zu Haus und in der Fremd / | zu Land und zu Waller / benebenen zu ſchuͤtzen und ia) daßihre Corhercia] je laͤnger je mehr 1, Se re

Ihre Schiffe mitten durch die Wellen ficheren Lauff haben / | der Segen fich allenthalben einfinden/ Ihrer Städte Naurchbefeftigek/ Ihre Granten berſichert / _ un

u alte ihre Bürger und Einwohner derge⸗

ſtalt begtücket werden mögen) / . daßriniederderferden - unter feinen Weinſtock und Feigenbaum /

Zuforderft unter-Söttlichen Beyſtand /

| . Mm | Eurer: Magnificences und Hoch⸗ Edlen Herrlichkeiten Preis⸗ wurdigem Regiment ein geruhiges und ftilles Leben Bu uhren koͤnne / welches in aller Demuht wuͤnſchet

Magrißei Hoch Edle Veſt⸗ u und Hochgelahrte/ Hoch - und

Wohlweiſe Herren)

Surer Magnificences und Moch⸗ &

Edlen Herrlichkeiten

gehorſamſter und ergebenfter Diener/ Paul Jacob Marperger,

Mitgliedder Köngl. Preugif.Socktät

der Wiſſenſchafften.

——

Z | Korred anden

GeneigtenLeſer.

Ech demjenigen Verſprechen / DIWveclſches (in Der Vorrede Des andern P Theils unſers alſo genannten allzeit⸗

FW fertigen Handels⸗Correſponden- BR? tens) gethan worden, ptzfentiret ſich TUR anjeko vor dir unfer Neu⸗eroͤffnetes

und wohl » verfebenes Kauff⸗ manne-MAGAZIN und groffe Material-Rammer / oder vielmehrein Luſt Garten und Schau Pla der Natur und Kunſt / aufmelchen alles dasjenige (guar-nicht Deinen. Augen / jedach deinen Sinnen und Verſtand zu betrachten und zu bersundernoorgeftellet wird / was erfllich Die Natur inihren dreyen Reichen / als den Vegetabili, Animaliund Minerali, ſeltames und zu des Menſchen Nohtdurfft nuͤtzliches hervorbringet / der Kunſt Fleiß aber des Menſchen hernach zu ſernern Gebrauch weiter ausarbeiret/ und endlich ein volfommenes Kauffmanns + Geroölb zum oͤffentlichen Kauffdarteget. ... . Die Intention , welche man bey Ausfertigung dieſes Wercks geführer / ift unterfcyiedtich geweſen; zu vorderſt aber die auch in dem geringften Kräuslein zu bewundrende Allmacht des allem⸗weiſen Schöpffers (fondertich aber ie = 4 Gnade /

Vorrede ·⸗·⸗mmx— dieer den duͤrfftigen Menſchen Dadurch erwiefen / de Der Weisheit / in allerley Meral/ Stein / olle / ꝛtc. kuͤnſtlich zu arbeiten gegeben)! an | gen: : Die andere Bewegungs Urſach mag Keblliguolere zu der wehren Kauffmannfchaffe jederzeit getragene Eftime und Sroßachtunggenennet toerden ; In⸗ fonderheit/ da wit uns vorlaͤngſt vorgeſetzet / alles dasjenige in moͤglichſter Kuͤrtze gu beſchreiben / was uͤber dieſe edle Pro-

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feſſion der Mercanzy , undälle diefelbe angehende Perſo⸗

nen/ Sache dlungen / möchte koͤnnen gefagt / oder zu der Ära —28 hc n wir dann allbereit mit ein und andern nüglichen Tra&taten /euitpen fo. genannten .allgeitsfertigen Handels⸗Cort Ipon ten / den. Problr-&tein der Buchhalter / Pets Dt Manufaeturen-Haugy der Kauffmanns⸗Boͤrß /

den Moſcowitiſchen und Schwediſ⸗ en Kauffmann / c) hiers zu den Anfang gemacht / auch kuͤnfftig / ſo GOtt wil/ noch in weit mehrern Damit continuiren werden. Unter welchen tern nun ſchon gegenwaͤrtiges Kauffmanns⸗AMaxacin befindet’ an deſſen Nutzen ſo vielweniger zu zweiffeln / als ſelbiges nicht allein denen Herren Kauffleuten / Apothe⸗ ckern und Marerizliften zu ihren groſſen Vortheil / vielen andern Perſonen aber zu ihrer Speculation und Beluſti⸗ gung / jafelbft denen Herren Gelehrten / vornehmlich aber

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denen / die ſichum die Einführung der Manufacturen be⸗

muͤhen / faft anentbehrlich ſeyn fan. REES .. Die Etymologie des Worts MAGAZINS, läßt fich nicht jeichtlich aus dem Lateinifchen oder Teutſchen (mol aber nach) des Furetiere feinen Di&tionario (deme auch Menage und Bochart beypflichten) aus dem Arabifchen Wort Macha- zin „welches einen Det oder Schatz⸗Haus heiffer,/ dahinein allerhand koͤſtliche Schaͤtze und Reichthuͤmer geleget werden.) herleiten / wiewol auch in unſerer gemeinen Redens Art das

Wort Magazin ſchon dergeſtalt im Gebrauch daffaltni | wand,

_r

Votrede. mand mehr unbekannt ſeyn wird / was da heiſſe ein Magazin aufrichten (nemlich in Kriegs Zeiten einen ſolchen Vorraht an alerhand Victualian, Kriegs⸗/ und Mund:Provifion ,

‚ber Menſchen und Vieh / an einen gewiſſen Ort zuſammen

hren / von weſchen die Armeeneine Zeitlang fabfiftiren koͤnnen) von dergleichen zuſammen geführten Vorraht nun / ob wol anderer / und zwar ſolcher Waaren / die taͤglich in Handel und Wandel unter Kauffleuten vorkommen / nen⸗ nen ihrer viel / ſonderlich die Frantzoſen / den Ort / wo ſie ſol⸗ be Waaren hinlegen / das Magazin. Wir Teutſchen heiſ⸗ ſens ein Gewoͤlb / vornehmlich / wann wegen beſorgender Feuers⸗Gefahr dergleichen Zimmer wuͤrcklich gewoͤlbet ſeyn / item ein Pack⸗Raum / Speicher / Krambude / Winckel oder Material- Kammer / nachdem nenilich eines jeden fein Gut⸗ duͤncken / voraus aber Die Qualitaͤt der Waaren / mit welchen er handelt / einen darzu bequemen / feuchten oder trucknen / offenen oder verfchlofjenen, dunckeln oder hellen Ort / ausſu⸗ chet underfordert. Der Beynahme des Neu exoͤffneten vollkommenen und wohl⸗ verſehenen Rauffmanns⸗ Magazins, wird dieſem Werck Darum gegeben / weil / unſerm Wiflennachı der wehrten Kauffmannſchafft niemahl info vollſtaͤndiges Werck über allerhand Wagren / als eben die⸗ ſes zu beſchauen eröffnet worden. Danů ob gleich viei bes kannte Authores von denen Künften und Handwerckern / von Commerciisund denen darinn vorkommenden Waa⸗ ven/ fonderlich aber von der Material-Handlung / geſchrie⸗ ben’ immaſſen ein ſolches derzu Anfangs dieſes IBerdfsprz- mittirte Fleine Catalogus ausweiſet / fohaben doch die mei⸗ ſten verfelbigen dasjenige Abfehennicht gehabt / welches wir uns in dieſem Merck zum Ziel vorgefeker/ nemlich / daß nechft der Känntnißder Material und aller anderer/ in Handlung. vorkommenden Wagren / auch zugleich denen Liebhabern der Rauffmannfchaffteinzufänglicher Unterricht von vielen andernbep der ——— vorfallenden und darmn

5 e⸗

Vorrede.

dependitenden Dingen möchte gegeben werden; daß aber foiches pefünhen ſey / und alfodasgange Werck feinen Tiruf

ein vollkommenes Senügenleifte/ fo Biene Dem geneigten Les

ſer zu wiſſen / daß was die Einrichtung und Gebrauch dieſer

unſerer Arbeit anbetrifft / erſtlich von dem Herrn Verleger

beliebet worden / das gantze Werck Alphabetiſcher Ord⸗

nung nach in Form eines Dictionarii einrichten zu laſſen /

damit die Hand des Suchenden das Defiderirte gleich fins

den koͤnnte / und nicht etwan erſt eine Species unter ihremGes nere, als der Saphir unter den Edellteinen / der hweiſſe Vi⸗ triol / Vitriolum album, unter denen Mineralibus, Ze- doaria, der Zittwer / unter denen Radicibus, Sperma Ceti, WalkahtiunterdenenMgrinis,Mumiaodereinbalfamirteg Menfchen-Sleifch unter denen Animalibus (miebep andern Authoribus gefchieht ) müffe gefucht/ fondern gleich bey ih⸗ ren Anfangs Buchſtab / und zu welchen Gefchlecht eine fols che Waar zu sehen, fönnegefunden werden. ° Dabey dann ferner auch der Waaren ihreverfchiedene Genera , unddie Darunter begriffenen Species, voraus aber die ausführliche Defignation oder Verzeichniß derjenigen Waaren nicht vergeffen worden / welche entweder zu einer mohlbeftalten Material, Seidegs Wolle, Silber, Kupffer / Meßing-oder Eifen: Handlung unter eine Rubricgehören/als zum Exem⸗

pel / der Marerialift, foer einjunger Anfänger’ der fein Ma-

terial-Gemölberftlich eröffnen und etabliren will / findet unter der Rubrichon Material - Waaren bis zoerley Ge- nera und Sorten derer er in feiner Handlung benoͤhtiget ift/

als ()] Partes Animalium, [2] Aromata , [3] Colores ,

[4) Condita, [5} Cortices, [6] Flores, [7] Folia & Her- bas, [8]Fru&tus, [9]JGummi,Lacrymas, Liqvores, Re- finas & Succos condenfätos,[10]Lapides pretiofos five Gemmas, [11] Lapides vulgares, [12] Ligna, [13] Ma- rina , [14] Metalla& Mineralia , [15] Olea deftillata, [16) Oleavulgaria, [17]Spiritus, [1$]Radices , [19] Sa- dia y

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Vorrede.

lia,(20] Semina, oder nach einer andern Teutſchen Abthei⸗ Jung / Wurtzeln / Kraͤuter und Blaͤtter Blumen’ Saamen / —3 zc. welche inggeſamt er ferner unter. einer jeden et fpecialRubric, (fo mie fie ihm in feiner Material- Kammermoͤhtig thut) verzeichnetantreffen fan. Alſo auch der Eiſen / Seiden und Wollen⸗Haͤndler / item der Kauffs mann mit fetten / flüßigen undgroben Waaren / und in Sum- ma ein jeder Kauffsund Handelsmann findet darinn / was ihm zur Anrichtung feines Gewerbs / voraus aber wegen der Kaͤnntniß ſolcher Waaren / und des Darunter vorgehenden Betrugs / Der rechten Zeit und des Orts / des Ein⸗ und Ver⸗ kauffs / Des Preiſes derſelben / ihrer Conſervation, und an derer davon dependirender Umftände halber / zu wiſſen noͤh⸗ tig ſeyn möchte. Bey welcher Beſchreibung man fich je⸗ doch der möglichften Kürse beflieſſen und mas überflüßig ges ſchienen / auch in fo manchen Kräurer-Büchern/Chymifchen oder andern Schriften weitlaͤufſtig beſchrieben worden / kuͤrtzlich zufammen gezogen/ jedoch fo / daß nichts nohtwen⸗ diges ausgelaſſen / vielmehr aber hin und wieder die Compo- fition und voͤllige Ausarbeitung diefer oder jener Waar sder Manufaktur mit bepgefüget worden / um dadurch aud) benen Curiofis, und welchen folche noch unbekannt feyn möchten Bergnügung zugeben. Bey dieſem allen hat man ferner miteingebracht / was dieſes oder jenes Land Königs reichoder Provingvor natürliche XBaaren / und auch por Manufaöturen ausgebe; auch was es wieder an derglei⸗ en dagegen empfange; in wie vielerley Sorten eine jede ſolcher Waaren beſtehe; was ihre wahre und aufrichtige / und auch ihre falſche und betruͤgliche Qualitaͤt ſey / welches ja abermahl einen mit Waaren handlenden Kauffmann nicht anders als hoͤchſt nuͤtzlich und nkan; und wann auch zu ſolchen Waaren die Wiſſenſchafft / ſelbige wohl zu ſorciren / den rechten Preis / wie ſie mit Nutzenzu verkauf⸗ fen / zu zeichnen / und in Dem Gewoͤlb oder Bude wohl zu

sangi-

Vorsede. rangiren; zum Verkauff hervor zu putzen / und felbige in den Augen Des Räuffers anfehnlich zu machen gehörer / als hat man unter unterfchiedlichen Rubriqven’, melche ebens falsdavon gehandelt / und.alfo aud) in Diefem Stück denen Herren Rauffieuten gute Dienftegeleiftet: Bornanlıch hat ° man unterder Rubric von Maaß und Gericht ihnen eine zimliche Anleitung, zur Reduction ausländifcher Ellen / Maaß und Gewicht / gegen ihre einländifche gegeben / wies tool ſolches fo particulariter.nicht gefchehen koͤnnen (teil fonftfolche Beſchreibung ein eigenes Volumen.erfordern . würde) daß nicht nacheines jeden Orts Mercantiſten / zueis gener Nachſinnung / Calculirung und Erfahrung / eiwas folte übergeblieben und zurück gelaffenfeyn: Ein gleiches ift auch bepder Thara und deren Berechnung gefchehen / da mandie Thara und denRabatt, welchen Hamburg aufges wiſſe Waaren giebet / ordentlichund accurat fpecificiret? / und damit verhoffentlich manchen ehelichen Guͤter⸗ Com⸗ mittenten eiñen ſonderbaren Gefallen erwieſen. Unter dem Titul von Contrabande Waagren iſt angefuͤhret worden / worinn eigentlich ſolche beftehen / was di⸗ verfe Commercien⸗Tractaten (welche gewiſſe Reiche und Republigven desfalls unter ſich aufgerichtet) vor eine Specification hitruͤber in ſich halten; und mag fonft ein Kauffmann / dee Waaren aus fremden Landen zu Krieges oder SriedenszZeiten gu Waſſer oder Land. kommen laßt/ oder auch dahin abfendet / desfall vor hoͤchſtnoͤhtige Precaus tiones, zu Bermeydung feines fonft unausbleiblichen / und b nicht wieder zu erſetzenden Schadens zu nehmen abe. Wann auch infonderheit bey Kauffmantifehaflt , da das Meum & Tuum verfiret / die Wiſſenſchafft dee Rechte faſt unentbehrlich ſeyn will und mie wir ohne dem inunfern bald zu erwartenden gelehrten und Juriifchen Kauffmann beweiſen / ein Eluger und erfahrener Kauffmann auch eine sine

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Vorrede. | jimliche cognitionem jurium, welche (artem mercato- riam & ejus objecta als Perfonas, res& actiones) anges hen / haben muß, wann er gnders nicht viel Advocaten -&gs bühr ausgeben / oder indenen geringften Borfällen fich ihnen Rahts erholen / und zu Commisfionibus und Kauffs männifchen Arbitragen ‚oder auch zu ſolchen Dingen, in melchen Eluger Rath und Ausfpruch/ in dubieufen Hans deiss Sachen von ihmerfordert wird / untüchtig ſeyn will / alshaben wir bey allendeßfallsin Der Alphabenfhen Drds nung vorfallenden Terminis juridicis, welche die Kauff⸗ mannſchafft fonderlich angehen / fürglich doch begreifflich angeführet / was der berühmteften Rechts⸗Lehrer (die wir auch nur allein allegirt / der überflüßigen Allegaren aber uns gaͤntzlich enthalten/) ihre Mepnungdarüber feyy item Wwæas deßfalls in foro mercantili noch täglich obtinire/ und

ad praxin gebrachtimerde. | | ß alſo hieraus der geneigtetefer genugfam beurrheilen kan / ob nicht dieſes unſer vollkom̃enes und neueroͤffnetes ls+ Magazin, ein Werck von groſſen Nutzen und Im- portantz ſeyn muͤſſe / deſſen fich Kauffleut und auch theils Ge⸗ lehrte, (weiche etwann was hier und dort in Handlungen paſſiret und unter den Kauffleuten ðtyli iſt / noch nicht allers dings wiſſen) mit Nutzen bedienen koͤnnen / wir gehen hier» bey auch remiſive, und führen unſern Handels Verſtaͤn⸗ digen und Mercantiſten in der Verzeichniß der Authorum zu allen denen Dvellenfelbft » aus welchen ein guter Theil / dieſer nuͤtzlichen Anmerckungen gefloſſen / wer bey dieſen ſei⸗ nen Durſt nicht loͤſchen kan / mag nach jenen hingehen / er wird aber verhoffentlich alddann dag unparteyiſche Urtheil faͤllen / daß alles nothwendigſte fideliter extrahiret / und

nichts zurück gelaſſen worden / als was zu dieſem Werck / |

nicht dienlich oder Doch zum menigftennicht hoͤchſt nothwen⸗ dig geweſen. Zwar bekenne ich mich/ (mie dann auch ein jeder modefter Author zu ıft) inDiefenfoim-

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0 Dome, portanten und meitläufftigen Werck zu einer Unvollfoms menheu die vielleicht von denen Scharfflichtigen hin und wies der möchte remargviret werden Homo ſum & nihil hu- mania me alienum puto;alleintver erſtlich meine gute In⸗ sention und Begierde der werthen Cauffman zudie⸗ nen, zweytens die Wichtigkeit und Weitlaͤufftigkeit dieſer Materiafelbft anfchauet,mird befennen müffen, daß info wies fer tauſend Waaren ihrer Befchreibung/ davon einer jedwe⸗ den das nothwendigſte zu erzehlen geweſen / und das meiſte aus fremden Relatienibus und Büchern hat muͤſſen hergenom⸗ men, undin Ordnung gebracht werden / ja da felbft ein Kauff mann / der nur ineinerley Waaren / als Material oder Seis den Waaren / oderguchbey Manufacturen die Zeit ſeines Lebens verkehret / genug zu thun hat / alle dieſelbe / und dero Qua⸗ fitäten und Vortheil aus den Grundzu verſtehen) von mir noch fonderlich Fleiß augewandt worden ; tie Dann auch ein wohlbekandter gelehrter Mann / unferer Zeit beym Durchs blättern ded Manufcripts Das Urtheil gefaͤllet / daß es nicht ein Werck einesparticulairenScribenten/fondern gar eine Arben waͤre / welche den Beytrag und Fleiß einer gangen

Societäterfordert/ dem ſey aber wie ihm wolle / weil ich me⸗

mahls in meinen Schrifften eitlen Ruhm geſuchet / ſondern GOTT uzufoͤrderſt danckbarlich zuſchteibe / daß er mir noch Geſundheit und Kraͤffte / auch die nothwendige Admini- cula gegeben / der Welt mit dem / mir von ihm verliehenen Talent zu dienen / als wird es mit auch gleichviel ſeyn / ob ein Neidiſcher Momus feine giſſtige Schlangen Zaͤhne hieran wetze oder nicht / wer es beſſer zu machen weiß / der feße Die Hand an die Feder / und laſſe feine Weißheits Bruns nen heraus flieflen / daß fein Neben⸗Menſch ſolcher genieſ⸗ fen koͤnne / es iſt ohnedem noch genug übergeblieben / ſo bey dieſer oder jener Rubric, oder Wort bey zu mercken ſeyn möchte / wie man dann deßfalls ſelbſt nicht in Abrede

ſeyn will / daß derjenige der das gantze Werck mit * woll⸗

Vorrede.

wollte durchſchieſſen laſſen / noch feine Notata dabey mas chen koͤnte / Diegmaht aber und da der Herr Verleger felbft die Kürgerecommenditer / auch groſſe Volumina wicht jedermanns Kauff / und vielen Durchzulefen unanges nehm fenny hat mannichtalles dörffen anführen / was nech hätte Fönnen angeführet werden / dabey aber auch gus = theils unmüglich und überflüßig wuͤrde geweſen

Schließlichen ift noch als eine Anweiſung zum rechten und nüglichen Gebrauch diefes Werck vorzutragen / daß derjenige wercher ſich erwann im feiner Studier ı Schreib⸗ Siuben / oder Contoir, einen in gewiſſe Foͤcher und Schub⸗Laden / einundgbgerheilten Kaſten oder Schranck oder vielmehr ein ſo genanntes Tragbares Kauffmanns⸗

Magazifs-wolte machen laſſen / und (gleichwie ich der⸗

gleichen ſeibſt eines zur meinen eigenen Gebrauch in 24. ————— den 24. Buchſtaben des Alpha⸗

bets / jede dieſer den wieder in 64. und alſo zu⸗ fammenin 1536. Faͤcher abgerheilet habe /) eine jede von ſolchen Schub:Laden mit einen Alphabers Buchſtaben bes zeichnen / und die unter folchen Nahmen gehörige Mate- rialia , fie beftehen gleich ex Mineralibas , Vegetabili- bus, Animalıbus , oder aus Compofitis ‚}jedeg feiner - Sorte nach dafelbft hinein ſammlen wollte / als zum Exem⸗ pel unter A. alle Theile von Thieren / oder Animalia,uns tee M. Mineralia, Metalla, unter C. Colores , unter S, Semina, item Salia und dergleichen / die Compofi- ta, als Tuch von allerhand Sorten gröbe und feine/ mit ihren beygegeichneten Preiß und Lands⸗Art / mo fie fabriciret werden. unter T./ Leder unter L. ꝛc. der wuͤr⸗ de ſich dadurch in Kaͤnntniß allerhand Kauffmanns⸗ Waaren / eine unvergleichliche Wiſſenſchafft zu wege

,@, 5 Zu brins

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Vorrede.

bringen / und wann hernach die Beſchreibung derſelben in dieſem Buch ſollte darneben gehalten merden / dasjeni⸗ ge in der Kauffmannſchafft praftiven koͤnnen / was et⸗ wann vielen Kauffleuten / die lang mit Waaren umge⸗ gangen / unwiſſend und unbekandt ſeyn moͤchte. Wo⸗ mit den geneigten Leſer goͤttlicher Beſchirmung / mich aber zu beſtaͤndiger Wohlgewogenheit will recommendirt haben. Verbleibend / X.

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"SCRIBENIEN,

Weiche entweder gantz oder zum theil bon allerhand,Materialien und Kauffmanns Waa⸗

ren / von deren Recht / unterſchiedlichen Sor-

ten / ihren Urſprung / Walitæt / und dem da⸗ mit —— Commercio, it von ſolcher Waa- ren Sebrauch / Compofition und Confervation, pon der Chymie , vielerhand Manufadturen / Kunft- Raritäten: und Antigvitzten- Sachen geichrieben / und deren man fichzumttheil in Diefen Wercke bedienet:

IN FOLIO.

Margvard de jure Mercatorum & Commersierum, Franc cof. A. 1672. | Valentin Natur⸗ und Materialen Kammer. Conradi Gefneri, medici Tigurini Hifloria Amimalium Nockius de arario, Horini Rechts:gelehrter Haus / Vater. Friderici Mülleri Lexicon Medico -galeno Chymico Phar: maceuticum, Francof. 1661. D, Jobannis Schröderi vollftändige und nutzreiche A⸗ ochecke / Krärmberg 4.1693. in Verlegung Johann Hoffmanns.

* XX3 Georg

F 23 (o.) 0

Georg Nicolas Schurtz, neu» eingerichtete Material- Kammer. | .

Georg Everbard Rumphii d ‚Ambrofinifche Raritaͤten⸗ Kammer Amſterdam 1705. .

Muſæo Cojpiniano, Bolognæ 1677.

Wormii Mujeum , Amſtelodami 1655.

. Galceolarii Mufeumm, Veronk 1622. |

"IN QVARTO,

Weigelius von Künften und Handwerckern.

Mallets Beſchreibung des gantzen Welt ⸗Kreyſes /

EFranckfurt 1684. :

Kbunrats Medulladeflillatoria, Hamburg. 1614.

Wunfchens Memoriale Oeconomico-Politico-Praälicum.

Garzoni Psazza Univerfale di tutte le Profefioni del mondo 1610, Irem.teutfch zu Franckfurt gedruckt 1658. | Ä

Happelüi Relatignes Curiofe, Hamburg 1684: &.fegg.

Biſtoriſche Remargven , Hamb. 1699. 8 feg4.

Struvens Furisprudentz ı ober Verfaffung des Land⸗ üblichen Rechte, Leipzig bey Huͤlſſen 1706.

Felibien de l’architellure , feulpture & peinture, Parif, 1697. | Du

Pareres ou avis & Confeils für les plus importants matie- res duCommerce, par Facqves Savary a Pari/.1688.

cicholtii Dieteticon, Cölln ander Spree/1682.

IN

492 00) IN. OCTAVO.

Antonil Fabri Europaͤiſche Staats ⸗Cantzeley.

Matxens · teutſche Material · Kammer / Nuͤrnberg 1687. | EN

Palentins Heins, Gazophylacium Mertatorio Arichmeti- cum, Hamb. 1686: | |

Savary volkommener Kauff⸗ und Zandelsmann / 1676. |

David Kellners Berg und Salz werd‘, Buch/ 1702.

Leguide des Negosiants. .

Martiniere neue Beife in Nordiſche Landfchafften / Hamburg 1675. »

Qpintin von Weigʒens / Tractat yon Havereyen / mit Si- mon von Lewens Anmerckungen und —2 Ordb⸗ nungen / Hamburg bey Thomas von Wiering.

D. Joachim Bechers Politifebe Difeurs von der eigent⸗ lichen Urſach Des Aufnehmens der LänderundRe- Publigven, Franckfurt bey David Zunner 1673,

Mattbie von Erberg neu eröffnetes Aandels;Conroir; oder neu aufgefchloffenes Handels: Gewoͤlb/ KyYıjımy berg 1705. |

Ars Tindloria Fundamentalis, oder gründliche Anwei⸗ fung sur Faͤrbe⸗Kunſt / 1703.

Der eröffnete Ritter-Plag/ Hamburg 1706. bey Ben: Schiller. =

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jamin Schi

Neu eröffnete Kunſt⸗ und Schaz Kammer rarer und neuer Curiofireten / Hamburg apudeundem 1707,

Le

493. (0) 56%

Le folide Trefor des merveillewx fecrets de la Magic Natu-

relle & Cabalifligve du petit Albert. Gengv, 1704. Albaro Alonfo Barba Berg⸗Buͤchlein / Hamburg 1670. Philalethæ drey auserleſene Traätlein von, der Very wandelung der Metallen / Hamburg io.

Tbomas Nicols Edelgeſtein⸗Buͤchlein / 1675. in Sam⸗

Ludovici Locatelli Meatro & Arcani, in Venetia1687.

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HERSHIHPRTIETTE

. A. Zu / oder Umb / wird inFrantoͤſiſcher Red⸗ und Schreib» Art ſehr offt unter Kauffleuten gebraucht / als cette mar- atand ife fe vend bien cher 4 Paris, dieſe Baar ift fehr theur zu Paris / elle fe vend à un Ech la livre , das Pfund wird umb einen Reichsthl. verkauft ; Bißweilen / bedeutet auch A, eine gewiſſe Perfon/als A. ift in dieſen Schiffumb 3. B.umb ein 25. part interefliret; A”. heift aud) Annus oder Ital. Anno das “fahr ; Item werden auch der Kauffleute Schuld- oder Handeld- Bücher / oder auch gewiffe Waaren zum Differengder andern damit mar- gvitet/al® Lit. A, Lit, B. &c.

aää, bedeutet amalgama, was ſolches fey/ vide unter deffen eiges nen Benennung. i Aal / lateiniſch Angvilla, Franhoͤſ Anguille , ift eine befandte Art Fiſch / welche Hin und wieder in den frifchen Reviren und auch in der See / auf vielerley Weife gefangen und taͤglich friſch / oder getrud« net / eingefalgen und geräuthert bey Stüden und Tonnen voll vers Eauffet werden / infonderheit gefchiehet damit grofler Handel in den See⸗Staͤdten / als wofelbft dergleichen gefalgene Speifen /auf Schife fen und in Haußhaltungen mehr im Gebrauch / als in andern binnen» ländifchen Städten feyn / dahingegen aber auch diefe See« Länder

den Scharbod mehr als andere Nationes untermworffen, | Den Aal⸗Handel an ſich felbft betreffend / fo ift folder Bon gerin⸗ ger Wichtigkeit / und gemeiniglich in ſolchen Händen / die fonft nicht groffe importante Handlungen haben / oder auch mit fetten und —* Waaren / als Speck / Butter / Trahn / Hering / Käfe und dergleichen umgehen/ damit der gemeine Bürgers«/ ſonderlich aber der Bauerde Mann/ wann er zur Stadt koͤmmi / gleich ber) ihnen was er zufeiner Rothdurfft fuchet / finden möge. In denen Apothecken hat man bon den Aal das Fett und andern Stucen mehr zum Arsneylichen Ges brauche / ſonderlich foll das Fett zu den Wunden taugen / die Haar wachſend machen / das Gehör wiederbringeg/ (wenn man nemlich etli⸗ de Tropffen von ausgebratenen Aal⸗Fett mit defillirten Anis» Del in die Ohren troͤpffelt /) und auch die Hæmorrhoidem ſin⸗

rm. Yalburg/ eine zimliche TER in Norder⸗ Juͤtland / we⸗ » y gen

2 Aal Aber

en des Hering: Fanges fehr berühmt / wird ſtarck don den Lübifchen Schifern befahren / und viel teutfched Gut daſelbſt abgefeget. Aaronswurtz / AaronisRadıx, vide Arum. " Abacus eine Römifche Rechen-Taffef / in welcher Rinnen ausge⸗ ng in denen Metallene Knoͤpffe ſtecken/ die ntan hin und wieder ſchie⸗ ben Fan / und folche faft auf die Art zu den Rechnen gebvauchet / wie heutiged Tages mit denen Rechen Pfenningen geſchicht. Welferus hat diefe Abacos ausführlich in feinem Bud) von denen Augsburgifthen Antigvitätenbefchrieben. Allhier führen wir te darum an/weil dieje⸗ nige / welche Raritäten- oder Kunft- Raınmern ſammlen / ſolche offte mahls fuchen / dergleichen Taffeln auch / wiewohl in etwas beraͤndert ſich noch heutiges Tags beym Empfang und weglieffern gewifler IBaa= ven in theild Krahm⸗ Laden noch wohl gebrauchen liefen / fonderlich / wann ſie nach Pythagorifcher Art in gewiſſe Facher mit Zahlen und Linien unterfchieden ) eingerichtet wären. | Abbiß / Teufſels Abbiſß / vide Mor/%s Diaboli. Zr Abel Mofchi , Bifam Körner / ihres Geruchs halber alfo genannt/ find Eleine braunlichte vauhe Körner /faft wie Nieren formiret/ kommen aus OR: und Weft-Indien/ und ſeyn der Saame eines Bewächfes wel⸗ ches die Botanici Althæam Ægyptiacam oder Alceam Indicam villo- ſam nennen. Göhaben diefe Körner Feinen fonderlihenNugen / ald dag etliche damit parfumirenmwollen/ andere foldheihres guten Geruch hal» ber/ welcher doch bald verſchwindet / zu Paternoftern , Hals und Arm⸗ Gehängen aufffhnüren. | Abies candida alba foemina, weiß Tannen⸗Baum / iftein bekandter Baum / deſſen Miftel Stelis genannt wird/ das fließige Hark von dieſen Baum wird vielmahls Vor Benedifchen Terpentin / das trockene vor Weyrauch gebraucht. Man hat auch Abiem rubram vel malculam , roth oder ſchwartzen Tannen-⸗Baum / deſſen Hark fehr dienlich iſt vor das Schwindender Glieder / und die Gicht. Die fo gennüten Tan—⸗ nen = Dolder / lateinifdy Turianes, welches des Tannen⸗Baums ober> fie Sprogleinfeynd/werden fehr viel wider den Scharbock und das Pd= Dagragebraudt. Die Taun⸗Aepffel Coni oder Strobili trocknen und aditringiren. Abiga, (eu ajaga,vid. Chamepytis Schlaffe Aräyelein. Abraͤhams baum / Agni cali arbor, agnus vitex. Abrotanum vulgare, mas, Stabwurtz / Gartenheil / wird von etli⸗ chen an flat des Zitwer⸗-Saamensgegen die Wuͤrmer gebrauchet. Abrotanum fœmina, Cupreflus vel Cyparillus hortulana, wachfen in Franckreich von jich felbften / bey uns aber muͤſſen fie in Gärten ges en iſt eine fehr heilfante Wurgel vor das Sieber / giftige - ufft / Gelbefucht und dergleichen / die daraus bereitete. Stüde Ind / ' r as

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Abf Acad 3 das deſtulirte Waſſer aus denen Blättern und obern Spitzen / der Wein / das Conſery, und das Del.

Abſinthium vulgare, gemeiner wilder Wermuth / ein bekandtes Kraut / deſſen Extract gut iſt wider den Schauer / der vor dem Fieber hergehet / erlöfchet auch den Durſt. Das Saltz aus der Wermuth⸗ Aſche filletdgs Brechen in böfen Fiebern / in den Apothecfen hat man dabon die Blatter und das Obere / welches man fuͤrnehmlich braucht / item das defillirte Waſſer / Syrup /Conferv, Galt /Extradt, Spiri- tum ‚Effenß / Tindturam, Troshifcos und oleum fomohl infundirt als deſtillirtes. |

Abfinthium Ponticum, Hortenfe Romanum tenuifolium , inca- num nobile atyotanım minus, Pontifther oder Römifcher Garten» Wermuth /iftein Leber und Magen-Rraut / wird nunmehro aud) hin und wieder in Europa gefunden/ mehrentheildaber in denen Bärten ge=

ogen. Man bereitet in denen Apotheken alle die Stüce daraus / die * den gemeinen Wermuth enumeriret worden.

Abſinthium Santonicum vel Seriphium, Semen Cinæ, Mürm- —— toͤdtet und treibet die Wuͤrme aus des Men⸗

en Leib. ak] ift ein Wort fo ben den Schiffern gebräuchlich / warn fie nemlich Winters = Zeit ihre Schiffe in den Hafen auflegen / und Segel und Thau mit ih, nad) Haufe nehmen / zum Zeichen / daß nune mehro die Seefahrt vor diefes Jahr gethan und befchloffen worden /

welches vor diefen nach der alten Hanſeatiſchen Gee- Ordnung une

Martini gefchehen mufte/igiger Zeit aber wird darauf nicht reflestiret/ und ift die Hoffnung des Gewinns fo angenehm / daß man auch mit« ten in den rauhen Winter/ Leib / Schiffund Gut / der wilden See an« bertrauet.

Abthon Polytrichon, vid, adianthum aureum & rubrum.

Abrreiben / heift auf dem Treib⸗Heerd das Gilber tom Bley fheiden. Abtreiber wird derjenige genannt / der ſolche Arbeit ver» richtet.

der Guͤter. vide Cesfo bonorum.

Abwind Inftrumentum Filatorium , wird gebraucht / die Seide / Wollen⸗ oder Leinen-Barn mit abzuwinden. vide Seide, it. Infru-

mentAa,

Acaciæ veræ fuccus , Egyptiſcher Schottendorn Safft/ kommt bon einen dornichten krummen Bannı/der in Egypten und Arabien waͤchſet / und weiffe Biumenträget ; Der Gafft aus den zeitigen Saamen ge⸗ preſt und eingefotten/ wird ( wie Diofcorides meldet ) Succus Hypo-

-ciftidos genennet / er kommt zu uns heraus in Kleinen Blafen / weil ev

aberfelten / oder auch gans trucken gebracht wird / als wird an deſſen ® Wa Stelle

6 - Ace |

chen über deftillivet. Es muͤſſen aber die Wurgeln/Kräuter und Blue men vorhero wohl getrucknet werden / ehe man (ie in den Eßig leget / fonften verderben ſie / und der Eßig verſchimmelt / die Früchte / ald Hinbeeren / Erdbeeren und dergleichen / lüft man eine zeitlang in den Eßig beigen / biß (ie die hoͤchſte Röthe erlangen / alsdann lie man es durch ein Löfch- Papier lauffen / und verwahret es zum Gebrauch. Don einfachen infundirten Efigen / feynd gemeiniglich folgende im Gebrauch / ald Acetum flor. Anthos. Roßmarien-Bluͤth / Calendula- rum Ringel ⸗Blumen / Caryophillorum hortenlium Melden / Cortic. eitri Citronen Schalen / Frag. Erdbeeren / Lavendulz Labendel-Blu= men/ Menthæ Krgufemänge/ PapaverisErratici wilde Mohnbluhm / Rof. rubr. rothe Roͤſen / Rubi idai Hindbeeren / Rutz Kanten / Sam- buci Hollunderbluhmen / ScordüLachen⸗Knoblauch / Seillitie: Meerzwie⸗ bel / Violar. purp, blau Violen. Hierzu koͤnte man noch rechnen ſchlech⸗ ten und deftillirten Wein-Eßig. Von vielen Stücken zuſammen ge— feste und bereitete Eßig ſeynd: Acetum agreſtinum ſolutivum Eßig bon unreiffen Trauben » Safft/ Acetum Alexiacum feu deſtillatum A- lexiacum FF. Acetum Bezoardicum F F, Franckfurther Bezoar: oder Gifft⸗Eßig / Acetum antipeftilentiale Peſt-Eßig D.Zwö fleri. Acetum Theriacale Thimæi, Peſt Eßig D. Thimæi. Acetum pro Spongiis Cf= ſig die Schwaͤmlein einzuweichen. Acetum uterinum Mutter-⸗Eßig / deren Beſchreibung und Compoſition alle in des Schröderi vollſtaͤndi⸗ ge Apotheden lib. z. cap. 35. zu erfehen.

Kinen ſtarcken Wein⸗Eßig zumachen.

Man wirfft nur in das Fäplein ein Stück von Berften Brod/ fowird er in 2. Tagen fauer / oder man hengt das Marck oder den Kern von E⸗ pheu darein. Item Nehmet rein Roden Mehl / weichet es in ſtarcken Wein⸗Eßig / machet daraus eine Mafla, lafferdie im Bad + Ofen ba= cken / machet fie alsdann zu Pulver und weicher folches wiederum in Wein⸗Eßig / und foldhes zum dritten mahl. Sierauffoiche Maſſam in 2. Eymer Wein gethan / fo wird er alsbald anfangen zu fäuren: Dver weichet die Wurgel von Mangolt in Wein ein/ fo wird er alsbald fauer / thut uur aber hernach die Wurtzel von Kohl darein / ſo kommt er wieder in fein voriges Weſen / es wird auch geſchwind Eßig gemacht / wann man nimmt Cremor Tartari , und die Mutter von ſtarcken Wein⸗ Eßig / trocknet ſolche und macht zu Pulver / diefes vermiſche mit dem Cremore, thut es zuſammen in ein Glas / das oben weit fen / gieß ein⸗ wenig des fchärffften Wein⸗Eßigs darauf / laß es langſam damit eine trocknen /und folches wiederhole 10.0der iz. mahl / fo bekommeſt du end» lich ein Pulver / davon eine Mefler - Spige / in ein Pint halb Waſſer und halb Wein gethan / gleidy zur Stund foldes / nachdem cd wohl umn⸗

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onigerühret worden / zu guten Eßig machet. Oder nimm an flat des Weinſteins Tartarıym Vitriolatum fo wird es noch beffer. ltem. Laß den beften MWeinftein 0. oderıg. Tage in guten Eßig weichen / daf er (ic) wohl einziehe / trockne ihn hernach an der Sonne / leg ihn wieder 10. Ta⸗ gelang in Eßig / mache ihn alsdann zu feinen Pulver / hiervon ſaͤuret abermahl eine Heine Meſſer⸗Spitze voll / einen groffen Becher Wein in - gar furger Zeit. Item, Mehmet 1. Pfund der frifcheften groſſen Roſi⸗ nen /thnt die Stiele davon / undlegt ſie hernach ineinenerdenen glaſuͤr⸗ ten Topff in 2. Pintauten Wein⸗Eßig / laffet es eine Nacht auf warmer Afche weichen / des morgens ein wenig aufffochen/ warn ihr es nun dont Feur weggenornmen/ und kalt werden laſſet / fo ſeiget es durch / und ver» wahret es wohl in einer Tlafchen zum Gebraud. Item, Nimm Gifen oder Stahl/löfche felbiges s. oder s mahlin Eßigaus / ſo bekoͤmſt du einen fehr. beiffenden Eßig Oder werffe Salt / Pfeffer und Sauer» Zeig in Wein undrührees wohl um. Oder lege grofle Rup-Baum Wurktzel in Wein / ſo wird er ebenfalö zuguten Eßig. Aus Bier wird Eßig gemacht / wann man ſolches ſiedet / und wenn es heruach kalt wor⸗ den / Sauerteig / geroͤſtet Brod und gebrannte "fen darein leget. Aus Honig / Eßig zu machen / ſo waͤſcht man die Honig Geſchiere / oder die Raben mit Waſſer ſauber aus / laͤſt ſolches nachgehends einſie den / fo wird ein guter Eßig daraus. Wolte jemand aus Birn Eßig machen / fo nimmt er ſolche / wann ſie wohl reiff ſind / und laͤſt fies. Tage beyſam⸗ men auf einen Hauffen liegen / dann thut man fie in ein Gefäß / gieſt Brunnen oder Negen-Warler darauf / decket das Gefaͤß wohl zu / und laſt es zo. Tage alſo ſtehen / ſo wird guter Eßig daraus / ſintemal einjeder liqvor welcher von den Gaͤhren zu einer Fäulung kommen iſt / einen fluͤch⸗ tigen Branutweins Geiſt in ſich haͤlt / ſobald aber ſolcher Spiritus durch Laͤnge der Zeit ſich verlohren / und das Tartariſche Vitrioliſche Saltz an⸗ fängt zu herrſchen / ſo dringt es dem Ligvori die Eßig⸗GSaͤure / welche/ wann ſie wieder ſchwach zu werden beginnen ſolte / ſo darff man nur etli⸗ he Stüclein Gerſten Brod / oder auch Knoblauch⸗Saamen hinein werffen / oder man hänge nur in ein Säclein ein wenig Hefen hinein/ fo wird der Eßig gleich wieder ftard Cine fonderbahre menage allezeit Eßig mit wenigKoften in der Haußhaltung zuhaben/ ift auch diefe / daß man ein Faͤßgen des Wein» Eßigs etwann von 4. biß s. Stübichen fich anfchaffe / und hernach fo offt man zum maͤßigen Gebrauch) auf Speifen - ‚vder Salat etwas auszapffet/ allezeit fo viel Waffers als man Eßig aus» gesapffet / wieder zu gieſſe / fohat mancontinuirfich guten Eßig / indem das zugegoflene Waſſer / weiles ich mit den Eßig vermifchet / auch zu guten Eßig gemacht wird, Guten Rofen-Efig zu nrachen/fo nehmen etliche 2. Pfund rothe / oder friſche weiſſe Damafcener Rofen / weichen felbige ia 8. Pfund des fchärffeften REIS /weunn es alſo Tag . + acht

| Ace Ach

Pacht geftanden/ fo defitlirt mans durch einen gläfern Kolben in Sand/ and läfts folangegehen / biß die Rofen faft trocken auf den Boden liee gen bleiben/zu diefen abdeftillirven Eßig thue zur&ommer-Zeit ein halb

fund frifche rothe Roſen / zu Winters-Zeit aber eindiertel Pfund tro⸗

ne / laß es etliche Tage beigen/ biß du die höchfte Roͤthe erlangeft/ als⸗ denn laß es durch ein Löfch- Papier lauffen / und verwahre ihn wohl zu nöthigen Gebrauch. Gleicher geftalt kan aus jeden Kraut Blumoder Frucht ein guter Eßig bereitet werden.

In denen See⸗-Stäadten koͤmmt Jährlich viel Wein⸗Eßig aus Franckreich / mas der Gebrauch in Ein⸗ und Verkauff / item, die un⸗ Maaß der Eßig Faͤſſer ſey / das ſiehe unter dem Wort /

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Achat, iftein halb durchfichtig Edelgeftein / voller Lieblichkeit mes gen feiner mancherley Karben / fonderlich wann die Natur in Vorſtel⸗

ng unterfchiedlicher Figuren / ald Ihier/ Bäume / Fruͤchte Wole een ac. in denfelben fpielet. Wie dann König Pyrrhus einen ſolchen A- chatfoll gehabt haben / in welchen die neun Mufen oder Kunſt⸗Goͤt⸗ tinnen / * dem Apolline ſollen zu ſehen geweſen ſeyn. Der ſchoͤn⸗ ſte Achat kommt aus Indien und Sicilien / man findet ihn auch hin und wider in Teutſchland; feine Tugend ſoll ſeyn / daß er den Gifft / und gifftiger Thiere Biß wider ſtehe. Daher auch Baccius ſchreibet / daß der Adler dieſen Stein in fein Reſt trage / um feine Jungen vor gifftiger Thiere Biß dadurch zu praferviven. Seine Verfälſchung geſchſcht / mit Glas welches mit unterſchiedlichen Farben vermiſchet iſt / ſo aber leicht zu erkennen / weil der rechte Achat fo hart iſt / daß er ſich nicht feilen Läft / und Fein Schmutz oder Unreinigkeit an denſelben behangen bleibt. In der Käyferlihen Schatz⸗ und Kunft-Rammer zu Wien / iſt eine aus einem Achat gemachte Schale oder Schuffel zu fehen/ welche eine Wienerifche Elle weniger 2, Finger. in Diamerrohält / und darum fo viel höher zu zimiven ıft / weil in ihrer Höle gar deutlic) B. XRISTO. R. S. XXX. von Natur eingewachſen und zu fehen / weiche$ ja ein groß Anzeigen ift / ald wann gleichfam die Natur dieſes unge- meine Edelgeftein ihren Schöpfer vor andernhättedediciren und auffe opffern wollen. vid. Lambecii Bibl. Cæſar. lıb. i. fol. 25.

Acini ‚find Eleine Beerlein / die entweder vor (ich felbft wachſen als wie die Hollunder » Beerlein / oder in was anders eingefchleffen ſeyn / alö wie die Heinen Körner in den Trauben / jedoch wird auch offtmahls die gantze Traube alfo genannt,

Ackerbscillen Crichmumagrefte,

Ackerbursgel Portulaca ſylveſtris.

Ackercondrillen Chondrilla agrellis,

Ackerknoblauch Scorodoprafon,

Ack Act 9

Ackerholder Ebulus, Sambucus agria. J

Ackerkletten Lappa agreſtis ſeu campeſtris.

Ackerlattig Lætuca agnina.

Ackermilten Atriplex Mveſtris.

Ackermann Acorus conditus.

Ackermuͤntʒe Mentha agreſſis.

Ackernept Nepeta ſylveſtris.

Ackerſcabioſen Scabioſa arvenulis,

Ackerſchnabelkraut Geranium arvenfe album.

Ackerwurtʒ Calamentha, Acorus, Acorum.

Ackerzwiebel Ornithogallum.

Aconitum®#ardalianches, oder Doronicum, Paris herba Einbeer

oder Wolfföbeer- |

Aconitum falutiferum ‚vid, Anthora.

Acorus verus,( dielfältig auch / wiewohl unrecht ) Calamus aro- maticus, Calmus oder Ackerwurtz genannt/ da doch ſolches ein gang an⸗ der Kraut ift) Fommt der Wurtzel nad) mit den Schwertel überein / hat aber längere und ſchmaͤlere Blätter / waͤchſt gerne an fumpfigtenDrten/

ift aber nicht viel mehr im Gebrauch / indem man unfern genteinen Eals mus dafur nimmt in denen Apotheken hat man darvondas Diacorum oder Calmus Patwerg. Item Acorum conditum & faccharo obdu- , ctum, den Extradt, Oleumund Sal acori,

Acorus adulterinus, Pfeudoiris, gelbe Schwertel / Teich » Lilien / falſcher Calmus / Drachenwurtz / wachſen gern an ſumpfigten Orten/ und dienen wider das Raſe⸗Bluten / ſeynd anziehend und ftopffen / die Wurztzel davon iſt auswendig braun / inwendigroth / man braucht aber Viel lieber an deren Statt die neue fo genannte Ruhr » Wurtel / Ipe- caeuanba Radix, In denen Apotecken hat man von den Acoro adul- terino eine bereitete Magen-Ratwerg.

Actien, werden in Holland der Berfauff derjenigen Capitalien ge nannt / die jemand in der Oft- sder Weſt⸗Indiſchen Compagnie hat/ diefe werden zuweilen durch die Mäcler feil gebohten / und fleiget oder fällt deroſelben Preiß / nach den etwann gute oder böfe Zeitun- gen aus Dfk » Indien über Land / oderauff andere Wege über Gpa- nien und Portugal / von der Holländer ihrer Handlung in Oft- In⸗ dien / und denen bon dannen erwartenden Retour - Schiffen einlauf⸗ fen ; welche Dann zuweilen von einigen Kauffleutenmit Fleiß erdichtet werden / alö ob etwann einige Retour- Schiffe unter Weges zu Grunde gegangen / oder von den See-Räubern weggehonmmen worden / oder dag in dem Lande felbit ein ſchwerer Krieg / der Compagnie zum Schaden und Nuchtheil entftanden ; Welches dann diejenige / die

ſolche Action haben / furchtſam machet / dag Ile zum Verkauft refo'- 5 viren/

10 = Act Ada

viren/ und dadurch das gemiffefte zu ſpielen gedenden/ und dan- nenhero oft vor 400.’ fl. verkaufen / wovor fie fonft / warn fie die Zeit undihr Glück abgewartet hätten / myphl soo fl. und nieht hätten dekommen fönnen / die ihnen nun folche umb billigen Preip abhandeln / verkaufen hernad) felbige / auff befleve eingelauffene Zeitung / (die fie ebenfa/s moncyesmahl nur erdichtet haben ) um fo diel höher / ſon⸗ derlich / wann die Oft-Indifche Schiffe wirklich nach Haufe kommen / und Zeitung mitbringen / daß der Kandel gut geweſen; Etliche ver- handeln auch ſolche Actien nicht gleich wieder / fondern warten damit die Zeit der Austheilung ab/ da dann die Compagnie zuweilen 40. und mehr pro C. quff 100. fl. Capital austheilet. Bey der Oſt⸗In⸗ diſchen Compasnie gehet dieſer Altien-Handet täglid) fort/ und ift eine jede derfelben von soo. Pfund Flaͤmmiſch oder 3000. fl. Capi* tal, welche A. 1703 im Augufto 562, pro Centum auff die Cammer der Stadt Amſterdam gegolten / das ift 16360. Florins oder Hol⸗ ländifche Gulden / vor soo. Pfund Flämmiſch oder 3000. fl. Capi- - tal, Bor den Krieg mit Franckreich A. 1672 galten ſie sso.pro Cen- tum ‚fo {ich 10500 Bulden betrug / nach der Zeit aber / und währen- Ben denfelben Krieg / galten fie nicht mehr / als z20. Daß fteaberje- higer Zeit fo hoch ſeyn / ift dem fonderbahren Segen GOttes zu ju= fehreiben / welchen ex über dieſe Oft-Indifche Compagnie ausgeichüt= tet / dahero fie eine Zeit her ſo groffe Partitiones thun fünnen. In Einkauff der Adtionen oder Adtien, gebraucht man ſich gemeiniglich eines Mäcklerd / und wann Die Parthen gefchloffen / foläffet der Ver— kaͤuſſer folche gleich auff dem Buch der Compagnie dem Käufer zu> fchreiben / unterzeichnet aud) zugleich unter feiner Hand / vor denen Hru Directoribus, eine Qyitance, Kraft welcher er fein Recht dem Kinfer überträgt / hingegen muß diefer die Parthey glei m Banco abſchreiben laffen / oder der Transport ift null und nichtig. Die Courtagio, Senferia oder Mãckler⸗Lohn ift gemeiniglid) s- Gulden / vor eine Adtie don soo. Pfund Flämmiſch / halb von dem Käuffer / halb von dem Verkäufer zu besahlen.

Adtiv- Schulden ſeynd diejenige / die ein Kauffmann ausftehend/ und von andern Leuten zu forderiihgt. Paflıv-Schulden /die er ſchul⸗ dig ift / und als Debitor bezahlen muß. |

Acuere oder äcnare ‚ein Ding ſtärcker machen / demfelben einen Stimulumgebeit ; Alſo wird dev Eßig mit dem Spiritu Nitri geſchaͤrf⸗ fet / wenn man Die auffloͤßliche Magteria will bereiten. Die Pilu— fen acuiret man Mit ı. bis 2. gr. Diagrydy Trochife, Alhand. und dem Gummi von Gamandra,

Acus Marina ‚Meer: Radel/ ift ein Fisch / von welchen zweyer⸗ ley Arten gefunden werden / als der eine gang glatt / und der ander

mit

Ada Abi IT

mit einer ſchuppichten Haut / jener wird Acus marina vulgarıs, Dieter Acus fgvammofa, item Acus Ariftotelis, Blennns Typhiline genen= net ; Beyde haben Äinen langen harten Schnabel find im übrigen lang und ſchmahl / ſie werden bey drittehalb Fuß lang gefunden. DieNa- turalien« Befihreiber haben viel Di puten über dieſen Zifch.

Adamas ide Diamant,

Adams Apffel Malum Adami iſt ein Gewaͤchs / deſſen Blätterden Eimonien/ feine Bluͤht aber den Citronen / undfeine Früchte den groſſen Pommerantzen gleichen / die auswendige Ehuleiftnicht alatt/ fon- dern ſchrubbicht oder voll Ritzen / infonderheithaben ſie nahe bey der Spitze eine tiefſe Grube / faſt alſo anzuſehen / als wann jemand mit den Ahnen dareif gebiffen hätte, Cafpar Hoffman ib. IT. Medic, Off, c. 151. nennet es Aurantium majus und befennet / ex wiffe nichtden Ur: fprung des Rahmens Pomum Adami. Er ſoll aber daher entftanden ſeyn / weil der Poͤbel in Italien dafür haͤlt / dieſes ſey Die Art der Aepffel des Paradiſes / don welchen der erſte Menſch Adam wider GOlles Verbot gegeſſen habe. |

Adamas» oi Koft,, eine Art bon Ebenholtz / welches ſchwartz von Farb / und in der Härte sich einem Stein gleichet / wird häufig in Moſcau gefunden / und Adams-Holtz genannt.

Addictio in diem iffeine Cautel , welche den Kauff- Contradten ein: berleibet wird / daß / wann innerhalb einer gewiſſen Zeit / vor das verkaufte und bedungene Gut / folte mehr gebohten werden / der erſte Kauft alsdann ungultigfenn folte,

Additamentum ein Zufag zu einer Schrift / Rede oder Sach.

Adeps, Schmeer / Fettigkeit / ſchlecht hinweg verſtehet man dadurch Schweinen⸗ Schmeer.j | |

Adermenig Agrimonia.

Ad Pondus omnium, wird fehr offt in denen Recepten gefunden/ und bedeutet / daß das left verfchriebene Medicament fo ſchwer an der Dot ſeyn fol / als die Vorige all zuſammen.

Adiantum aureum, Mufcus Capillaris, Polytrichum majus, Guͤl⸗ den Widerthon / ift eine Art eines Mooffes / welches die Saar wachſen macht / und wider Die Zauberey Diener. In denen Apotecken hat man dasgange Kraut / mit Blättern und Blumen.

Adtantum nigrum verum, Capillus Verreris, Frauen- oder Ve- nus- Saar / das befte kommt aus Franckreich, Diener in Lungen: Kranckheit / item, die Haar zufürben. Dieſes Kraͤut wächt gern an teliisten und ſchattigten Orten. In Apothecken hat men das Kraut und deffen Blätter. ' R

Adiantum album, Empetron, Ruta muraria, Maur-Raute / Stein» - Kaute weil fie gern an Wänden und Mauren wächft/ dienet wider den Stharbock. Adi-

+

12 Adi Adu | ee —— Adiantum rubrum, Triehomanes, Polytrichum oſficinarum, Ro- ther Widerthon / iſt an Kraͤfften der Maur-Raute gleich. Achungiren / zur Geſellſchafft oder zur Huͤlffe⸗einen zugeben / da⸗ hero kommt Adjunctus ein Helffer / item Adjutant, qvafı adjuvanseif

Helffer.

Erg eine Sache oder Rechuung vihtig machegy alles wohl einrichten.

Adler» Stein / Lapis Ktites,feu Agyileus, Erodalis vel Eny- dros, item ‚Lapis prapnans, ift ein braun » gelber / runder und kna⸗ ckender Stein / groß und klein / und hat ein jeder Stein inwendig et» liche kleine Steinlein/ fo in Schütteln fich hören laffen / wiewohl etli= che auch Feine haben / diefe letztere Art follen Collyrii Lapides heiffen. Sie werden gefunden in den Indianiſchen Bergen / allwo ed abſon⸗ derfiche Adern und Fund-Gruben derfelben gibt. Ob man nun wol diefe Steine nicht viel gebrauchet / fo halten doch einige fehr viel im äufferlichen Fällen darauf / vornemlich mweil die Natur » Kündiger davon fehreiben / daß der Adler diefen Stein zu feinen Eyern in das Reſt lege / dieweil er ohne folchen feine Jungen nicht aushecken Fönne/ weswegen dann aud) felbiger von groffer Wirckung / zu Beförde- rung der Geburt/ gehalten / und in folder Hoffnung auc) theuer berfauffet wird. Der bornehmfte Unterfcheid dieſes Adler - Steins wird von dem / was er in (ich haͤlt genommen; Als da haben derer etliche einen andern Stein in ſich die man Callimosnennet ; Noch andere haben /an Statt des Steined/ Sand oder Erde / und werden Geodesgenennet. Drittens findet fich eine Art / welche Waſſer in ſich hält / und Hydrotitesgenennet wird. Endlich aud) noch eine Art / la- pis violaceus genannt / weil er wie Violen viechen foll.

Adlerſteinklee Melılotus,

Admodiren/ pachten. Admodiateur der einen Zoll oder Land: Gefälle in Pacht nimmit /und jährlich eine gewiffe Summa Geldes da⸗ vor erleget.

Adonis Roͤſſel adonium lutenm,

Adouciren heift inder Mahlerey fo biel/ als ein Stuͤck des Gemaͤhls etwas fchwacher und Lieblicher / aud) mit gelindern PinfelStrid) als die andern machen. |

Güter verſenden / heiſſt den nechſten Weg darzu er⸗ wehlen.

Adſtringens, ein Mittel welches die Löchlein dev Gefaͤſſe in den Leib

verſtopffet; Seine Krafitberuhet darinn / daß es trocknet / die Feuch⸗ tigkeit verzehret / und die Theile ſtaͤrcket. Advis, Rachricht / die ein Kauffmann den andern bon dem / was in Handels Sachen palliret / giebet / vid. Ai/oVrieffe. | Adul.

Adu Net 13

Adulteratio , adulteriren / die Wahren / fonderlid) Die Materialien peifälfchen / gvidpro qvo, Maͤus⸗Dreck vor Pfeffer geben.

Adurens ‚Pyroticum ein Chirurgifches Mittel / welches auff der Haut brennet; Dergleicheñ feynd (1) Velicantia , Blaſen-ziehende. (2)Efcharotica. (3) Cauflica,

Egagroplla vid. Gemfenfugel. |

Kgeros vid. Populus. Ä

Ägyprifcse Bohnen/ FabaGrzca, FabaSyriaca, Schottendorn/ AcaciaMateh. Acacia Behomii.

Ägyprifcher Schleedorn Acacia zgyptia, fpina arabica,

Klutopus vid. Hifpidula.

Zofipyles Jeynd hole ehrne Kugeln / mit einem kleinen Loch verſehen / durch welches man dieſelbe voll Waſſer fuͤllet / und hierauff ans Feuer leget / da ſie denn / fo bald ſie warm werden / anfangen ſtarck von ſich zu blafen / welches der / durch die Hitze ausgetriebenen und in den Waſſer ſteckenden groben Lufft zugefchwieben wird. |

Aerometrum, ift ein Inftrument / nad) welchen man die Leichtigkeit ober Schwere der Lufft examiniret. Es ftehet in der Mitten eine Scheibe von Bled) / intaufend Theile eingetheilet /und mit einen Zeis ger / wie eine Uhr / verſehen / welcher durch vielerhand Fleine Machi- nen umgetrieben wird ; An einer Geite dieſes Inftruments ift eine lange gläferne Röhre / die gantz mit Obeckſilber gefüllet / und ander Seite / mo ſie offen ift / feſt verbunden wird / * Roͤhre wird umge⸗ ſtuͤrtzt in ein Gefaͤß / fo gleichfals mit Queckſilber bey nahe angefüllet iſt; Nahdem ſticht man unter dem Oveckſilber das Verbunde ab / fo fält das meifte heraus / und läfft oben ein Vacuum ; nun die Schwere der Lufft zunimmt / je höher ſteigt das Qpeckſilber in dev Roͤh⸗ re / nimmt aber die Schwere ab / fo faͤlt auch das Opeckſilber nad) Pro- portion ſo weit herab.

Erugo vide Gruͤnſpan. |

Es Caldarium vide Glodienfpeiß.

Aſchbaum Fraxinus,

Afeblauch Porrum.

Aſchroͤßlein forbustorminalis.

Aſchwurtz / Fraxinella diftamnus albus,

Ks viride vide Gruͤnſpan.

Es uſtum, gebrannt Rupffer / kommt bon Kupffer = Blechen/ und wird mit Hülffe des Schweffels /und anderer Künfte zu wege gebracht. Wenn ed nach Kunft reverberiret worden / fo muß es ſich roth brechen laſſen / das gemeine hingegen bricht ſich ſchwartz.

Ktites lapis vide Adlerſtein.

Affen

—— Aff Afe-

Affen Simis, Fr. desfinges, Die meiften Fonmmen aus Africa , were den dann und wann von den Schiffern mit gebracht / und verhandelt. . Affodyliwurs Aphodelus. z J

Affolter⸗Miſpel Viſeum.

3—

Africaniſche Waaren ſeynd Gold / Perlen / allerhand Früchte und Materialien / Korn / wilder Thier Haͤute / Strauſſen-Federn / Elephanten-Zaͤhne / auch fo gar Menſchen / als welche wie das Vieh auffgekauffet / und nach America in die Dienſtbahrkeit verführet wer⸗ den: Die nad) Africa gehende Wahren ſeynd vielerhand Europäte ſche Manufadturen / von Seiden / "Wollen / Leinen / Eifen und Holtz / mehrmahlen auch nichts wuͤrdige Dinge/ die doc) mit guten Profit an die wilden Leutx verhandelt werden. Wie aber, dieſes Welt⸗ Theil ſehr groß und weitläufftig / alfo handeln auch dahin unterfchied- liche Europaifche Nationes, fonderlich hat Italien und Francreich einen groflen Handel nach der Barbaren und Eaypten. Die Holläns der / Dinen und —— befahren die andern Kuͤſten von Africa / welche an den groſſen Welt⸗Meer oder Oceano liegen / wie ſie dann auch hin und wieder auff den Africauiſchen See-Küften feſten Fuß ge= ſetzet / und Garniſenen und Colonien etabliret haben; Voraus iſt der Holländer ihr Caltel welches fie bey Capo bonæ ſpei, oder der äufferften Mittägifchen Spite von Africa / das Vorgebürg guter Hoffnung genannt / erbauet haben / berühmt / weil es ihnen trefflich zu ihrer Oft- Indifchen Schifffarth dienet / indem ſich die. Schiffe da⸗ ſelbſt mit frifchen Waſſer und Vickualien verſehen / die Kranden von ihrer Ste = Krandheit wieder erholen / und da fie nunmehro auf hal⸗ ben Weg gekommen / ihre übrige Reife defto beffer vollführen Fün= nen.” Das fruchtbahrfte Land in gank Africa ift Egypten / und zwar nur ah denen Örtern/ wo es der Nilus durchſtreichet / und durch fet= ne jährliche Ergieſſung und hinterlaffenen Schlamm die Erde fett machet / alfo dap die Egyptier aus ſolcher Uberſchwemmung / nach⸗ dein folche hoch oder niedrig / die Funfftige Fruchtbarkeit / welche ih⸗ ve Ader zu gewarten haben’ / abnehmen können. Die in Egypten- land fondersah: haͤuffig hervorkommende Früchte feynd/ beiten / Reiß / Zuder / Datteln / Caſſia und vielerhand Drogtifterenen oder Material - Wahren / fonderlich aber Mumien , oder gebalfanirte Menfchen- Eprper/ wiewol der Teufſel gemeiniglich fein Spiel bey der Überfahrt haben foll / daß er viel Ungemitter erreget / und dem a / welches ſolche Mumien ein hat / hefftig mit Sturm = Winden zuſetzet.

Die groͤſte Haupt und Handels-⸗Stadt in Egypten iſt Cairo, ſonſt auch Memphis, oder Das Egyptiſche Babylongenannt / welche drey mahl groͤſſer als Paris in Frauckreich ſeyn fol / ſie wird

EUro⸗

DE | | BE. Suropäifchen und Africanifchen Kauffleuten/ fonderlich aber von vielen Mohren bewohnet / und foll mit famtihren VBorftädten uͤber 200000. Haͤuſer / groß und klein durch ein ander gerechnet/ in tich halten. Um Diefe Stadt herum Findet nıgn haͤuffig die Badöfen / in welchen die Egnptier die Hüner Eyerzu 2. biß 300.. Stüd in einen Ofen legen / da denn durd) eine darinnn gemäßigte Hitze in wenigen Tagen junge Hünlein dardus werden. Kine andere Stadt in Egypten Alexandria, von ihren Erbauer Alexandro Magno.alfo genannt/ift Tages ein ſtattliches Rmporium, oder an der See gelegene Huandels- Stadt/ nach welcher die Frantzoſen / Hol-und Engelaͤnder groſſe Handlungen treiben / dieſer Stadt ihr Handels Gluͤckſeligkeit ſoll ihr gleich bey ih⸗ rer erſten Grundlegung / dadurch ſeyn zuvor vepfündiget worden / daß als man jest nad) Art der Bau⸗ Kunſt Linien gezogen / um dadurch den Umkreiß der Mauren abzuſtechen und zu bezeichnen / auch ſolche Linien oder Furchen damit ſie deſto kaͤnntlicher ſeyn moͤchten / mit Mehl beſtreuet / die Vögel haͤuffig und unter ſolchen viel fremde un- bekandte zu geflogen / und ſolches Mehl aufgezehretz woraus gemuth⸗ maſſet worden / daß dieſer Ort kuͤnfftig ein trefflicher Handels⸗Platz werden würde. Die ſogenannte Gold⸗Kuͤſte bey Africa / von den kleinen Gold-Koͤrnlein / welche daſelbſt haͤuffig in den Sand gefun- den werden / alſo genannt / ſtöſſet an das Königreich Guinea, Benin, Loango, Congo und Angola, und haben ſich dieſen Traum, die Holländer gleichfam als eigen vindicivet / durch das dafelbft an. 1537. unter Anfuhrung des Pringen Johann. Mauritii. don Rafau denen Portugiefen abgenommiene Caſtel 8. Georgii de laMins genannt / wel» ches lie nach der Zeit faft imprenable gemacht. Diefes ift eben die Gegend / wo ihre Africanifche Eonipagnie hin handelt/ und von wan⸗ sen tie jährlich viel Gold-⸗Sand / E rel Zähne/ Mohren Sclaven und dergleichen abholet. Was zwifchendiefer Bold» Küft und dem Porgebürge Bonz Spei lieget / gehöret unter Rthiopien / und dem Königreid) Monomotapa, und wird bon denen Portugiefen / als wel che darauf unterfchiedliche Forten haben / fleißig befahren. Zwifchen Africa und Arabia / findet ſich der groffe Meer -Bufen des rorhen Meers/ fonft auch Sinus Arabicus oder Mare di Meca genannt / in die» fem Meer / welchen etliche von dem vothen Sand / der infolchen auff den Grund zu finden / den Rahmen geben wollen/ findet ſich eine gewiß fe Pflange oder Kraut Zuph oder Zupha genannt / welches ſowol gut zum Eſſen / ald auch zum Scharlad’sfärben feyn fol. Man findet aud) darinn die Corallen⸗Baͤumlein / fo häufig / daß (le als kleine Wälder anzufehen / offt auch fo hoch aus des Meeres Grund herauf malen / dag fie über denn Waſſer hervor gehen / und denen Schiffenden viel Gefährligfeiten erregen, Vor dieſen fol etlichemahl am Tureifchen hi \

J

16 | Afr

Hofe in Vorſchlag geweſen ſeyn / den Ithmum oder die Lands Enge / welche zwiſchen dem rothen und mittlaͤndiſchen Meer iſt / durch zu ſte⸗ chen / um dadurch dieſe beyde Meere zu vereinigen / unddadurd) ei nen biel nähern Weg nach Oſt⸗Indien zu haben / daß man nicht erſt gantz Africam / wie jetzunder die Holländer thun muͤſſen / umfchiffen dörffte / allein es iſt nachgeblieben / ausllrſachen / wie einige vermey⸗ nen / weil die Höhe des Indianiſchen und rothen Meers höher als des mittelländifchen befunden worden/ und man dannenheto / mann der Durchftich gefchehen / eine Uberſchwemmung des gangen Egnpten- ſandes hätte befürchten müffen / wiewol der gelehrte Jefuit Kircherus ex principiis Hydroftaticis und denen Demonftrationibus des Archi» medis , diefer Meynung gänslich widerfpricht; Glayblicher iſt / die Türcken haben die groffe Unfoften / welchen den Ithmum zu durchgra· ben erfordert würden / gefcheuet / indem die Durchgrabung auff 40. teutfche Meilwegs lang / und zwar da wo ed am ſchmahlſten ift / hätte gefchehen müflen; Etwan mogen ſie auch erwogen haben / daß / wann diefer Sund eröffnet wiirde / die Chriſtlichen Kaufleute mehr Nutzen als ſie / die Turcken ſelbſt davon haben möchten / indem ſie die Oſt⸗In⸗ diſche Waaren zu Schiffe bringen / und dadurch die Tuͤrcken bie Zölle zu Land / und die Frachten / welche jegt die Cameele tragen müuͤſſen / derdienen fönnen / berlieren würden/ fonderlich aber mag der Ehriften ihre Erfahrenheit inder Schifffahrt / die Tuͤrcken abgeſchrecket haben / daß ſie etwann beſorget / wie ſolcher geſtalt die Chriſten Meccam und Medinam ‚alö die Begräbnis und Geburtö-Derter ihres Lugen⸗Pro⸗ pheten Mahumets defto leichter finden / und jich deſſen einmahl bemãch. tigenmöchten. Einen gang andern Vorſchlag hat der Portugielifche Vice-Roy in Oſt⸗Indien AlphonfusAlbuquerguius auff die Bahn ges bracht /diefer/ damit er der Türdenihre Brod- und Schatz⸗ Kammer / nemlich Egyptenland / unfruchtbar machen möchte/ gab vor/ man folte inAbashıa einer gewiſſen Africanifchen Landſchafft / welche ver Nil· Flug durchläuft / dieſen Fluß / weilfolcher ſchiene höherals dasrothe Meer uliegen/ab und in das vothe Meer leiten /fo wurde dadurch Egypten⸗ andy als in welchen niemahls vegnet/ gant unfruchtbar/und wegen des graufamen Gandes und Sonnen Hite gang ausgedorret werden. Non den Muͤnhen der Africaner ift zu wiſſen / dap an vielen Orten Afriex: das geprägte Geld noch gant unbekandt/ fondern fie brauchen an deffen ftat vohes und gantzes Bold / welches Ile einander zumägen/ über diefes bedienen fie jich auch Kleiner Städlein von Kupfer und Gifen / welche fie nebft andern Waaren an Goldes ftat vertaufchen / doc fol man vor einigen Jahren in Abypinien geprägte Muͤntze eine eführet haben / auff deren einen Geite der Rahme und Tituldes grofs fen Neguz oder Priefter Johannis / nebft einen Eveug mit griffen hata⸗

Ar Agi 17

Characteren zu ſehen iſt / anzuzeigen / daß dieſer Kaͤyſer ein Verthä⸗ diger deö Heiligen Creutzes ſeyn wolte. In Mauritanien ſeynd gül⸗ dene / ſilberne und kapfferne Muͤntz⸗ Sorten gangbar / und zwar hat man in Gold die Metecals, Welche an Werth ſo viel als ein Ducaten ſeyn; Von dieſen Metecals ſollen die alten die beſten / die neuen aber von den Juden verfälfchet worden ſeyn. In Silber findet man Die fo genannte Blangvilles, welche couranter als die Metecals ſeynd / und oͤhngefehr 4. Creutzer / 40. derſelben aber einen Ducaten oder 120. Frantzoͤſiſche Solsmaden.. In Kupffer ſeynd die Felours gangbar / fa eine Muͤnhe iſt / die etwann einen halben Pfenning wehrt / s. derſel⸗ ben machen eine Blanquĩlle. Die Einwohner zu Melli in Nigritien behelffen ſich / mftattder Muͤntze / mit Schnecken⸗Haͤuſern.

Agallochum vide Alods Ligmum. J ur Axaricus, Lerchen « Schwamm / wächjfet anf fehr hohen Bäumen/

die faſt den Tannen gleich ſeynd / das Holtz aber iſt roth / und hat ei⸗ nei fchönen Geſchmack; Wie denn auch aus ſolchen ein Hark / welches fo Dich ald Teryentin iſt / flieſſet / felbiges heiſſen die Walliſer beet · fchinen. Der kerden- Schwamm an (ich ſelbſt map fchön grob / groß / ieicht / weiß / undan Geſchmack ſuͤß / hernach bitter feyn / damit/ wenn er mundirt und gefäubert wird / er dennoch in groſſen weiſſen Stüden bieiben könne. Von den Eleinen Stüden kan man deu praparirten Lerchen Schwamm machen / und im Winter. chön ausfrieren laſſen. Einige theilen den Lerchen⸗Schwamm in das Männlein und Weiblein ein / das erſte iſt ſchwartz / hartündfeft/ und wann man es zerbricht / fehr faſigt; Das andere Hingegen weiß / rund / leicht und locker / bricht bald / und iſt daher beſſer als das Maͤnnlein. Dex beſte kommt aus dem Tridentiniſchen Lande / woſelbſt es viel Lerchen gibt. Im. der Medicin braucht man ihn / die ſaltzigte und waͤſſerichte euchtig⸗ keiten aus den Leib zuführen. Er wird auch unter Die Cardiaca ge: rechnet / iſt dahero vielmahls zum Thertad genommen worden. Cr purgiret mäßig. / und der Unrath / den ev abführet / gehet als ein leim fort. ;

Agat vid. Achat.

Ageratum, Coſtus hortenſis minor, Eupatorium Meſuæ, Men- tha Corymbifera, Balfamita minor, Leber = Balfam/ Malbaſier⸗ Kraut / laxirt/ und iſt gut wider die Gelb · und Waſſer⸗Sucht. In denen Apot hecken hat man das Gewaͤchſe mit Blaͤttern und Blu⸗ men / man nimmt aber an deſſen ſtattnur dad Eupatorium.

Agio iſt der Auff⸗ Wechſel / den ein Kauffmann Auff · Geld gibt / ver⸗ ſtehe / derjenige welcher ſchlecht Geld hat / und gutes dargegen haben molte/ da er denn gehalten iſt / ein gewiſſes auff das hundert Auff · Geld zu geben / z. Eaauff ioo. Rihlr. wen drittheil-Stüd 25. his 30. ſo er

100,

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4

ꝛöz3z3 Agl Annnn 100, Rthlr. harte Species dargegen haben wolte; wer nun dergleichen Lagio über feine fchlechte Geld Summa nicht zu zugeben hat / der muß ſich folchen aus der Haupt⸗Summa feines ihlechten Geldes fürs gen laffen / in welchem Fall aber die Berechnung ſolcher Agio anders als in jenen per Regulam De-Tri Vor genommen wird / indem nehm⸗ lich bey Kürgung des Agio aus der. Haupt · Summa die bedungene pro Centum porn in den erften Satz mit angeführet werden. Vide ein mehrers hiebon in fo vielen Rechen⸗Buͤchern / item, unter den Wort Lagio. |

Agley vid. Agbilegia. Ä 7 i * ein Banım / gibt erſtlich denen Kauffleuten die Wolle / unter welchen ſon derlich die Polnifche Lamm⸗ Wolle Hoc) zfttmiret / haͤuffig auffgekaufft / und nach Franckreich verſandt wird / da ſie dieſelbige den feinen Wollen» Manufadturen gebrauchen ; Und zweytens das Fell / welches in Mofcau und der Tartarey von fo zarter feiner und theils Kohl· ſchwartzer Fraufer Wolle fällt/ daß mar an die Muͤ⸗

n feget / und, ſo lange ein Stud daran iſt / allezeit krauß und zierlich

in gekrollt behalten fan. Es dienen auch die Lämmer⸗Fell zu den feinen Frauenzimmer Handſchuen. Und in dene Apothecken hat man unterfchiedliche von den Laͤmmern zubereitete Stuͤcke / welche —— fen Nutzen in bielerhandLeibs⸗Beſchwerungen gebraucht werden. Bon denen auff den Bäumen wachfenden Laͤmmern jiche unter dem Wort . Boranetz,

Agnus Dei, somit bey denen Papiften die Altäre indgemein ausge⸗ zieret / obderfo jemand eines in Eleinever Form beſihet / ſelbiges ana Hals getragen / oder auch fonft (weil man ihnen eine fonderbahre Er zufchreibet) ehrerbietig verwahret wird / nach den bekandien

Balfamus & Cera munda, cum chrifmatis unda

Conficiunt Agnum, qvod munus dotibi magnum,

Fontevelut natum, per. myſtica fandtificatum,

Fulgura deſurſum depellit &omne malignum. .

Peccatum frangit, utChriftifangvis,& angit, .

Prægnans fervator , à partus liberatur,

Dona parat dignis, virtutem deſtruit ignis.

Portatus munde de fluctibus eripit undæ.

Es kommen aber dieſe Agnus Dei nicht anders in den des Kauf⸗ end und Verkauffens / als wenn etwann ein fon eyferigen: holiſcher ſolches zu feiner Devotion zu gebraudyen / odebaber ein

courieufer Liebhaber ausländifcher: Raritäten ein von dieſen oder je⸗ nen Papft geweiheteö Agnus Dei in feiner Kunſt⸗ und Raritaͤten⸗ Tam⸗ mer zum Angedenden beybehaͤlt. Mit welcher Einweihung es fol⸗

gender

Aan Aar

19 der Geftalt zugehet: Der Sacrift des Papſts mit feinen Capellä- derbe Bet gehen: 2 / Cereum Pafchaldm ‚fo dag —— ne worden / vermiſchen ſolche unter ander Wachs / und hernach kleine Scheiben daraus / die man Agnes Dei nennet/ Seil ſie ra er es eines die Fahne tragenden Lammes ab- gebildet haben / diefe wächferne Scheiben nun werden den Papft am Oſter⸗Wittwoch in fein Gemach gebracht / alsdenn ſegnet er erft einen . fen Zuber voll Waſſer / und gieffet im folchen/ mit creutzweiß ge- gta = en Er Ace oa alödenn ſegnet er aud) die Ma cheiben / und febe ich / mit einen einen Tuch umgethan / zu den Waſſer era die Wachs ⸗Scheiben / pie Sammer —— been müſſen / hierauf werben ſolche von denen Daben ——— und ——— —— bon den Papſt abermahl einige e daruͤ —— d die bereitet / und. werden des Gonnabends de Pi

Agni Caſti vel Viticis Semen, Schaaf-Müllen / Keuſch· Baum / —* Gewaͤchſes gibts zweyerley Ges ſchlecht: Eines waͤchſt wie Straͤuche mit Purpur⸗ weiſſen Bluen / ein Geſchlecht aber iſt gan; ⸗Farb / die ie Blätter gleichen ſich den Weiden / weiß-grau/ haͤngen allezeit fuͤnff an einander / und bei in zuulicher Menge ihre lben welcher in

Gröffe wie Pfeffer wächft, Saamen wird aus Welfch⸗ land verſchrieben / er wird uch um * gefunden / aber wenig. Dieſer Saame treibt den Urin eit / mehret die Wil,

und fteuret den Veneriſchen wes wegen er auch den muͤß i⸗ gen Pfaffen und Bann rar wird; Aus den Saamen machet man in denen Apothecken eine Emulſion, bie in Affedtibus fe- minalibus& gonorthais gebraucht wird / ſo bon —— des Saa⸗ mens hertühren / wie Fuge) denn auch den Hanff⸗ Saamen darzu re- —— weil aber ſolcher Vim Numsotionch at/ ift er gefähr-

* —— Kanpöl ſch du verjus, iſt der aus unreiffen * und durchgeſeigete Safft / welchen man in zu⸗ Are oder Bouteillen faffet / und im Fall er lange Zeit en einwenig frif Baum + oder Mandel⸗ en / fonft ſchimmelt er und verditbet, | ſteinigt und ſaurer Weinſtein. n⸗Ampffer / Acetofarotunda, Oxalis rotunda. nen vel Agvifolium, Hex aculeata , baccifera , Rufeus ars boreus , Gtech⸗Bauum / Wald⸗Diſtel. Der Trand aug den Blätterg wirdin Geiten-Stedeu und Huftengebraudt. Rz Agri-

20 Age Agt Agrimonia,Eupatorium qvafı Hepatorium græcorum, Aber oder Oper: Mennig / Leber · Kletten · Craut / wächft hin und wiebet auf dei Tiefen / ift ein bewährt Leber / Milg- und Bruff-Kraut. Su den Apo⸗ theden hat man babon das deftillirte Waſſer / und den Gafft aus den EN und Blumen/-den Syrup aus den Safft / und das Saltz aus der t. u Agrimonia Sylveftris, vide Anferina. ‚Agrioriganum, vide Origanum.. Ä Agt⸗Seein / gelber Succinum citriaum, der weiffe album, vide Succinum, . .. X Agt⸗ Stein * Gagat⸗Stein / ſchwartzer Lapis gagates, Vom den Fiuß Gagat In Lycia alſo genannt / hei timlatkin Ambra nigra, auch wol Succinum.nigrum Franhöſ. Agathe, Spanifd) EI- zavie. Oft ein ſchwartzer / glatter und glängender Stein / von einer öligten Subftang / welche / wie Rulandus fagt/ auß den Felſen flieſſet / and Steim oi genennet wird / ober auch von ſubtilen Naphta / wel⸗ ches den Stein ſehr gleich iſt / odervon natürlichen flüßigen Erd⸗Pech / welches mit der Naphta uud den Stein⸗Ol einerley iſt. Der beſte Gagat-Stein iſt der / welcher / wann et an das Feuer gehalten wird / wie ein Berg Pech brennet. Kulandus ſetzet davon folgende Geſchlecht: (1) Thraeius lapis, teutſch ſchwartzer Agi⸗Stein. (2) Lirhanchrack, welches ein Erd⸗ farbiger Stein / aus Naphua und Berg-Ped) uſam⸗ men geronnen. Und (3) die Stein⸗Kohlen· Die Tugend d teins ſoll darinn beſtehen / daß wer n bey ſich trage / ſicher ſey vor naͤchtlichen en.“ Item, ſoll er auch anzeigen / welche Jungfer annoch ihre Jungferſchafft Habe oder nicht. Den gebrochenen Stein wieder zuſammen zu fücken / ſo beſtreich bie Studemit Lein-DI/ Halte ſie an das Feuer / und fie fo warm zuſammen. Daß des t-Stein wie fo weich werde / und man alle Formen in den⸗ felben deuten konne / fo leget man ihn nur in heiſſes unverfchäumtes Mache. Einen falfchen und doch dem wahren gang Agt⸗ Stein zu ſo ninum Terpentin ſo viel du wilt / ſeud ihn in ei⸗ nen gläfern Pfännlein mit ein wenig Baum-Ol/ rühre es / bis es fo dick wird als ein ſtarcker Brey / geuß es alsdenn aus worinnen du wilt / laheds. Tage an der Sonnen ſtehen / fo wird ed klar und hart / daraus drehet und macht man/ was man will. Item, nehmt is. Eyer⸗ Dotter / klopfft ſie wohi mit einen Löffel/ that dazu 4. Loth Gummidra- Bicum, :. Loth Gummi Copal, die Gummi zerſtoß zu Pulver / und mi⸗ ſche fie unter die Eyer » Dotter / laß die Gummi wohl ergehen und euß es in einen wohl glafurten / laß eds. Tage ander Sonnen nunderharten /fo wirdesaldein Glas / fo mans veibet/ ziehet es auch Halmen. >: * | Aha.

*

Aha Ala 21

Ahaliab ein Sohn Ahiſamach / don Stamm Dan / ein künftlicher Meiſter in Erg- und Stein⸗ Arbeit / vide Bezaleel.

Ahien werden aus den beften und feinften Stahl gefchmiebet / und zwar überaus glatt und rein inder Stangen / theils rund / theils vier⸗ eckigt / gegen der Spigen aber Spieß⸗eckigt / als denn auffdie Schleiff⸗ Mühl gebracht und in Stangen und Speere geſchliffen / nach dieſen en oder Degen-hart mit befondern Fleiß gehärtet / damit fie einen

/ hierauf bringet man ſie noch einmahlauff Die Si ſchoͤn hell poliret und völlig ausgemachet werden. Die Battungen der Ahlen feyndunterfchiedlich / und wann ſie ſortiret / nicht —2 Ahien fondern Orth et; foldennad nennet man —— —— der Ahlen Gap - A weil er die. Schuh⸗ Mader zum Steppengebraucen ; dieetwas e Doppel⸗ Orth / andere von zimlicher —* und Staͤrcke / Abſatz —* eh: fie an den Augel einen Abſatz haben/ und werden die fo genannte Abſaͤ⸗

Bean en ggg Ping eine noch gröflere und fehr ſtav⸗ 2 Art der Ahlen / fo ebenfals bey den Anfang des Angels.einen Abfag haben / Bennet man "Sabre / el ie Abfähe ber Schuhe damit gelo- . chet / und fodann die hölgerne werden. Die al»

und ſtaͤrckſte Ahlen Haben vornen in den Speer ein laͤngliches

/ durch welches ein Neh⸗ „Riemen aeg zogen werden kan / und weil

dich die Sattler derfelben am meiften bedienen / als führen fie den.

Rahmen Sattler-Eifen. Nach diefen finden ſich noch zwey beſonde⸗

re ——— en der Ahlen / davon die eine gantz rund iſt / und weil

ſie die Bud Binder nur allein-nugen / Buch⸗Binder · Ahlen heiflen;

Die andere Gattung führet den Titul der Frantzoͤſiſchen und zweyſpi⸗

tzigen Ahlen / haben auf beyden Seiten Stangen und Speere in der.

Mitten aber einen Knopff oder Abfap / und werden in Teutfhland

nicht ſondern —* en Franckreich und er. wit aud in Italien verführet.

Ahorn · Baum / Acer. -

Ahorn / Platanus.

Ai / Ein Thier in Brafilien diefes Nahmens / ſonſt auch Ignavia

oder die Faulheit genannt / indem es gan langſam —— und des

Tages kaum uber so. Schritt weit kommen foll / daher es von den Hol⸗

laͤndern Luyart, von den Portugiſen Priguiza genennet wird / in ſei⸗

ner Heymath heiſſet es Ai · Sein Geſchrey ift wunderlich / und wird

—2 / daß es die ordentlichen Viuſic ⸗Thoͤue / eine gantze Octax / tu

Ajupa vid, Chamapitis, d-Enpref,

. majus, vel ar Se Co majus, groffe Haußwurtz. Algbafter/ Alabaſtrites lapis, denen Alten —— des gr»

22 Ala Marmors gerechnet worden / welchen er auch 7 dem äufferlichen Auſe⸗ hen nach / vermittelſt ſeines Glantzes / und der zierlich durchgezogenen Adern und Striemen / ſehr wohl gleichet / an der Haͤrtigkeit aber viel weichet / wiewol auch nicht zuläugnen / Ba ein Marmor härter ſeyals der andere / in welchem Stücke auch eine Art des Alabafters.die ande». ve übertrifft / dahero denn vor Zeiten unterfchiedlidye Arten des Ala- "Bafters befandt gewefen / welche theils von den Ort / wo ſie gegraben/ theild von der äufferlichen Farb / ihre Benennung erhalten / insgemein aber in dreyerley Sorten beftunden/ davon die erfte weiß / die andere roͤthlich / die dritte grünlicht wars. von der legtern zuerſt zu melden / fo hat jie der ( in diefer Wiſſenſchafft wohl erfahrne } Boerius vor den unsannochbefandten / und in Meiſſen brechenden fo genannten Sera pentins oder Schlangen » Stein / welchem eine Bezoardiſche Krafft / und daß er feinen Gifft leide / zugefchrieben wird / daher: auch unters. fchiedliche Gefäfle von Bechern und Schüuffeln / infonderheit aber die fo genannte Eolic-Steine daraus gemacht werden / weiche / defto fug⸗ * auff den Leib zu legen / gewas ausgewoͤlbet Indy und fo (te in ars. men Waſſer wohl erhiget übergefchlagen werden / bringen ſie ins Stein: Schmertzen und Bauch» Grimmen empfindliche Linderung. Sie übertreffen / der Härte nach / den Alabaſter ſehr weit / daher ie auch / und zwar mit beſſern Recht / unter die Arten dev Jaſpis gezaͤh⸗ let / und die Lapides Nephritici. oder ſo genannte Gveiß-Steine vor die befte Art derfelben gehalten werben: Die andere und zwar etwas vörhlichte Art des Mabafterd wurde Onyx genannt / nicht daß ſie den harten Onychftein gleichen folte + fondern weil dieſes Wort einen Ra⸗ el bedeutet / und-der Stein einem: lebhafft-gefärbten Nagel an dev Sand eines gefunden Menſchen ſehr aͤhnlich ſiehet. Die dritte Art iſt die ſchoͤnſte und beſte / indem ſie zart / vein und fchön weiß / hisweilen aber auch graulicht iſt. Ohnweit Theben ſoll / wie gedachter Boetius angemercket / noch eine andere Art von. Alabaſter gefunden werden / weiche mit guͤldenen Punckten eingeſprenget iſt. In dem Arabiſchen Gebuͤrg hat man den Alabaſter am erſten gebrochen / nachmahl aber in Egypten / ſerner zu Damaſco in Syrien / und an unterſchiedlichen Drten in Italien, Heut zu Tage wird er auch Hin und wieder in Teutſch⸗ (and gegraben / fonderlich zu Nordhauſen / und in denen Hochfuͤrſtl. —2— Bamberg » und Hildesheimiſchen Landen / wie auch zu insheim / wofelbft fehr groſſe Stücke / eines halben / auch wol vier/ echs bis * Eentner ſchwer / umer denen Weinbergen ausgegraben werden / doc) iſt er als denn gank ſchwartz mit Sand und einer-unvei- ner Rinde überzogen / welche aber / wann ſie abgenommen wird / die Weiſſe und Reinligfeit deſſelben eutdecket / je veſter / weiſſer und mit vielen Adern der Alabafter gezieret iſt / je beſſer und ſchoͤner wird er *

Ad 23

halten / fo er aber nad) Art des Horns durchfichtig ſcheinet / iſt er ge⸗ meiniglid) gebrechlid und daher veraditlih. Die Nutzbarkeit des Alabaſters betreffend / melden Strabo und Plinius, da man daraus allerien ſchoͤnes Saͤulen⸗Werck / wie auch verfchiedene Geſchirre / ver fertiget habe / allein noch lange zuvor wuſten die Griechen und Roͤmer ſelbigen noch auff eine andere Weiſe zu nutzen / und ihre koͤſtliche Bal⸗ ſam uud Salben / womit ſie bey ihren Gaſtereyen ſich ſchmuͤckten / im Alabafternen Geſchirren auffzubehalten / fo daß auch viele der Mey⸗ nung ſeynd / es ſey das Gefaß / fo die Suͤnderinn über den Haupt uns ſers Henlandes (nachdem (ie feine Füffe daraus mit föftlicher Salbe gefalbet) zerbrochen / nicht don Blas fondern von Alabafter geweſen / wiewol das vielen wahrscheinlicher zu ferm bedundet. Heut zu Zage wird fonderlid in Rürnberg fehr viel Alabafter verarbeitet/ . und daranszierlice Crucifixe / auch andere wohl und fehr proportio- nirlic) gemachte Bilder gefchnitten / zierliche Leuchter / Krũge / Bes her und Flaſchen / mit ſehr ſcharff und fleipig gedreheten Gewinden verſehen / Schiffel und Schalen / Saltz⸗Faͤſſer und anders nugbares Geräth / infonderheit aber verfchiedene Gattungen bon Käftgen und Buͤchſen verfertiget / welche fie auch nach "Belieben mit unterſchiedli⸗ chen Farben zu zieren und zubeisenmwiffen. Der Abgang von diefer Arbeit wird gebrem et/ und zu Gips gemacht / damit alödenn die ſchoͤnſten Zimmer überzogen / mit davon formirten Bildern ausgezieret / und zu vielfältigen Nutzen ferner angewendet werden. Man verfaufft ſolche Alabaſter ·Waar inRürnberg nach den fo genanne ten Guͤlden⸗Werck / aud) wol ſtuͤckweis / und ift infonderheit vor die fen viel Handeld nad) Spanien damit gewefen / von wannen weiter nad) Welt- Indien gegangen.- In Schweden und Dännemard ift auch noch zimlich etwas abzufegen / weil dafelbft Feine Meiſters / die in dergleichen Waaren arbeiten / gefunden werden. Alabaftri gennet man diejenigen grünen Kräuter / welche bie Blu⸗ men umgeben. N Aland» WOurs / Enulæ, radix Helenum, wächft aller Orten und imlich viel um Nürnberg herum / ſie wird Bläs weiß geſchnitten / und arck abgedörrt / ſonſt lauft jie gern wieder an/ und wird ſchimmlicht. Alsun / Alumen, qvafı dans lumen ‚wird bor eine Bitterfeit der Erden gehalten / und ift ein mineraliſch Salt / welches / wann es er⸗ hartet / faft einen Ehryftallgleichet; Es jeynd aber des Alauns s. ge> bräuchliche Gefchlechte / als / Alumenrupeum , Alunde Roche, diee feswird ſowol feiner Bortrefflichkeit- wegen vor andern alfo genennet/ als auch / weil es aus denen Felfen gebrochen wird. Alumen plu- meum oder pluwoſum, fonft aud) Amianthus lapis, Federweiß / Erde Flachs „genannt / wird in —— ſonderlich in and l 4 age

24 | Aa’

Den Saltzburgiſchen und Tyrol gebrochen / hat einen etwas zufanimen zie⸗ benden Gefhmad / dadurch es von dem Federweiß unterſchieden wird / alö welches gantz keinen Geſchmack hat / fo Verbrennet auch das Alumen plumolum durch des Feuers Gewalt / und gehet in die Lufft / das Federweiß hingegen iſt unuberwindlich / und kan ihm das Feuer nichts anhaben / wie man dann auch Garn davon ſpinnen / und Beu⸗ tel daraus machen kan / in welchen der Alaun ſchmeltzt / der Beutel aber unberletzet bleibet / der beſte Federweiß muß fein muͤrb / weiß / glatt / rob und leicht ſeyn. Alumen Scilſile iſt etwas ſcholligt / wird auch onſt plamoſum oblongum genennet. Zuccarinum oder Saccha⸗ rinum, Zuder-Alaun wird aus Alaun / Eyer⸗Weiß und Rofen-Waf- fer bereitet / und in Eleinen Zuder-Hüts- Formen formiret: Alu- men Catinum , Weid-Afche / gehöret zwar nicht zu obigen-Minera- hen / indem es aus Holtz und einen gewiſſen Kraut / Waid · Kraut ge» nannt / eben wie die Pott⸗Aſche gebrannt / gelauget / und wieder ein · geſotten wird / jedoch haben wirs des Nahmens wegen hicher ſetzen wollen. Alumen Fecum, Truſchen⸗Aſch / wird von Wein⸗Hefen gebrannt / und zu einen ſcharffen Saltz calciniret. . Daß das Alumen Rupeum eine irrdiſche Bley-Minera, Kreiden Art ſey / welche durch den ſauren Spiritam ſulphuris auffgelöfet / und in ein drittes Weſen eoagaliret worden / beweifet Schröderus:in. feiner vollſtaͤndigen Apo⸗ thed lib. 3. cap. 14. wofelbft er ferner meldet / dag wie der Spiritussul- phuris die Mineram Martis friſſet / und in ein Vitriolum bringet/ alfe zernage er auch) die irrdiſche Bley-Mineram, daß ein Alaun daraus werde / es geſchiehet auch offt / daß Vitriolum und Alaun in einer Mi- nera gefunden werben / dannenhero auch die Kreide / wenn. mau ſie in Spiritu fulphuris aufflofet und coaguliret / ein Alaun wird / ed wird aber der Stein-Alaun nicht nur aus Steinen und Alaunichten Erden / fondern auch aus den Maun-Arten vernsittelft der Infulion und Ko⸗ ung bereitet / wie folches fonderlich in dem groffen Schwedifchen A⸗ laun- Werd in Schonen gefchehe / davon beflehe der Länge nach unfern Schwediſchen Kauffmann p. 364. wofelbft wegen der Rauffmannfchafft mit Alaun angeführet wird / daß die Tonne Alaun von A. 1704. bie da wir dieſes ſchreiben / is. bis ı7. Thaler Silber⸗Müuntz ver⸗ auffet worden / jeden Thaler Gilber-Münp zu 32. Stüver gerechnet / machet & 17, Thaler S. M. 27. Carolin 4. Stüver/ hierzu kommt noch bie Fracht an die Bauren / um die Tonnen an die See-Örtter /rals Malıno oder Aftedt/ zu führen / wofelbft ſie eingefchiffet werden / ſamt andern kleinen Unkoſten mehr/ in circa 2, Carolın 3. Stüber/ ehe eine Tonne Fan ins Schiff gebracht werden. Der Apotheder ihre Bereitungen und bereitete Städte aus den Alaun beſtehen in Cryfal- kilrung/ Calcination oder Brennung / Sublimation , un

Alb Alc, 25 und dubti Machung. Die dadurch bereitete Stuͤcke ſeynd des Alauns Phlegma und der Spiritus / der ſuſſe Alaun⸗Spititus, Magıfterium oder Spiritusalumiflis mag iſtexiatus, Saccharum aluminis , dito ex- tradtum &c. | :

Albanum vinum, Wein von Alba / waͤchſt bey der Stadt Alba iin Päpftlichen Gebiet / und wird in Ron am meiften getrunden/ jedoch mehrderblandelsrothe.: =". 0

Alber⸗Baum / Populus: - we |

Alber-Anopff / Oculi populi, .

Alb- oder Alpgarapffel⸗Wurtz / Eupatorium Diofeoridis,

Alb Hahnen⸗ Fuß / Kanunculus Bulbofus.

Alb · Sanſtkel / Sanicula Alpino.

Alb⸗Gauch⸗ Blum / Cardamine Alpina,

Alb⸗Roſen / Chamærhodendros, Alpina latifolia,

Aib-Schoß / Lapis Lyncis, ——

Alb· Schluͤſſel⸗Bluͤmlein / Auricula muris, Paralyſis Alpina.

Album Græeum, weiſſer Hunds⸗Koth. WER

Alcaheft, qyafı alcali eft, iſt bey den Chywicis dad allgemeine

Menftruum ſolvens, welches tuͤchtig iſt / alle Eörper auffzulöfen / daß aber ein ſolch Menftruum ur zu finden ſey / Kan daraus bewieſen werden / weil kein Gefäß. zu inden / darinn es möchte auffgehoben

werben. - J —J

Alecali heiſſt eigentlich dad Saltz aus der Aſche des Krauts Kali ger zogen / kommt in groſſer Menge aus Egypten nach Venedig / uud wird daſelbſt zum Seiffen⸗Sie den und Glass Machen gebraucht / man koͤnte auch Gleichniß · weiſe ein jedes Kraͤuter + Saltz / ſo aus der Aſche der Kräuter gelauget werden / ein Alcali nennen. |

Alcea , Sigimartö- Wurtz / Morgenftern / Augen-Pappeln/ wächft viel in Ungarn/ wird vor die Blödigkeit der =. am Hals getragen,

Alees ſonſt auch Eqvicervum genannt / ein Thier mit geſpaltenen Klauen /.in der Groͤſſe wie ein Hirſch / in den Apothecken hat man da⸗ von das Horn und die Klauen / vide Elend.

Alchymia, vide,Chymia, item Lapis Pbilofophorum , unter welchem Achtern Wort ausführlich von denen fo genannten wahren uud falfchen Achymiſten / ſonderlich aber diefer lehtern ihren bielfältigen Betrie« are arbanheNk/ und ein gantzer Catalogus derfelben angegeben wird. | | Alchimiſla, Leontopodium⸗ Brancha velpes, vel planta Leonis, Sinau qral Sonnen: Than / Loͤwen⸗Fuß / Bülden-Bänferich/ Ma: vie Mantel / wächft gern au naſſen Orten / die Blätter confolidiren/ heilen ziehen, zufanımen / äufferlich bedienen ſich deſſen die Jung⸗ frauen/ un die Brüfte hart und machen / waͤnn ſie ne wii

s

J

——

—E Alk Ar

Em ein Tichlein in dent Decodto anfeuchten / und des Nachts daruͤber le⸗ en / ja die Geſchwaͤchte lartiven ſich gar damit ( daß / warn ſie ein d davon machen / und darein ſitzen ſolches Ihnen die Jungfer⸗ ſchafft wiederbringe. | Alchitrum, Wacholder⸗ol / flieſſend Hartz / zuweilen heiſſt es auch præparirt Arſenic. N | Alchol eder Alcohol, daß allerfubtilfte und feinfte Pulver / ed ſen von Wurtzel / Kräuter oder Steinen / wovon es wolle/ zuweilen be deutet es auch einen hoch redtificirten Spiritum vini , vide Pulver, Alcibiadum, vide Bugufao. a; SE Alcoolifatio, iſt eine Chymifche Arbeit / harte und dichte Materia- lien in ſehr fubrileufd unbegreiffliche Pulver zu bringen‘ und die Gei⸗ ſter von den unreinen zu fepariven / daher kommts / daß man den re- Aificirten Wein⸗ Geift Alcool vini nennet. Aledtorius, vide Cappaunen⸗Stein. Alexandriniſch Anımey/ Ammium Creticum, Alexandriniſch Wermuth / Abfinthium Ponticum. Alexandriniſch Hartheu / Hypericum Alexandtinum. Alexandriniſch Senet / Fol. Seunæ Alexand. Alexipharmaca. Alexiteria, Gifft⸗widerſtehende Artzeneyen / der⸗ gleichen ſeynd: Rad. Angl. olsnity. Hb. carduibenedict. rut, Salv. bacc, funip.myrrh. Camphor. ſuccin. Terra lemu. ſigill. CC. Magiſt. Spin. viperar. Balf.fulph, Theriac, Mithridat. Spirit. Ebur, CC, ol, Cir. Rut. Salv. & RE ' Alexipyreticum, vel Alexipyretos ; Sieber bertreibenide Artzeney⸗ en / dergleichen feynd: Rad, gentian. Cichor. Chin, Chin, Caflia ca- ryoph. coſt. ver, Lign, colubrin. Eff, abfinth. compos Cinnab. na- tiv. & antimonium, Sal. febril: Mynfing, Card, bened, Nitr, Tart. Vitriol.agva febrif.Mynf.&c, | JR Ä Alexiterium, bertreibet und gehet meiſtens die Gifft der Thiere an. Alfadidam , der Schaum von Silber / Rupffer oder Eifen. Algeroth heifft Mercurius Vitæ, itemSuccinum Antimomi. Altcanten / eine Stadt in Spanten / im Koͤnigreich Valentia geles gen. Gie treibt groffe Handlung mit Mandeln / Oi / Roſinen und andern Früchten / fonderlich mit ihren Vino Illicitano oder Alicanten⸗ Rein / weicher ſchwartz pon Farb / füß von Geſchmack / und ſtarck wie aller Spauiſche Wein ift. rn Alieniven/ Güter peräuffen/ entfremden / von abhanden bringen. Aliſma, Mentha Sarracene.."""- ° TH

4

Alkannæ vel Anchuſæ Radix, fremde rothe Aſchen · Zungen⸗Wur⸗ hel / wird nicht viel in Artzeney / aber zu äufferlichen gewiſſen Farben in der Mahlerey und Wachs⸗ poliren haͤuffig verbraucht / es * aber

| even

Alk All 227

deren gar unterſchie dliche / und zwar immer-an einen Ort beſſer als am andern/ aus Franckreich kommet ſehr viel / die gute wird uber Ita⸗ lien her gebracht / ſit wird zwar auch haͤuffig in Te nd / abſon⸗ derlich um Maͤyntz gefunden / Ntaber an der Farb untauchlich; Dieſe Wurgel will ſonderlich einen duͤrren Erdboden haben. Alkekengi Sofanum Veftcarium, Halie acabum, Juden⸗-Kir⸗ ſchen / Boborellen / rother Nachtſchatten / wird hin und wieder in Gaͤr· ten angetroffen. Dienet vor Stein⸗ und Rieren⸗Weh / die Wurtzel in Wein gehangen färbet denſelben roth. In den Apothecken hat man das deftillirte Waſſer / Tincturam, und die Trochifcos von den Ju⸗ den-Kirfchen 7 ſo mit und ohne Opio zubereitet werden. ! Alkermes j.VYide Chermes. | ‚Alleloja, videsseesofellas, | Allarmanns⸗ Harniſch / dad Männlein heiſſt Vitorialis longa, das Weible in Vidtorialisrotunda. | * Alliaria, Alliaſtrum, Thlaſpidium Cornutum, Pes aſini, Scor- dotis, Knoblauch⸗ Kraut / Leuchel / iſt gemeiniglich bey den Zaͤunen und an Baͤchen zu finden / ſoll den Harn treiben / und den Gifft wider _

f Alligations-Rechnung ? Fari auch wol eine Sc nung tirulivet werden / maffen ſie in gewiffer Bernteng- und Zuſam⸗ menfeßüng unterfchiedlicher und im Preif oder Gehalt aud) difteren: ten Waare / ein unfehlbahres Reglement vorſchreibet / und ge wiß lehret / wie viel man zu einer etwann begehrten Qyancität don: ei» ner jeden Sorte folher Waaren nehmen) und durch einander ſchmel⸗ gen / gieflen / werffen oder vermifchen muͤſſe / daß etwann die Mare Silber ins feine fooder fo viel Loth halten / oder die Ahm / das Schiff: Pfund oder die Laſt / fo oder ſo biel durch einander gelten foll. Wie⸗ wol hieraus eben nicht folget / daß eine jede Bermengung zur Alliga- tion gehöre / oder daß da / wo eine Bermengung iſt / auch fo fort eine Alligation ſey / denn warn z Ei der Silber⸗Schmid unterſchiedliche Suber⸗Stuͤcke von unterſchiedlichen Halt nur bloß hin in den Tigel fe-

bet und zuſammen ſchmeltzet / da ift zwar eine Bermengung aber doch

keine Alligation , dann er bindet ſich ſttzo an nichts / fondern er findet

nachmahls Vie Marck durch zinander fo fein ald ihm dieſelbe alle in

einander geſchmoltzene Stüde geben können / und fo geht es auch in

bloffer Bermifchungandere Waaren /ald Wein + &eträide und der⸗

gleichen ; Wann aber der ———— nuterſchiedliche Silber⸗

Stücke vor ſich hat / ex. gr- i Gtuͤck / davon die Marck io. Loth / und

ein anders / wobon Die Marc ı7; Loth ins feine haͤlt / und will von die⸗

fen beyden Stuͤcken 30; Marck zuſammen ſetzen daß die Marck ins

feine jun. Loth halten / da iſts gar eine andere Sacht / maſſen er Pin of alhier

\ 4 \ * \

28 AIR“. Alfjier der Usa öder Alligation gebrauchen / und alfe juſt berechnen‘ maß / wie viel er von jedem Stuͤct befonders nehmen moͤge / daß der begehvte Halt vom’. Rorhunfehibahrerfolge. Iſt alſo im der ſchlech⸗ tein Bermengung ſchon bekannt / mie vlel Marck / Ahm / Laſt ac. von jeder Gattung ſo vermenget werden ſollen / verhanden ſeyn / in der Alligation aber muß noch erſt geſuchet werden / wie viel Marck / Ahm / Laſt ec dor einer jeden Sorte zu einem gewiſſen Werck genommen werden müffen. Hat demnach die Alligario mit Fug den Nahmen. Aliga oder aballigande, das ift / von Anbinden / ober willen Ver⸗ bindung / weil unterfchiedliche Zahlen in einer einigen Zahlsleich am verbunden / und mit derfelben conferivet werden / mir hierunter der Alligations - Auffgab (ich augenſcheinlich auffthun wird: dann ſchon eine bloſſe oder ungebundene Vermengung gar keine Alli- gation iſt / fo fan doch diefelbe als eine Vorbereitung und kunfftige Hand⸗Langerinn zur Alligation paflivet werden / zumahl da ſie alle⸗ mahl die Proben der geſchehenen Alligation machen / und wohl zuſe⸗ hen muß / ob auch alles richtig eintreſſe. Folgende Auffgaben ſtellen demnach vor / erſtlich eine a | Blrloſſe Vermengungs Rechnung. Als einer feget in den Tiegel 25. Mar Silber à 115. Loth/ under: Marek 1145. Loth / die Marek fein / wie Hält nun die Marck fein durch einander? kac ia. Loth. Twiarck Loth Mark? Fac, a874. Loth. Mar ah . Marck? Fac. 725. Loth.

30. Marck 360. Loth. | Ä Ergo. Mad 12.20), —F Notandum.

Trempein wird kein Abgang im Feuer confiderivt. Manna.Mark ro}. Loth/ z Mard di nz. Loth / und. Mard & 15. Loth / zuſammen geſetzet werden / wie viel haͤlt dann die Marck fein durch einander? Facit 14. Loth. |

Die reihte Alligation , welche von denen Gold-Schnieben die Beſchi⸗ ung des Tiegels genennet wird/ wiewol ſie eben nicht allein in Zu⸗ ſammenſetzung der Metallen / ſondern auch anderer Kauffmanns⸗ Waaren gebrauchet wird / verhält ſich folgender Geſtalt

Ein Silber-Schmidt hatsorund ıLöthiges Silber / will davon ein Werck beſchicken / das zo. Marck wägen / undız. Loth (die Marck) ins feine halten folL/ wie vielmuß er von jeden Silber zu dieſen Werd in den Tiegelfegen? Facitız, Mare von dem id⸗ und is. Marck von demiy⸗Lochigen Silber. | In

Bey dieſen ſchlechten Vermengungs · wie auch folgenden Alligations-

nich ———

Sin der Operation der Alligation muß man folgender Beftalt ber»

[1 10. 2. 13, Lothf! rn Loth Pr „f . f Die Zahl worauf die Frage zielet/ und womit die übrigen ligfret oder verbunden werden follen / Cald hier 13.) fee born zur linden Hand / die verhandene Sorten aber / fo bermenget werden follen/ (als hier oben io. und ıs. Löthig) Melle nach der rechten Hand abmerts unter einander / ligiveund fubrrahite alödenn die 13. don denen unten chenden 15. und ſetze die überbliebene zwey zur Geiten der oberen (10,) ferner fubrrahire 10. bon nz. (meil 13. don 10, nicht genom⸗ menmwerden kan) und ſetze die reflivende 3. bey die Ünterftehentde ır. die 2. gefundene Relidua oder Differenrien 2. und;. (thun zufammen «.) geben die Proportional-Zahlen zur Berechnung diefer Auffgaben/ und sollen fo biel ſagen daß wann man bon dem 10. Löthigen Güber 2. Loth fo müffe man von deu 15. Loͤthigen 3. Loth dabey nehmen / etman: J * Loth 30. Marck / 2. Loth? F. u2. Marck von io Loͤthigen. . Loth 30. Marck / 3. Loth F. is. March von ız- Loͤthigen. 1 Proba, —* 1. Marck 10. Loth 12. Marck? age 1. Marck 15. Loth 13, Mat? F. 270 Lo Sum, Mard thut z00. Loth. Ergo chũt Marck —13.Loßt durch einander. Unter vielen Merdlwůrdigkeiten /welche alhier anzuführen / der Aaum nicht verſtattet / notire nurfolgended: Bon denen 2 Zahlen / welche mit einer dritten Zahl ligiret werden ſol⸗ len / muß allemahl die eine Heiner die andere aber groͤſſer ſeyn / als die Zahl / damit bemeldte 2. Zahlen ligiret oder verbunden werden follen; Zum Exempel: Wenn jemand obbemeldte 2,Gtüd Silber Hoit’io, und ı5. Loth folcher Geſtalt / ohne Zufag noch beſſeren Silbers / ber» mengen wolte / dad die March fein.auff 115 1,3. ober. höher'konmen möchte / fo iſt ſolches zu thun unmüglich / dann weil die Marck des bes ſten Silbers Sn gen nueas, Loth haͤlt / wie fan dann folches / fo es mit noch einen ſchlechtern vermenget wird / noch mehr als ıs. Loht halten? Alſo wann jemand mehr heſagte zwey Stüd.Silber oder Kupffers / fo zuſammen ſchmeltzen wolte / daß die Marck fein durch einander nur 0. Loth halten foll/ da iſt ſolches as bermahls nicht practicabel / dann weil die Marck des ſchlechten Sil⸗ bers ſchon 10. Loth fein hält / wie koͤnte dann ſolches / da es mit einen noch heſſern berſetzt wird / noch ſchlechter vder nur 9. Loth halten koͤnnen.

Ein

l

30 | At | ‚Ein mehrers bon vergleichen Alligations · Rechnung iſt in Yerrn Va-

kentinHeins Gazophylacid Mercatorio Arithmetico p. zor. :&.feg. zu erſehen / wofelbft er ferner dev Alligations-Rechnung beſtes Haupt» Stuͤck pag. 702. inunterfhiedlichen folfirten Erempeln erkläret / wie nehmlich ( wenn man differentes Silber-Hat / und. dabon ein Werck auff den begehrten Halt zuſammen ſchmeltzen / und alſo daſſelbe / (fo groß oder ſchwer es immer werden Fan ) ausbefagten Silber verfertt- gen will/) ein kurtzer en Uberſchlag zu machen fey / von: welchen Silber man das mieifte nehmen / und was man davon ausſetzen oder behalten muͤſſe. Mehrere folvirte Alligations-Exempla.ugd Unter» richt zu folder / vide in Johann Hemelings felbft-lehrenden Er Buch) pag- 348: & ſeq. Item, in M. Reyhers compendteufen Re Büchlein, Feruer in Boscklers Arichmetica Militari. Undendlich bey Chriſtophoro Clavie in feitev Epitome Arithm, C.XXI, aus welchen wir denen Herren Kauffleuten / die etwann diefen Authoven wicht bey der Hand haben möchten / zu Gefallen./ folgended excerpirt: F Es hat einer zweyerley Wein / des erſten gilt die Maaß zu. Kreutzer / des andern 12. Kreutzer / wie viel muß er bon jeden nehmen A wenn er ſie vermiſchen will / daß die Maaß auflıs. Kreutzer komme? Werth Unterſcheid Des erſten zo: Kreußer a en mittelſten Werth ı5. Kreutzer. Des andern iꝛ. Kreutze ne Die Sammader Unterſcheid . tze einen Werth unter den andern / den Unterſcheid aber des erſten

Hon dem mittel Werth zu unterſt / und den Unterſche id des audern von

ben dieſen mittel Werth oben hinauff / mach die dumma der Unter⸗

ide s. uud ſchlieſſe 2. mahl nach der Regul De Tri.

Wie die dumma der Unterſcheid s. gegen m. Maaß / alſo der Unterſcheid orl de an Gattung / item, der Unterfiheid sc gegeriz. der ande... U Seen Ze Die Probift diefe: Want 1: Maaß des erſten Weins gilt 20, Kreu⸗ her / was z. item, wann. Maaß = andern gilt 12. Kreutzer / was Zi an jenem Re ee“ | AT arrdiefen 78. Kremer * Kreuber. J Es hat einet zweyerley gemengt Silber / das eine gilt daß Pfund z0. Gold⸗Guͤlden / das andre 24, den mittel Werth Felktman-anff2s. feh alfoan: : Des erflen 30. iſt der Unterſcheid 4. en Mittel Werth. 2, Des andern 24... ‚Uuterfheib, 2: ;. = Summa der Unterſcheid . Mann

ehe

ie I “ie “rs J

All 31

Dann man nan ſchlieſt / 6; geben. * was 4.

Item, was z,

ſo lomũt dort heraud ʒ. ober 2, der erſten Gattung 1 zufarhen ? ‚ode hier 3. 08803. der andern BatungS Pfund.

Wann nun ein Mund des erffen gift zo. Gold⸗Guͤlden / was inerden 3. gelten? Fac. ꝛo. Item , wann 1, Pfund des anderngilt 24. Gold:

Gülden/ was gilt z. Facirs. dieſe zu 20. kommen es .

Es gilt die Elle eines rothen Tuchs 4. Gold⸗Gülden / die Elle eines rünen s. und endlich die Elle eines ſchwartzen 10, Gold⸗ Guͤlden / von Biefen Tuͤchers alten zugleich will er so. Ellen haben / umaso. &old« Gülden / wie viel Ellen wird er von einer jeden Gattung folder Türs cher befommen? NB. In diefen und dergleichen Fällen ifk der Mit⸗ tel- nicht gegeben / ſondern muß zuvor durch die Regul-De-Tri efunden werden / welches in gegenwärtigen Exempel alfo angehet: ann 30. qus diefen mancherley Tüchern gleichſam vermifchte Ellen 430. Gold⸗Guͤlden gelten follen / was wird eine Elle gelten? fo. wirb ich befinden 5. Gold-Gülden / welches der Mittel Aerıh ift einer El⸗ en. zwiſchen den Werth des —— und theuren Tuchs. NE, an bier nicht ein dag Eee ender Preiß oder Werth heran kaͤmme / ſo waͤre die Frage nicht auff zu löfen / als wenn einer ſyraͤche / es will jentand von allen Tüchern so, Ellen uin zoo ober um 900, Gold · Bülden haben / ſo waͤre es ee Rage dann wart so, Ellen 300. —— [den ſo gilt ı, a „welcher Preif geringer iſt als ——— Bohlfeilen Tuchs / derhalben eis leg rin Elfen von den mohlfellen Tuch ut 300. St. haben kan / geſchweige dann von dem wohlfeilern und theiiten zugleich? As bauch / warın so. Elen 906. GoldeG. gelten) fo wiedeine teu!. gelten / weicher Preiß groͤ 9 der Preiß des theuren Tuchs / der⸗ en mirdeitter um 960. &: vielmehr als so, Ellen Be beat Zachs einkauffen / und alſo noch Öbkacher‘ wann am allen ii etlihe Ellen nehmen wolte. Aber auff obiges Exempel wieder zu men/ fo ſtelle nach gefundenen ——— einer Eile —— —— oben / und verbinde zuerſt mit einander bie Pre fen: ver 6, und 10. . als / des eothen Tuchs Wert " p - Unterſcheid

‚grünen —— ——

den nee * Hier⸗

32 All

—— —— —55—5— PTR" Hierauff ſprich / wann die Summa aller Unterfcheid io gibt so. Ellen / (dann ſo viel will er von dreyerley Tuch —— was wird ein jeder Uaterſcheid dor ſich / als +. 4. 2. geben / kommen heraus 32. Ellen des roihen / des grunen / uud »6.deöfchwargen / zufamppen so. El⸗ len um 480. Gold⸗ Guͤlden. Die Probe, wird naht hzgeader Ge⸗ ſtalt.

Wann . Elle gilt 6. Gold⸗ Site, im diefes ift der efundene SPittel-Werth einer ans dreyerlen Tuchern gleichſam vermi hithten

D was werdenso.Cllen gelten? ? Facit 330. VWoann wir den. Werth des grünen Tuchönicht mi dem Der des ſchwartzen Ins de vorhen Tuchs verbunden hatten / ſo kaͤme

PEN indung heraus / wir wurden aber guch audere Zah⸗ ngefunden,/.ı und alsdann gefprechenhaben: de i Der Werth des rothen Tuchs 4: gibt Unterſcheld ii

—, gruͤunen ——— him ni den 0. ZEN

cn summa nach den Mitttel- Werth s. s. aller Unterſch 8.

Warn nun die Summa aller Unterfchei 8 gibt so. Ellen —* wird ein jeder Unterfheidborjich 4. . chen / nehmlich 45. Elle des fothen/. 20. des grünen / und is Bes fhmarpen Zud. —— märe gaut aͤnzuſtellen / als /

PR ‚Ele gibt 6. os so. Faeit, ‚489: Gold Giihen

erner / D-@älden4 ——* Sr au fen, —— 3 Pfeſſer / ———— Jugwer / en Nuͤß and Saffran / open jeden dad Pfund wie te nat —*5 in der Ordnung erzehlet worden /6 7. d..11. 12, 16. [nlier , IE bit wird er dewnach & von einen be bekamen, daß er 400, P fund u —* Gold; Gu hetaus bringe * Zer muß aber uahl zubhn de ——“ eines Pfundengefunde werden / zu welchen geſchehen ſoll auf folgende —* a Be iten follen‘ 400. Gold⸗Guͤlden was wird 1. 8

ld: Gulden oder 10, Jal. Yperhaber / wie eſagt / nee eij Verbindungen en onnen/. iewollen wir esftlich die Nägeleinanit Den ————— affran ver⸗ binden / darnach den Pfeffer it den Muſcaten-Rüſſen / und gleich- fals befonders mit den Safran / letzlich die Zimmetrinde mit den me —— gue a albie vor Augensiehet :

d rt

“7 | | | e Der

All 3 Der Bea 6. ihr Unterfcheid 1, , |

er 7 2.6 -—— Su 9 nn 1. - Ingwer IL 4.- Biſcat-Rüß 12.. IA. nn OO 18, 3

43,

Samma gegen den Mittel-ABerth ro, aller Unterfch. 32. - Darnach wollen wir fagen/ die Summa aller Unterfcheide ss. gibt 400. Prund / was werden die kleinen Summen einer jeden Waar infonder- beit / nehmlich 7. 8. 2. 4, 4. 7. geben ? Facitg73, Tb. Nägelein/ıoo. Pfund Pfeffer 4 25. Zimmet / so. Ingwer / yo. Mifcaten-Rüß/ und 873. Saffran / welche zufammen 400. Pfund machen / deren ein jedes 10, Julier foftet. Die Prob/ daß dieSumma ler Werthe (3.€.de8 Werths der 373. Pfund Nägelein / der 100. Pfund Pfeffers x.) ge⸗ * Gülden betragen wird gemacht wie.oben / inden man

ieſſet: |

1, Pfund Nägelein koſt 6. Julier, was 852, Pfund?

Item, ı, Pfund Pfeffer koſt >. Julier, was 100, Pfund! x, Und endlich alle Quotien in eine Summa bringt. . NB. Es önnen in dieſerFrage noch mehr andere berfchiedene Verbin. dungen gemacht werden / wie in deren angefegten Exempeln erfcheinet/ als / der Mittel- Werth iftro.Julier, -

Werth. Unterſch. Unterſch. Unterſch. Unterſch. 6.19. 14 -

8,

Der Raͤgelein 6.1. 2,

Pfeffer „In 2. 6.19J- - 2 -%,

Zimmet Äh 2. 6,19,1- - 6 . 6 —4. 3.

————

sum i. I4. 3. 1.14 Muſcaten⸗Nuͤßie. | 4. 3. 1. 8. | | . Saffran 16.14. 3. 1.18.|- - ıl- .n„ Summa aller Unterfheid sı. 17... 17 17. Nu dem erften Exempel wurde ein jeder der dreyerfien Werthe ver bunden jeden der drey letzten Werthe / in dem andern wurde erſte mit dem vierdten / der ander mit dem sten / und der dritte _ nitdem sten Werth verhunden/ darnach in dem dri tten der erfte mit dem fechften/ der ander mit dem fünfften/ und der dritte mit dem aten / in den vierdten endlich der erſte mit den fünfften / der ander. mit den bierdten/ und_der dritte mit den fechften / und alfo können inandern

dergleichen Fragen viele von einander unterfchiedene Verbindungen gemacht werden / als z E. . C | Es

24 Art

—— ñ —ñ —— —— Es wil einer eine ſilberne Statue 300. Pfund ſchwer haben / hiezu bietet man ihm zweyerley Silber an / des einen gilt das Pfund so. Gold⸗G. des andern 20. welche er alfo mit einander verntengen will / daß das Pfund auff 24. Gold-®. zu fehen komme / wie diel muß er demnach von jeden Silber nehmen / daß er zoo. Pfund bekomme / deren ein je⸗ des 24. Gold⸗Guͤlden koſte. Die Verbindung muß gemacht werden /

als folget: ——— Werth. Unterſcheid. Mittel⸗Werth 24. Des erſten Silber bon zo. Gold⸗Guͤlden iſt 4- Ses andern 20 6

Summa aller Untelfeide ı0. -

Darauff fprich / wann die Summa aller Unterfheide 10. gibt 300. Pf- was wird ein jeder infonderheit 4. und s. geben Facit 120. des er⸗ fien/ und 180, des andern Silbers / zuſammen zoo. dann weil:.‘Pfund ſoll gelten 24: Gold⸗ Guͤlden / fo werden 300. Pfund (mann man 24. mitz3co.multiplicirt) 7200. gelten / ſucht mannun ferner / waßızo. Pfund des erften GSilbers / deflen ı. Pfund 30. Gold⸗Guͤlden gilt/ aus⸗ machen / fo kommen für diefe 120. Pfund 3600. Gold⸗Guͤlden heraus; Und fo man ſucht / mag die 130. Pfund des andern Silbers / deſſen ein Pfund nur 20. Bold-Bülden koſtet / ausmachen / fo kommen auch hier / (wiewol nur ungefehr / nachdem 198. mit 20. multipliciret worden) 3600. Gold⸗Guͤlden heraus / welche zu den vorigen 3600. addirt / Die, obige Summa 7200. geben.

Sotgen noch einige Exempel / aus des Bockleri Arithmetica Militari genommen/ als: DE 0

Man mwolte von dreyerlen Art Habern / davon der erfte einen Rthlr. der zweyte 13. Batzen / der dritte 3. Fl. gilt / gerne einen Habern ma⸗ cheu / fo 2. Gulden folte zuſtehen kommen / fragt ſich / wie ſolches ge» ſchehen könne?

Mache erftlich einerley Münge/ nehmlich lauter Kreutzer.

Aus 1. Rethle 90, Kreutzer. 18. Batzen 72. 3. Fl. 180, l Ho.

2. Fl. Hernach alligive/ wie folget: | 90, Kr. don 120. Kr. bleiben zo. ſehe es bey ıso. Kr. 120. - don ıso. - bieibendo. ſetze es bey oo. - 72. - vonızo. - bleibenas. ſetze es bey iso. - 120. - von iso. - bleihen.so. fegeesben 7... . | addire

5 = nu - En nn

All 35

addıre beyde Zahlen bey 130. nehmlich 48. und acit >g. man alſo nehmen so, Scheffel des erſten / so. des auderu/ 78.

Kr. 90. Kr. 60. Scheffel.

120, 72. 60. | N 180. 30. Und 48. | thun >. datın 78.60. und wiederum 60. Scheffel fac. 193. Scheffel / ſolche mit 120. Kr. multiplicirt/ fac. 23760. Kr. fo viel wird eg auch machen/ wann id) 90. mit 60. 72. mit 60. 180, Mit 78. multiplicire/ und die drey Produdta addire.

Item, Ein Wein · Haͤndler will ein Zuder kauffen hon biererley Wein / einen zu Kreũtzer / den andern zu s. Kreutzer / den dritten zun. Kr. und den bierdten zu 18. Kreutzer / will aber alſo miſchen / daß die Maaß umız. Kr. komme / iſt die Frage / wiebiel er jedes Weins nehmen muͤſſe / daß er recht miſche?

Alligire erſtlich |

5. von ız. bleiben 7. feed bey m ı2. von 18. bleiben 6. ſehe es ey ; 8. bon ı2. bleiben 4 ſehe öby 1, 12. bon ıs. bleiben 6. fee eben 8, 2. von ı2. bleibt 2. fee ed bey

ıs. bon ıs. bleiben 6. ſehe bey

6. is. 27. 4. 1. oder 12.

Muß er alſo zuız. Maaß is. Kreutzer Wein nehmen s. Maaß von den andern dreyen / oder des 5. 8. und u. Kreuger Weins / jedes Kalb fy biel als des ı5. Kreuter Weins / oder wann er nimmt 2. Maaf 13, Kri Weins / miſchet er darinnen ı.Maof 5. Kr. Meins/ 1, Maapß 8, Kr. Weins / . Maaß u. Kr. Weins Item, Ein anderer Wein⸗Haͤndler hat ein Fuder Weins gekaufft um 192. Fl. und ift der Wein aus zweyerley vermifcht/ nehmlich aus Wein und is. Kreutzern / iſt die Frage / wie viel Maaß eines jeden da⸗

y ſey?

Alhier muß ich erſtlich ſuchen / wie theuer 1. Maaß ſolches gekaufften Weins ( wie er ſchon vermiſcht) kommie / das iſt / ich mache das Fuder oder s. Eymer mit 100. Zu 960, Maaſſen / und ebenmaͤßig die 192.51. mit 60. zu 11520. Kreutzern / ſolche ıızo. Kr. dividive ich mit 960, . Maaſſen / fo Kommt ı. Maaß um ız. ——— | *

° 2. 7}

TIERE 6. Die Vermiſchung ſoll koſten 12. Kr. | =. a.

3% AU Alm vnach alligive ich 12. Kreutzer mit s. und is. kommen auff 4.Maaf Bose ein s. Maaß s. Kr. Wein / oder in kleinern Zahlen/dort 2. Maaß albier 5. Maaf. Ä = u —— 8. 6. 3. da .

12, x oder 2. Maati. | Weiter ſage ich nach der Geſellſchaffts-Rechnung: sub 10. Maaß feynd gemiſcht aus ]vworaus a60.

oder / 5. Maaß gemiſcht aus Nuoraus 960. Facit beyderſeits 2 Maaß pre ee ——

Allium , feu Theriaca ruflicorum, Knoblauch / ift gut wider die Colica und Darm⸗Gicht / und wenn man etwann ohugefehr etwas Gifftiges in den Leib bekommen / daher der befandte Vers : |

Allia, Ruta, Pyra & Raphanuscum Theriaca, Nux Prftant antidotum, contra lethale venenum.

Allium montanum, alpinum, anguinum, ferpentinum feu vi- &torialis, Sieg⸗Wurtz.

Alltaun vide Mandragora.

Almanach, Calendarium , ein Ealender / iſt auff einen Cantor ſehr nuͤtzlich zu gebrauchen / fonderlich Die fo genannten Schreib-Ealender/ da zwifchen einen jeden Mönatd-Tag Spatium gelaffen / oder felbige =. mit Papier durchfchoffen werden / auff weldyen man pro memoria eines und das andere / fonderlich aber die verfallene Wechſel / notiren Fan / zwar machen ficheinige darzu ein fonderbahred Monat⸗ Buch / da fie ein oder mehr Seiten jedem Monat einräumen/ aud) wol Deber und Credit formiren / hernachmahls in folches die Adtiv und Paflıv ver⸗ fallene Wechſel / das iſt / diejenige / welche ein zu cafıren / und hin-

egen wieder zu bezahlen feynd / eintchreiben/ als ein Kaufſmann Otte den 24. Majı einen Wechfel/ der a Ufu, das iſt 14. Tag Nachſicht / bezahlen / geftellt gemwefen / acceptivet / fo fchreibt er folchen den onat Juni, und zwar auff den sten Tag deflelbigen Monats / ins Monat: Buch im Deber, daß er nehmlich den 24. Maji ginen ſolchen Wechſel gezogen von N. N. aus N.N,. groß fo viel hundert Rthfr. in Banco, Species oder Courant, auff 14. Zag Sicht dem N. N, der Præ- ſentant oder Träger des Wechſels geweſen / acceptivet hätte / welcher Mechfel diefen s. Junii würde verfallen feyn. Gleicher geftalt ver» fahrt er auch mit der Einfchreibung in Credit ded Monat-Buchs/ wann | ihn ein Wechfel von einen andern acceptivet worden ; Und alfo mach

der Verfall⸗Tag einer jeden auff Zeit eingefaufften oder | aa⸗

i

VA ..

Alm Alo 37 Waaren⸗Poſt / und in Summa alles was in Kauffmannſchafft die Be⸗ —— künfftigen gewiſſen Tages betrifft / in ein ſolches Mo⸗ nat⸗Buch / oder fo es feinen Deber oder Credit erfordert / in einen Schreib Ealender notiret warden. Cs hataber mit dem Ealender- Weſen / feiter den nen eingeführten LeopoldinifchenStyl, Krafft wel» ches die Proteftivenden mit den Gregorianifchen faft übereinkommen/ noch diefe Bemerckung / daß einige ya gina und Länder / ald Schweden / Engeland und die Schweitz / noch immer den julianiſchen Calender bey behalten / und hierinn keine Veränderung / wie die uͤbri⸗ en Proteſtanten / machen wollen / welches dann in der Kauffmann hafft / von denen die nad) gedachte Länder handeln / auch feine Obfer- vauonerforders; Bor allen aber Rehet ein Kauffmann in feinen Ca⸗ lender offt nach den Gewitter / der Mond Wandlung und was etwarın mebr wegen feiner Schiffe / die die wilde Gee / oder wegen der Fruͤchte auff dem Felde / und der Waaren halber in den Magazin, als dbey welchen allen die natürliche Zeit wegen der Wirkung und Krafft fo de daruber hat wohl und genaumill obferviretfeyn. Der Politifch mercatorifchen Zeit-Betradıtung / an welcher fovielgelegen/ und welcher Berfaummig oder gute Obiervation einen Kauffınann Schaden oder Nutzen bringen kan / anjebo zu gefchweigen.

Almandine, ift ein Mittel-Stein zwifchen den Granaten und Ru⸗ binen / wiewol diefe legtere mehr Ihwarg-voth als die Almandinen ſeyn / insgemein hat man Alamandinen, welche zuweilen auch Ala- baodıken genennet werden / in gleichen Werth mit den Orientalifchen Granaten/ wiewol fie bey uns in Europa fehr wenigbefandt / und dan» nenhero in feinen fonderlichen Werth feyn; Plinius nennet ſie Troe- zenios, und fpricht / daß ihre rothe Farbe mit weiſſeu Flecken unter» mengetfey.

Alnus vulgaris, Erlen⸗Baum / die Blätter davon ſeynd gut in his Gigen Gefchmulften / Podagra und Blieder-Bicht / wann man folche mut warmen Waſſer uberleget ; Unter den Fuß⸗Sohlen geleget / zie⸗ ben fie die Hitze / Schmergen und Müdigkeit aus.

Alnus nigra, Frangula, Arbor fœtida, Faul⸗Vaum / Zapfen- Holtz / die erſten Schoßlinge davon in Waſſer auffgefotten/ und warm auffgelegt / ſtillen das Zahn⸗Weh.

Aloẽe / iſt eine ſchwartze / harte und truckene Materia oder Gummi, deren Geſchlecht man drey in viererley und ſollen alle bon einen Safft und Gewaͤchs herkommen / den beften heiſſen ſie Aloe Succotri- na, welcher ſchoͤn ſchwartz / glaͤntzicht und rein / auch gern zerbrech⸗ lich ſeyn fol; Hernach Aloe Hepatica, die folget nach der beften / die muß ſchoͤn braun / Hell und Reber-farb ſeyn / auch ſich gerne brechen laſ⸗ fen; Die dritte Caballina, die iſt dann die beyden men

ja] 3 om

38 Alo

davon rein abgenommen worden. So hat dieſe den Sand und He⸗ fen auch den Boden⸗Saztz bey ſich / derowegen ſie auch unr unter die Roß⸗Artzney zu gebrauchen / iſt ſehr ſchwer / und dann Aloe Lycita. oder licita, welche nicht ſehr gebraͤuchlich / ſiehet gelb und helle aus / alle 4. Sorten kommen aus Indien / wiewohl derſelben Gewaͤchs auch viel in Teutſchland gefunden werden. Wir koͤnnen aber darum nicht zum Gafft gelangen/ fondern müffen und der fremden Aloe aus A⸗ ſia und Arabia bedienen / in Italien und Neapolis/ Rom und in findet man auch dergleichen Aloe-Gewächs / welches ſie emper vivum morinum nennen. Bon der Aloe ſchreiben einigeAu- tores, daß (fe nach Verflieflung hundert Fahren einen Stengel aus⸗ ftoffe und nachmahls gar zu einem Baum werde / wie ſolches Anno 1599. zu Avignon fit ——— item, Anno 1647. zu Mompelier, beyderſeits mit Hundert jährigen Aloen geſchehen / die ins biß s.Ta- gen dergeſtalt in die Hoͤhe geſchoſſen / daß ſie einen Eichbaum gleich⸗ ten. Zu dieſen unſerm Zeiten / und zwar erſtlich vor wenig Jahren / ide in dem berühmten Boſiſchen Garten zu Leipzig / und neulich n den Gottorffifchen Schlos⸗Garten Aloen geblühet/ die noch lange nicht hundert Jahr alt geweſen / und no faft biß :. Zoll zugenom⸗ men / alſo daß man die Herfürſtoſſung faſt mit Augen fehen-Fönnen/ man ſchreibet aber ſolches fruͤhzeitige Bluͤhen / den Fleiß der Gaͤrt⸗ ner zu. Den Nuten der Aloe betrefſend / ſo machen die Americaner aus der Wurtzel einen Wein / die Blaͤtter brauchen ſie zu Dachzie⸗ geln / die auff Kohlen etwas gebratene Stück der Blätter zu Pflaſter der Wunden / welche auch der Aloe ihr ausgeprefter Safft heilet / bon den jungen Blaͤttern / wird ein Conferve gemacht / ſolche zu Us ſchen gebrannt/geben eine ſtarcke Rauge / die Stacheln der Aloe chen die Americaner zu Radeln / die Faͤſern an den Blättern / zu Flachs / dem verblühten Stengel zu Bau⸗Holtz / der zu und gebrach- te Aloe» Gafft/ muß fchön rein / glaͤntzigt / lucker / leicht/ und zer: dabey ſehr bitter/ und nicht mit ſucco Acatiæ verfaͤlſchet eyn. Ms: Lignum, feu Agallochum, Xylo aloes, Paradiß-⸗Holtz / Aloes oder Creutz⸗Holtz / iſt fehr bekannt und berühmt / abſonder⸗ lich iu der Arshey/ waͤchſt in Indien / und iſt etwas ſchwer zubekom⸗ men / dannenhero es von dem Alten ſehr hoch und theuer gehalten / und eine Zeitlang vermeynet worden / es wachſe in den Paradieß / weil es nicht zu En geweſen / allein man hat befunden / daß feine Seltzamkeit die wilden und grimmigen Ihiere/ die ſich dabey auff- Iten/ verurfachet/ weil es vor folchen nicht anders/ als mit groffer eib und Lebens⸗ Gefahr zu haben gewefen/ heutiged Tages aber/hat man ed etwas häuffiger/ aus Ceyion, Pegu, borausaber aus der A - e ul

rau⸗

Als Alp 39 ſul Sumatra, der Baum/ fol in der Gröffe eines Oliven: Baums ſeyn / einige Autores melden / daß die Drientalifche Voͤlcker dies SHolk dem Gilber gleich achten und wägen / Kircherus, nennet e6 Calamba, und meldet / daß man edan einigen Orten/in Oſt⸗Indien fo Häufig finde / daß jeden erlaubt fen ſolches zu hauen/ und alfo an⸗ fänglich guten Kaufis fen / hernachmahls aber werde es bon denen Braminen oder Indianiſchen Goͤtzen⸗Prieſtern —— welche es haͤuffig aufffauffen/aus Urſach / weil ſie wann ſich die Indiani⸗ ſche Werber mit ihren todten Männern ſelbſt verbrennen / ſolches Holtz ſtoſſen / und mit unter den Scheiter⸗Hauffen miſchen / in Mey⸗ nung / ihren Goͤttern ſey mit dieſen Geruch ſehr wohl gedienet / und werden bewogen / ihre Seelen dadurch gnaͤdig zu ſeyn / die Proba dieſes Holtzes iſt / daß es nicht gerne brenne / und auff Kohl⸗Feuer ei⸗ nen lieblichen Geruch wie Ambra von ſich gebe / dabey bitter / und bier und dar mit Reſina oder Hark unterloffen / auch ſchwartz⸗ grau anzuſehen / und knochicht ſey. Es muß auch dabey ſchwer ſeyn / daß es zu Grunde falle / wann man es in einen Becher voll Wein und Bier wirfft / treibet es aber oben / ſo iſt es ein Zeichen / daß die befte Krafft ausgekochet / welches eben das Holtz leichter / und die Farbe deſſelben heller machet.

Aloy, iſt der Zuſatz in der Muͤntz / oder der Gehalt derſelben / ſonſt auch die Lige genannt. Alpari, oder au pair, iſt Geld um Geld / wann nemlich zwiſchen beyderſeits Wechſelnden / kein agio, oder Auffgeld gegeben wird / und geſchiehet ſolches nicht ſo wohl in Partheyen gegen einander Zug um Zug verwechſelter Gelder / wenn nemlich ſelbige an Gehalt einander gleich/ oder auch andere Conditiones, die ſolche Gleichheit machen / dabey vorgekommen / als auch in Cambio Reale, oder Wech⸗ ſel über Land / da mannichmahl die Muͤntze des Gebers / oderRe- mittentens ungleich / mit der Muͤntze iſt / welche der Nehmer oder Traſſent, an einen andern Ort wieder dafür bezahlen laͤſt / allein die darzmifchen kommende Zeit/ big die auff Wechſel genommene Gelder / wieder bezahlet werden. Item, der Ort mo ſolches gefchehen ſoll / nachdem folcher nemlich/ ein ls⸗Platz iſt oder nicht/die Bes fhaffenheiten die (ich an des Gebers⸗ oder Nehmers-Perfonen be: finden/ und endlich der Lauff der Handelung die Zeit und Conjun- cturen / machen daß offtermahls ein Wechſel alpari gefchloffen wird/ welcher zu anderer Zeit/und bey andern Umſt den wohl hätte agio bezahlen muͤſſen. 5 |

Alpen⸗Knoblauch / victorialis longa,

Alphabethum Chymicum, & Numerus Chymicus, ſeynd gewiſſe Char acteres, welche bey denen Chymicis an ſtait des A. B. C und der Zahlen gebrauchet werden, Ea Alraun⸗

40 Ar Alt aD nm [SS —ñ ñ ñe ñ Alxraun· Wurtzel / Mandragorz Radix,die Mard-Schreyerge: ben vor / ed wachfe diefe Wurhel unter dem Galgen / und feyfehr ſchwer zu bekom̃en / indem fle beyın ausgraben einengroffen ſchwar⸗ tzen Hund bey ſich haben muͤſten / der bidt ausriſſe; Es müfte aber der jenige der fie graben wolte / "die Ohren wohl verftopffen/ dann fo er dieſe Wurtzel ſchreyen hoͤrte / ſtuͤnde er in Gefahr feines Lebens / durch dieſe Lügen ſperren ſie den Leuten Maul und Ohren auff / daß ſie ſolche ihnen hernach theuer abkauffen / und ſich überreden laſſen / es helffe vor die Unfruchibarkeit / und ſey auch gut ſich damit faͤſt zu machen / zu welchem Ende / fie einen locum aus dem Jofe- ho,1.7.c.25. anführen/ da es ebenfalld eines ſolchen Ceremoniel- Ten Ausgrabens einer Wurgel gedacht wird / wiewohl ofephus nicht meldet daß es det Mard-Schreyer ihr Alraun geweſen Diefes Wort Alraun / hat aus der alten teutichen Sprache feinen Urfprung/ dag Rune, oder wie das alte Saͤchſiſche Wort Heift Ryne, oder Gerüne/fo viel ald eine Heimlichkeit bedeutet / davon noch heutiges Tages in Riederſaͤchſicher Sprache / einen etwas in die Ohren ru⸗ uen / id eſt, leiß oder ſachte reden herruͤhret. Weil nun die alten heydniſchen mitternaͤchtigen Gögen-Priefter innen / die myfteria ihrer Religion/und fonderlich ihre Hexereyen gar heimlich und fille bielten/alö wurden (le daher Runen/ und endlich wegen bermeynter Vollkommenheit in ihrer Kunſt Adelruner genannt / woher hernach ekommen / daß nac den Rahmen diefer abgöttifchen Weiber / welche onderlich ſich der Weiſſagung vernuͤnfftiger Dinge ruͤhmeten / man Die ſemgen / die eines Spiritus familiaris halber/ beruͤchtiget waͤren / Alruͤncken genannt / unter welche dann die obbemeldeteAlraun- Mur» bornehmlich der Glaube daran zu verbotenen Dingen/ da» en dev Teufel meifterlich fein Spiel hat, item,die fo genannte He⸗ cke⸗Thaler / Chryſtallen Eönnen gezählet werden,

Alfınc,Morfus Gallinz, Huner⸗Darm / oder Salben / Huner⸗Biß / weiſſer Meyrich / Vogel⸗Kraut / ſtehet gern in fetten Boden / dienet für offene Schäden/und gegen die Entzundung der Wunden / es tragen auch ſolches die Kindbetterinnen/ welche gern die Milch ver⸗ Hp wollen / unter den Ychfeln / oder legen es offt warm auff die

Alterumtantum, wird gefagt / wenn der Zins den Capital gleich hoch auffgeſchwollen / oder ein Kauffman Thaler auff Thaler an feine Waare derdienen will.

Althæa, Bismalva, malvaviscus, & ibiscus, Althee oder Eibiſch⸗ Wurtz / oder wilde Papeln / iſt ein Geſchlecht der Pappeln/ weißlicht / wollicht / und weich —ue die Wurgelift zäh und fchleimicht/ inwendig ſchoͤn weiß / waͤchſet gernein feuchten Orten / und wird von

| denen

At Ama | 41

denen Materialiſten beydes das Kraut als der Saamen und die Wurtzel geführet / das Kraut ſammlet man im Majo und Junio den Saamen im Septemb. und die Wurtzel im Frühling und Herbſt. Der Saame ift gelb-braun/wie ein halberMond formiret/hat einen fhleimigen Geſchmack / aber feinen Berudy/der Althrz& Geſchlechts⸗ Arten (ind viererley/ ald Althæa arborescens, Althæa paluftris, Al- thza Theophrafti, oder abutilon Avicennz,und die fchlechthin fo ge⸗ nannte Alchza, Malvaviscus, oder bismalva wird diefed Kraut ge⸗ nennet/ weil ed alles De verrichtet / was fonft Die Malva thut. Diefed Krauts und Wurtzel befte Krafftbeftehet / in einem waͤſſerig⸗ ten Schleim / welcher in gefochten Waſſer genoflen/ die Schärffe in den Schlund zu mitig ren / dienet fonderlic wann gr in Heiſerkeit und trodenen Huften/mit einwenig Zuder genommen wird,

Alumen, vide Alaun.

Aluta, unter dieſen Wort wird faſt jedes Leder berſtanden / bey denen Chirurgis aber nur das jenige Leder worauff ſie ihre Pflaſter ſtreichen

Alysma, Dioſc. vid, Arnica.

Amalgama, eine Vermiſchung des Metalls mit Qbeckſilber / um ſelbiges zu einen Klumpen zu bringen/daher font amalgamatio, oder amalgamiren/daßift/die vollklomene Metallen in HeineStäublein zu bringen/dann wann fie mit einander vereiniget feynd/ läft man das Doved-Gilber beygeringen Feuer abdämpffen / fo bleibet auff den Boden des Tigeld das pulveritrte Metall / welches bequem ift durch Die menftrua auffgelöft zumerden/ hierbey ift aber zu mercken / daß Eifen und Rupffer (ich mit dent Mercurio nicht amalgamiren laf fen / weil diefe Metallen unvein und irdiſch feund / dem Mercurio auch gantz nicht gleichen/ als welcher einer veinen und fubtilen fub- ſtantz if. Dieamalgamatio gefchiehet auff zweyerley Manier/ als (1.) durchs Feuer und zwar entweder durchs incineriren / oder severberiren / und gehöret hierzu die Auslöfhung eines glüenden Dinges in Wafler/oder (2) durch die Corrofion , und diefe wieder entweder durchs amalgamiren/ prxeipitiven/ raͤuchern / vaporiven oder cementiren/wozu noch gehöret die Beftreihung mit einen zer- nagenden ligvore.

„Amaracinon, eine Salbe aus unterfehieblichen Oehlen und Gr- würgen zufammen gemifchet.

Amaracus, vid.Majorana,

Amaracus Gal.vid, Matricaria.

Amara dulcis, vid,Dukamara.

Amaranten-Eolör / vid. Blau. |

Amaranthus, Flosamoris, Zlor: Amor Tauſend⸗ſchoͤn Sammit-

Es Blum/

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Blum / wird in Luſt⸗Gaͤrten gezeuget / der Tranck von dieſer Blum wird in allen Bauch⸗Fluͤſſen ſehr geruͤhmet / die Wurhel auff ven Zahn gehalten / ſtillet die Schmertzen / der Zerſtoſſene Saamen / mit Mein eingegeben/mehret die Milch.⸗

Amaranthus Luteus, vid, Stoechas Citrina,

Amarellen⸗Kirſchen / Ceraſa acida.

Amber Araue/marum. Ä

Ambra, Cine herrliche Eoftbahre und mohlriechende Materia , über deffen Urſprung mol zwantzigerley Meynungen bey denen Gelehrten gefunden werden. Denn einige halten; daffelbe vor - ein mohlriechendes Gummi / andere vor ein Excrement oder Auswurff Indianiſcher Voͤgel / in deren Magen / (nach⸗ dem ſie viel wohlriechende Kräuter und Gewuͤrtz verſchlucket) die⸗ fer Herrliche Miſt ſoll excogvivet und ausgearbeitet werden. Noch andere vermeynen / es ſey eine Art eines Honigs / welches gewiſſe an dem Africaniſchen See⸗Ufer (ich auffhaltende Bienen zubereite⸗ ten / welches aber / wann es zuſammt ſeinen Wachs von den heff⸗ tigen Sonnen⸗Strahlen geſchmoltzen worden / in das Meer flieſſe dafelbft nach gerad erhaͤrte / undeine andere Farb und Geruch an⸗ nehme / und fo dann ferner zu Ambra werde. Wider andere urthei⸗ (en / der Ambra fey eine Art eined Pechs / welches von dem Grund der See ſich in die Höh begebe / und von den Gonnen-Gtrahlen hart gemacht werde / faft wieder Born-Stein/ oder die Corallen/ welche ihre Meynung fie dadurch beweifen / weil der Ambra wie ein Hark auff dem Feuer ſchmeltzet / und flieffend wird / welches Das Excrement eined Vogels nimmermehr thäte / ald welches über der Gluth / je länger je mehr eintrudnete und berdörrete / und nichts weniger ald ein Delvon jich gebe. Viel ſeynd der Meynung/ der Ambra fer) ein coagulirter fetter Meer-Schaum / Item, er kom⸗- me bon gewiſſen Fiſchen oder wol gar exfpermate Ceri, und was dergleichen Opiniones mehr ſeynd. Der Gelehrte Here Oelven , aber ein wirrdiged Mitglied der Föniglichen Preuſſiſchen Societät der Wiſſenſchafften / hält den Ambra vor ein Meteo- rum , und bemweifet folches in feiner daruber- arsgegebenen Latei> nifchen Epiftel mit folgenden Ratıonibus , weil nemlic der Am- bra infonderheit aber deſſen erſte Materia aus einen gar ſubti⸗ fen Weſen beftehe / als Eönne ſolche nicht anders / als aus der Lufft / feines Weges aber aus den Er und falgigen Schleimen des Meers feinen Urfprung ziehen / fomäre jaaud) die Coagulario, eines folchen Meteori , und deſſen Niederfallen auff die Erde / fo gar ungläublich nicht/angefehen / offtermahls egliche Pfund ſchwere Hagels die in der Lufft generivet worden / hernieber fielen / da

® aber

—— ——

Amb 43

aber iu den Ambra einigesGewũrm / Strohalm / oder Vogel» Schnaͤbel gefundenwürden / woraus etliche die Terreftrität des Ambrz behaupten wolten / fo koͤnte ein foldyer leichter Staub . ‚und nihtörürdiges Zeug /»bon der Lufft feyn auffgerafft / und folglich mit der Delichten Mafla des Ambræ bereiniget worden / wie es dann vielmahls gar mit Froͤſchen und Mäufen gefchehen/ die die Luft folder Geftalt ergriffen / und in die Höhgeführet / oder es Eönte auch die See / warn folches etwann mit feinen fetten Saltz oder Schaum / dergleichen nichtswuͤrdige Dinge don dem Ufer abgefpulet / felbige hernach warn der Ambra herunter gefallen / mit denfelben bon ungefehr vermienget haben / welches muth⸗ maſſen / weil / · wann ſonſt der gemeinen Rede nach / die Vögel den Ambra, wann derſelbe am Ufer wachſen / oder daſelbſt antleben/ ſolte hefftig nachſtellen / nicht allein ihre Schnaͤbel und Klauen / fon» dern auch ihre Federn und Fleiſch daran würden ſitzen laſſen / fo a⸗ ber niemahls geſpuͤhret wuͤrde. Ferner kaͤme auch zur Beſtaͤrckung feiner Meynuug / daß der Ambra ein Lufft⸗Geburt ſey / dieſes hin⸗ zu / daß vielmahls in den Marckbrandenburg glaubwürdiger Leut Bericht nad) / ein rechter auffrichtiger Bernſtein lat. Succinum, Frantzoͤſiſch Ambre joune genannt / in harten Donner⸗Wetter / und bey groſſen Sturm-Winden aus den Wolcken gefallen / wel» her hernach anftatt eines Raͤucherwercks / eben wie der andere Bernftein / und zwar aus natürlichen Urfachen gebraucht worden/ indem der Luft-Schwefel / warn felbiger ein bon ihm beliebtes Subjedtum anteifft / felbiges tingiret / und zu einer ihm berwandte Materia machte. Der Bernftein felbft hätte ein dergleichen Ver⸗ wandtniß mit dem Ambra, und wäre unter ihnen nur dieſer Unter: ſcheid / daß der wahre Ambra mehrentheils in warmen Ländern/ wo⸗ ſelbſt alle Blumen und Gewuͤrtz ihre höchfte Vollkommenheit in ange nehmen Gerud) hätten/der Bernfteinaber in rauhen Nordlichen Laͤn⸗ dern / uud ander Falten Vſt⸗See gefunden würde / und dannenhero ein vielgrobere Subftanf; und unlautered Weſen haͤtte / geſetzt aber/ man wolte beyde vor ein Minerale oder Bitumen halten / woher es dan kame daß mitten in folchen Ländern / die weit don der Ste entlegen swären/ grofle Stüdens Bernſteins / und zwar an ſolchem Oertern aus der Erden gegraben würden / wo nicht die geringfte Veltigia oder Kenn-Zeichen eined Bituminoſiſchen Erdſafftes zu ſpuͤh⸗ ren waren. Mir laflen aber dieſe zweiffelhaffte Materiam billig snerörtert / weil bisanhero fo viel gelehrte Naturkündiger darin noch nicht uͤbere in ſtimmen koͤnnen / und fagen aniego nur bon det Qralitätdes Ambra, daß derjenige vor den beften und vor auff⸗ richtig gehalten werde / welcher äufferlich fein glat / und * ar

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44_ Amb Farb zwifchen Licht- und Caſtanien braun hat / dabey leicht und nicht mit andern Dingen. vermifhet iſt / wie man dann folden auch mit Beding Fauffen muß / daß man ihn aufbrechen doͤrffe / um zu ſehen / ober nichtmit Steinen odewanderer Materia et ſey. Es darff auch die Groͤſſe der Stücke nicht viel groͤſſer als der Erden Rüffe ſeyn / ſo muß auch die Farb in das Aſchgrau fallen / und weißlich durchmengte Striemen haben / wiewohl ſie noch viel brauner iſt / wann ſie friſch iſt / als wenn ſie trocken worden / jedoch iſt an ſolcher Farb nicht gar viel gelegen / wann ſie nur nicht gar zu ſchwartzbraun oder zu weiß iſt / ſondern ihre bermifch- te Farb zwifchen beyden bat / folte mıan aber argwohnen / daß fie an diefen oder jenen Ort möchte falfch feyn / fo dege man nur ein wenig davon auff ein warn Meſſer / wenn ſie alödenn ge» recht ift / fo muß ſie wie Wachs zerfchmelgen / aucd wenn das Meffer mohl heiß ift / gang verrauchen / wenn fie dann zerſchmel⸗ tzet / ſo bekommt fie einerley Farben / ob ſie gleich) zuvor bermifcht geſchienen / ſie muß ſich auch nicht wohl laſſen zu Pulver ſtoſſen / ſon⸗ dern an den Moͤrſer ankleben / dienatürliche zerloͤſet ſich nicht fo leicht in Waller / als die durch Kunſi bereitet wird / wann man auch jene in den Handen hin und her druͤcket / ſo wird ſie weich als Wachs / die nachgekuͤnſtelte aber zerbricht. Die Verfaͤlſchungdes Ambra geſchicht mit Aloes Holtz / Storax und Ladano, oder auch mit Benzoe / weiſſen Wachs / Baum⸗Mosß / Biſam und Zibeth. Die Kraͤffte des Ambra ſeynd / daß ſie waͤrmet und trocknet / das Gehirn ſtaͤrcket / und durch feine liebliche ſchwefflichte Ausdaͤmpffung die Geiſter erqpicket / in Specie dienet es in Ohnmachten / Schlag und Schwindel / iſt vor⸗ trefflich zur Erhaltung der Geſundheit und eines langen Lebens / ſie iſt ein rechtes Antidotum, ein treffliches Aphrodifiacon , uund ei⸗— ne hoͤchſte Stärckung des gantzen Leibes / dahero es auch pro.bafı derConfedtion Alkermes genommen wird. In denen Diſpenſatoriis, findet man ſo viel Compoſita, worunter die Ambra ein ingrediens iſt / daß man ſie nicht alle erzehlen kan / dafeynd Species Diambrx, Confectio Diambræ, &c. Alkermes, Ambrata, Conf. de Hyacin- tho, und viel andere mehr / deren Intention aller adSpiritus corro- borantes & excitantes gehet. Was die bereitete Stuͤcke des Ambræ betrifft / fo hat man ſoiche / theils in trockener / theils auch in naffer Form und Geftalt / in teodener hat man dad Pulver/ wiewohl ſolches nicht wohl Fan gemachet werden / man thue dann zweymahl fo vielZuderdarzu / und alödenn wird eseinherrliched Confortans vor alte Beute / abfonderlich wo manı. oder z. Tropffen Zimmet Del darunter nienget. In naſſer Form hat die Effeng davon den Borzug/ welche miteinen brennenden Spiritu,, zum Exempel / von Roſen / * da

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da fermentiret worden / oder mit Citronen Spiritus bereitet wird / dahero denn dieſe Effeng fein roth zumerden pfleget / oder man fermentiret auch wohl die Ambram mit vegerabilifhen Sachen / und wird alddann ein herrlither Spiritus daraus /zum Exempel / warn man die Roſen zum Fermentiven einftöffet / fo thut man ein wenig Ambra darzu / alödann löfet ſich Die Ambra unter der Fermentation quff / und wird ein Spiritus Rofarum Am- bratus hon groffen Kräften daraus / vide hierbon mit mehren Schröderum in feiner vollftändigen Apoteck / lib, 3. cap. 29. Der Einkauffs⸗Ort des Ambræ vor unfere teutfche Materialiften iſt Holland/ wofelbft die Unge des beſten / za. biszs. Gülden/ von den ſchwartzen aberas. bis 20. Guͤlden / biöhero verfauffet worden. Wir verftehen aber unter dem beften / den fo genannten Ambra gryfea, von den Einwohnern der Inſul Madagalcar Porabar genannt/ gleichwie fie Hingegen/ denen jenigen der fchon eine Zeitlang auff dem Meer geſchwummen / und daher eiwasdundler und ſchwaͤrtzer wor« den / buabar, den allerfchlechteften aber der gang ſchwartz und boller Flecken iſt / auch feinen guten Geruch Minabary hell» nen. Diefelegtere Art fol darum fo ſchlecht ſeyn / weil fie allbe⸗ veit einmahl von den Wallfiſchen verfhlungen / und da fie ihn nicht verdauen koͤnnen / wieder ausgefpien worden / wie dann der Waufifch fehr den Ambra nachftrebet / fo dag auch einmahl wie Nicolaus Monardes in Hiftoria Aromatum ‚und Erafmus Fran- eifei in feinen Indianifchen Lufl-Barten / p. 18% & ſeqq. meldet: bey dem Canarifchen Inſuln ein Wallfiſch fol feyn gefangen worden/ indeflen Bauch man 16. Portugielifche Arrobas , das iſt s72. Pfund Ambra gefunden / woraus gemuthmaſſet wor⸗ den / daß der Fiſch ſich darinnen gar zu fehr müffe überfreflen has ben/und daß er von den lieblichen Geruch gleihfam trunden gemacht / und andas Land getrieben worden.

Ambra Effeng wird folgender geftalt gemacht / nimm Ambræ grylex ein Dbentin/Mufcus , ein Dbentin/ reibe beydes auf einen Marmorftein zu einen feinen Pulver / mit einen halben Pfund des bee ſten Zucers / auff diefes Pulver gief einen Spiritum Vini Tartarifa- tum, ſetze es zuſammen in gelinde Digeſtion eglicheTage/in einer ber⸗ fiegelten Phiole an die Sonnen-Gtrahlen / fo wird eine fehr Eräfftige Tindtur und Eſſentz daraus werden.

Ambra Pulver oder Poudre wird gemacht / wann man nimmt 6. Unsen Bohnen Mehl / fo viel Holgmürmer-Mehl alled durch ein Sieb geſiebt / und 4. Ungen Cypreſſen Holtz z. Ungen Sandei / 2. Ungen Benzoe/ ı. Loth Storar / 2. Dventin Calmuß und fo viel fau« danım dazu thut / hernach dieſes abermahl durch ein feiden

| ſie het /

46 Amb Ame F

ſiebet / hierauff zuieder2. Pfund dieſer Vermiſchung / 4. Gran

rauen Ambra, 1, Loth Biſem⸗Koͤrner alles geſtoſſen und durchge: tiebetimienget / folgends die gantze Maſſam in einen warmen ſteinern Moͤrſer nochmahl durchreibet / und in einer glaͤſern Flaſchen wohl verſtopfft verwahret.

Ambra Waſſer zu machen / ſo nehmt Ambra gryfea J Oventin/ Mufcus 15. Qw. Zibeth 1. Qventin / alles in Moͤrſel wohl zerrieben / mit Roſen⸗Waſſer befprengt / und abermahl zerrieben / bis alles zu feinen Pulver worden / alödenn ſetzt ed in einen gläfern Flaͤſchlein s, Tag lange an die Sonne/ nehmt hernac 4. Pfund Pomerantzen Bluͤht-Waſſer / und eben ſo viel Rofen- Waller / Irem 4. Unten Benzoe⸗Waſſer/alles in einer Flaſche wohl vernficht/ und zum Gebrauch bermahret.

Ambroſia, vid. Tanacetum odoratum.

Ambubaja, vid. Cichorium. |

Americanifche Waaren/feynd vornehmlich Gold und Silber / fer⸗ ner allerhand Droguiftereyen unterfhiedliche Arten von Hole zum färben/und indie Ar&ney dienlih. Verginiſcher und Braſili Toback / Indigo ‚Zuder / trudene und gefalgene Ochfene und Kühe Haͤute / und was dergleichen Waaren mehr ſeyn / welche am beften/aus der Hollaͤndiſchen⸗Weſt⸗Indiſchen Compagnie, ihrer ausklommen⸗ den Lifta, wann jest ein Verkauft folder Weſt⸗Indiſchen Waaren verhanden ift/können erfehen werden. Aus Europa gehen wieder nad) America zu allerhand Manufadturen/ fonderlich viel Leinwand und etwas von Nürenberger Waaren. Die Nationen welche dahin handeln/feynd Spanier / Portugieſen / Englifhe/ Holländer und Frantzoſen / unter folchen haben die Spanier / als welche dig reich⸗ fen Provinzien beſitzen / und nad) ihnen die Portugiefen/ Ne einen guten Theil von Brafilien ein haben/ fo dann die Englifchen/ welche Virginiam und die Inſul Jamaicam beherrſchen / die gröfte Hande⸗ ‚ung. Bon den Handel mit denGallionen/welde jührlic) aus Spa⸗ nien nad) America abfahren/ift zu wiflen / daß der Handel nad) Oc- cidental-Indien, fo weit daffelbe in den Gebiet des Königs von Spanien ift/ allen Nationen auffer feinen Unterthanen bey Leibes Straffe verboten/welches eben diellrſache iſt / warum die Fran zoͤſiſche Negocianten / und die jenige in andern Koͤnigreichen und Staͤnden / fo des Königs in Spanien Unterthanen nicht ſeynd / den Handel nicht anders ald durch die Spanier felbft treiben / welche jährlid in den Gallionen abfahren/ denen vertrauen fie ihre Waare um diefelben zu verfauffen/oder gegen andereketour · Waaren zu vertauſchen / wel⸗ ches denn auff folgende Weiſe geſchiehet. Die Indianiſche Flotte fähret faſt alle Jahr ohngefehr im Monat, Martio weg / „Die Cor-

rolpon-

* *

Ame 47

reſpondenten in Cadix, welche man die Waare zuſchickt / wann ſie dieſelbe in Spanien ſelbſt nicht verkauffen koͤnnen / geben ſolche unter

die Hand einiger Spanier / welche mit der Flotte nach Weſt⸗Indien

fahren / dieſe geben ihren Schein oder Hand⸗Schrifft von ſich / daß fie bey ihrer Zurückkunfft über den Verkauff oder Vertauſch dev Waaren /fo fie zu Puerto, Belo, verrichten / Rechnung geben wollen. Dieſes Puerto, Belo, ift der Ort / wo der Mard rei wird / und wohin die von Peruleos und andere ndianer jo die weit entlegen- ften im Lande feynd/vornehmlic aber die zu Lima und Panama ihr Geld und Waaren (welche beftehen in “old und fllbern Stenglin/ und Klumpen / item in Realen. welche dafelbften Stüd von Achten genennet werden/ in Perlen / Gold⸗Sand / Wolle von Vigogne, Campeche Holtz / welches zu färben dienet/Cacaound dergleichen zu verfauffen bringen. Aller Bortheil dieſes Handels beftehetdarinnen/ daß man zwey Dinge wiſſe / das erfte/ ob die Anzahl der Waaren / fo die Flotte nad) Puerto Belo bringt/ groͤſſer oder geringer ſey / als Die Kluntyen Gold und Silber / die Stüd von Achten/ und andere Waaren / fo diezu Peruleosund andere Indianer auf diefen Mark bringen: Dann wann fie nad) Puerto Belo, Gold / Silber und an⸗ dere Waaren brächten/die ſich höher belieffen/alö die jenigen fo die Spanier dahin gebracht / ſo ift gewiß / daß der Verkauf vor die Spa⸗ nier vortheilhafftig / und dabey viel zu gewinnen ſeyn würde : Die Urſache iſt dieſes / weiln die Indianer dieſe Maxime haben / daß ſle niemahlen ihr Geld und Waare wieder zurück nehmen / weswegen ſie dann alles vor wenigen hingeben: Alſo auch / wann die Spaniſche Waaren viel groͤſſers Werihs als die Indianiſche ſind / wird wenig daran zu gewinnen / und offt zu verlieren ſeyn / dann die Spaniſchen Negotianten ſeynd alsdann genoͤthiget / dieſelbe um einen geringen Preiß und wohlfeil weg zugeben / damit fe derſelben los werden / wie⸗ der in Spanien umkehren‘ und die Proviſion welche ihnen die frem⸗ den Neg otianten/ fo ihnen ihre Waare anvertrauet/ Zahlen müflen/

innen mögen/biefelbe ift nun mit demZoll zu Alcavala, Mädlere —* und Gewoͤlb⸗Zins in Puerto Belo, 7. biß s. pro Centum und auch s.bif 5. pro Centum vor die Proviſion wegen der güldenen und ſilbernen Stenglinund Klumpen Barres genannt/ und andere Waaren / die ſie auß Indien wieder zuruͤck bringen. Dieandere Sache welche zu wiſſen ſtehet / iſt dieſe / daß man ſich erkundige / wel⸗ che Waare mehr begehret wird / und den Indianern am nothwen⸗

digſten iſt. Denn es ſind etliche / derer fie nicht entrathen koͤnnen /

"und offtma

als Leinwat: Diefe Waare wird von den Indianern am erften weggenon daß alſo in dieſem Handel niemahls zu verliehren / —2 gewinnen ig. Was aber die andern en

etrifft

48 2. 1 beteifft/welche ihnen nicht fo nöthig/ und die nur zu Zierath /oder ih⸗ rer Euriofität ein Genügen zu leiften/ dienen / kauffen ſie diefelben nichtals nur um den Reſt ihres Geldes und Wahre anzumenden/ da- mit ſie wie geſagt / nichts wieder zuruͤck führen duͤrffen / liegt alfo der Gewinn oder Schaden an Dieloder wenig Wahren/die in die Meſſe zu Puerto Bel», fo wohl auffdie Geite der Spanier / als Indianer gebracht werden. Wegen der Unkoften/die vordie Wahre, welche nach Puerto Belo geſchickt wer den/auffgehen/wird von Cadix aus / wo die Verzeichnis der Wahre gemacht wird/ s. oder 6. pro Centum Schiff⸗Lohn gezahlet.. Vor die Ausladung der Wahr ungefähr 6. pro Centum, vor den Zoll/ welche man dem König fhuldig/ und in- dulte,das ift fo ufel / ald Erlaubniß und Paß genanmt wird / zahlet mans. Achtort und 2. Realde plata, dor einen Ballen / welches unge⸗ fähr 2. und ein halb pro Centum machet. Offt werden die Wahren bon Puerto Belo nadher Earthagena gebracht / das Schiff-Rohn Eos ftet vor ein Ballen ungefähr s. Francken / welches beynaheein halb ro centum bringet/ ed wird aber der Indianiſche Handel nicht al⸗ ein zu Puerto.Belo, und Earthagena/fondern auch inneu Spanien zu Buenos, Ayros,uflVeraCrux,melches das entlegenftefand iſt / ſtarck ger trieben/man koͤmmt alddann durch den Fluß Rio dela plata,und zah⸗ fet vor das Schiffer-Lohn / und andere Unkoſten ungefehr fo viel als von Eadir biß nach Pucrto Belo. Die Flotteaber/ welche nach neu Gpanien gehet/bleibet zummeniaften 2. Jahr aus/ und die Gallio- nen / welche nad) Puerto Belo fahren / kommen wieder nad) Cadix in» nerhalb 7. oder s. Monat/ denn ſie gehenim Monat Martioab/ und kommen im O&tober oder Novemb. eben deffelben Jahrs wieder an. Mach Buenos Ayros,und nad) Vera Crux,werden eben derGat⸗ tung Wahren/ ald nad) Puerto Belo gefandt / und auffer dem Gold und Silber/fo wieder zurüd gebracht wird/ladet man audy Cochenil- le und Indigo. ZuSevilien in Spanienift ein Haus auffgerichtet die Contratadtion/ welches beftehet aus einen Prafidenten und unter- ſchiedlichen Räthen/deren einige/die nad) America ausgeruͤſtete Flot⸗ te und Gallionen, die andere aber / das Juftig-Mefen uber den A⸗ mericanifhen Handel beforgen Die Appellationes bon diefen Tri- bunal gehen an den groffen Kath von Indien / der zu Madrit refidi- vet/alle Regiſter aber/welche nad) Weſt⸗Indien gehen/oder von dan⸗ nen kommen /werden in obbemeldetem Haufe derContraradtion zuSe- vilien,gehalte und dieſes darum / damit der Koͤnig nicht in feinenZöllen —* betrogen werden / wiewohl ſolches wenig hilfft / weil die Kauffleu⸗ te ſchon andere Auswege wiſſen / auch die jenige / fo Auffſicht über ſie haben ſolten / den profic fo gern mit ihnen theilen / daß derKoͤnig nicht

ein vierten Theil davon bekoͤmmt / hon dem / was ihm ſonſt vonRechts | | wegen

Ame | 40 en gantz gebuͤhret haͤtte. Die Philippiniſchen Inſuln / welche

ei —— China liegen / dependiren eben fo wohl ern Könige in Spanien/ (te Eoften aber faſt mehr zu unterhalten / als ſie einbringen / wie jie denn auch kein ſon derlich Commercium, als nur mitetwad Seidehaben. Man hat als eine fonderbahre Spannifche Politiqve obferviret/daß fle bißanhero das erabliffement der Manu- fadturen in Wet: Indien/ungeachtet ſolches Land vortreffliche Mate- zjalia dazu ausgiebet / mehr gehindert als befördert / und zwar dar⸗ um/meil die Indiauer überaus ihre commodität und Leibes-Zievath lieben/und dannenhero / wann (te ſolche nicht felber in dem Lande ha⸗ ben/folches von den Spaniern kauffen / und das gute Gold und Sil⸗ ber davor hingeben müflen/ auff weiche Manier man ſie zugleichtn der Unterhänigkeit haͤlt und. verhindert / daß (le zu feinen groffen Keichthum gelangen können. Die Galionen find eigentlich die jeni⸗ ge groſſe Kriegs⸗Schiſſe / welde die nah Weſt⸗Indien fahrende Kaufardey-Schiffe convoyren müflen / (le folten zwar feine Kauff⸗ manns⸗Guͤter einnehmen/allein die Begierde zum Gewinn uͤberwie⸗ get def * Befehl / wie ſie dann auch offtmahls fo beladen ſeynd / daß / foman ſie angreiffen ſolte / ſie ſich nicht wuͤrden defendiren kon⸗ nen. Ihre expedition welche erſtlich die Kauffleute bey den groſſen Kath von Indien zu Madrit erhalten muͤſſen / koſtet von einer jeden Galion, nachdem fie klein oder groß iſt von. biß sooo, Reichsth. Unkoſten / woraus leicht was auf dieſen Handel muͤſſe zu verdienen ſeyn. Es gehen aber die Galionen nicht weiter als nach

Porto Velo, woſelbſt hin man alles Silber aus Peru bringet. Kauflardey-Flotte aber gehetweiter biß nach neu Spanien. Gedach⸗ teö Porto Velo iftein Flecken an den Americaniſchen Küften/ von fehr ungefunder und hisiger Lufft/ ıs. Meilen davon ift die Stadt Pana- ma,wofelbft man das Barren-Gilber/und andere Waaren von Peru zu Waſſer Hinbringet/ und von dar weiter zu Lande nad) PortoVelo, mofelbft wie ſchon gemeldt /.einer der gröften Maͤrckte von der gan⸗ gen Welt gehalten wird. Dann innerhalb 40. är0, Tagen/ werden über 20. Millionen Europäifher Waaren / welche man alle contant bertauffet / abge ſetzet; Sobald der Mardt geendiget/ ſo kehren die Galiogen wieder nach Carthagena / mwofelbft ebenfalls ein groffer ‚Handel mit Indianiſchen Waaren gefhiehet. Hierauff gehen fie nad) der Hanava, die Rothwendigkeit zu ihrer beborftehenden Ruͤck⸗ Reiſe nach dem Bateriaude einzunehmen/mwelches (te dann gemeinigs lihinz, Monaten / biß nad) Cadix abſolviren können. Mas aber die Kauffardey Flotte andelanget/ hält ſich felbige zu Porto Ricco etwas auff/ um Dafelbft Verfriſchung einzunehmen Hierauff benicht ſie ſich nach Vera Crux, und ladet BR ihre Waaren / welche man ala ® dann

so Ame

dann ferner biß nach der groffen Stadt Mexico bringet/folglich reifet die Flotte wieder zuruche nach dev Hanava, welche zuruͤckReiſe aber anders nicht/als im Monat April und September, wegen der alsdanız wehenden Norden Winde gefchehen kın. nögemein/ift der Ga- lionen ihre Keife aus und zu Haufe 9. Monat / der Rauffardey- Flotte aber iz. biß rs. Monat. Es Fönnen auch wohl mit derfelben einige Particular-‘Perfonen auff ihre Unkoften dahin gehen / (ie müflen aber erſt darzu Erlaubniß vom Könige haben/ und ich zu Sevilien in dems Haufe Contratadtion einfchreiben laffen / und alddann dörffen ſie doch nicht weiter / ald auff die Geiten bon San- Domingo, Honduras, Caracas & Buenos Ayres fommen. led Geld / welches recta von Indien an den König könmte/ wird in eine Galion eingeladen / und einen Königlichen Münt-Meifter unter Handen gegeben/ welcher vor jeder Reife dem König sooo. Reichs⸗ thaler bezahlet/und hergegen ein pro Centum von feinen unter Han⸗ den habenden Gelde wieder einbehält/welches weit ein miehrers aus⸗ beträget. Was der particulair-Rauffleute ihre Gelder anbetrifft/ koͤnnen fie folche einladen wo ffewollen/und muß ihnen der Sciffö-Ca- pitain allezeit davor Rede und Antwort geben. Es iſt auch eine ge⸗ wiſſe Aufflage/ Avarie genannt/auff alle aus Indien zurüce kommen⸗ de Waaren und Contanten geleget/diefe Auflage ift fo conſiderable, Daß fie alle die Unkoſten / welche auff die Ausrüftung der Galionen und der Flotte gehen/ungeacht (ch folche auff neunmahl hundert taufend Reichsthaler beläufft/tragen fan. Der jenige/ welchen der König zum General der Galionen erwählet / fchieflet gemeiniglich 80. oder 100000, Reichsthaler dem König vor / welche ihm hernach in Indien . mit groffer Intereffe wieder bezahlet werden. Gleicher Geſtalt avan-- eirer auch ein jeder Schiffs⸗Capitain, nach proportion der Gröffe feines Schiffes dem König ein gewiſſes Geld / ſo ihm ebenfallsin In⸗ dien wieder bezahlet wird. Mit denen Galionen gehet auch zugleich ab eine Patache , welche ſich aber von denenfelben den Golfo de las yeguas wieder ſepariret / und nach der Inſul St. Margarerha gehet/ daſelbſt Perlen einzunehmen/wovon der König den fünfften Theil ge= nieffet. Vor einigen Jahren hat man etwan 70. Meilen von Lima neue Gold⸗Bergwercke entdecket / welche ein groſſes Einbringen / der König hataus folchen und aden andern den fünften Theil/ fo wohl an Bold als Silber und Smaragden. Die Gold- Minen zu Potofi, ſeynd die allerreichften/und giebt das einige Königreich Peru, jährlich eilt Millionen Reihöth. aus. Neu Spanien fünf Millionen/ ohne die andern Waaren / als da feynd: Smaragden / Gold und Silber / Cochenille,Zobad/Vigogne-WBolle/ Campefch-Hol& und Leder, In gank neu Spanien feynd Feine Weinberge / noch Oelbaͤunme zu ee | ungeach⸗

u. m. vw. J 7

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Ame 51

ungeachtet ſie daſelbſt wohl fortkommen ſolten / ſie werden aber darum verboten / damit die Spanifche Weine und Del deſto beſſer ihren Ab⸗

gang finden moͤgen. Von der Hauptſtadt Mexico, foͤnnen die Erd⸗

Beſchreiber nicht genug beſchreiben / was vor eine vortreffliche Stadt dieſelbe ſey / ſo wohl an Gebaͤuden / als ſituation, Reichthum / Handel und wegen ihres vortrefflichen climatis. Man koͤnne um ſolche zwey mahl des Jahrs einerndten / die Erde ſey gleichſam ſchwanger von Gold / Silber und Edelgeſteinen / und die Waſſer geben auch die Per⸗ ten in groſſer Anzahl / welches alles machet / daß man die jährlich aus Indien ziehende Contanten über so. Millionen ſchaͤtzet / welche aber / ſo bald ſie inSpanien aukommien / gleichſam / als durch viel Canaͤle wieder nach Franckreich / Engeland / Holland und Italien audflieſſen / und den Spaniern das wenigſte davon überbleibet. Eine merdwirdige Sache iſt es auch / daß / ſo bald die Flotte zu Cadix anfonmet / ſich da⸗ ſelbſt Leute finden / welche öffentliche proſeſſion machen / die Zölle des Königs zu defraudiren/ und fo wohl die baaren Gelder als Kauff⸗ mannfchafften aus dem Lande zuprarticiren. Man nennet ſie Me- tadors, und accordiren fie mit den Kaufleuten dergeftalt/ daß vor ein Gewiſſes fie die Mühe und Gefahr auff fich nehmen/ ihnen ihr Geld oder Waare/da wo (le es hin Haben wollen / ohne Zoll indie Stadt za tieffern/und dieſes gefchiehet auch fo ſicher / daß ſie niemahld mangvi- ren; Zwar fönte man ſolchen Peuten wohl genauer auffſehen / und ih⸗ nen ihr Handwerck etlicher maſſen legen/ allein/ weilman befunden/ daß es dem Commercio mehr Schaden als dem König Nutzen brin⸗ gen würde / ſo ſiehet man durch die Finger / das beſte Mittel wäre/der König verringerte etwas die Zoͤlle / ſo würde man lieber der Contra- tadtion ald den Metadors dad Geld gönnen: Indem man ben ih- nen in Furchten ſtehen muß / auf einmahl/wann fie folten ertappen wer» den / das jenige zuverliehren / was man in zehen fahren an den de- fraudirten Zöllen gervonnen. Diefes wäre der Spanier ihre Hand⸗ lung / die fie in Weſt⸗Indien haben/ die Engeländer beſitzen darin⸗

nen Virginiam, welches zu Ehren der Königin Eliſabetha (als die

bis an dos Ende ihres Lebens eine Jungfer geblieben ) alfo genennet worden / dieſes Land bringt viel Tobad/und etwas Seide) die Haupt» ftadtheift James Town, oder Jacobs⸗GStadt / das daran grängende nen Schweden gehöret auch den Engeländern / und hat König Ca- zolus 11. den bekannten Dbäder William Pen,ein Stud davon vereh> ret / ſo er nach. feinen Rahmen Penfylvania geheiffen/ und die Stadt Philadelphia darein erbauet / wohin jich feit dev Zeit viel von den Ehiliaften/Dvader und andere dergleichen Fanaticos zu wohnen be⸗ geben. Es haben ferner die Engelander in dieſem Lande neu Nie⸗ derland / jest new Jorck genannt / —— zobad nn ® 2 wir

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52 Ame

wird / die Haupt⸗Stadt hat gleichen Namen / nemlich neu Jorck und war dieſes / ſeither Anno 1655. da es die Engelaͤnder erobert haben. neu Engeland iſt Bristov, Pleymuth undLonden zufinden / woſelbſt ein ſtarcker Leder⸗Handel getrieben wird / neu Brittania {ff unter dem Rahmen bon Terra Laborador,oder Cortercal bekannt. Reu Rord und Suͤd⸗Wallis feynd 2. Provinsien fo gantz gegen Rord⸗Weſten fiegen/ und den ter be Engeland Die Inſul Jamaica kam Anno 1555. unter Engliſche Boitmaͤßigkeit / die Haupt⸗ Stadt dar- in iſt Sevilla. Den Holländern gehoͤret in Weſt⸗Indien / und zwar in Guiana zu / ein’ groſſer Strich-Landes zwiſchen den Fluß Orino⸗ qve,und delas Amazones gelegen / von welchen (ie Anno 1669. den HerrnGrafen ven Hanau / auff D-Becherd Negociasion,einen diftrich von 30. Meilen lang/ und 100, Meilen breit verliehen/ es iftaber die Poſſeſſion. Rehmung davon aus unterfchiedlichen Urſachen nachge⸗ blieben wovon beſagter D. Becher in feinen Commercien-Tractat der Laͤnge nach zu leſen. Ferner beſitzen die Hollaͤnder in America, die Infuln St. Euſtachio und Saba, auff dem feften Land die Stadt Coro und in Gujana, die Colonien Boron Esqvio,Brevice, und A- perwacke. Die Frantzoſen haben (1.)nova Francia,Canada und A- cadia, über Florida. Sierauff das neue Land Louiſiana, (2.) den vöften Theilder Inſul Terra Neußwofelbft jie ihren Cabliau⸗Fang Gabenybon welchen jährlich etliche hundert Schiffe voll nach Franck⸗ reich gebracht werden/ item, haben ſie die Inſuln Anticotti und Sr. Jean, von denen Inſuln Barlovento, Anguilla,Martinigve,S. Bartho- lome, 5. Croix, Guadaloupe, und 5.Lucie. Die Hauptftadt in no- va Francia-ift Quebec, allwo der .. Stadthalter relidiret/in Acadia {ft PortReal. Die Portugiefen haben ein groſſes Theil von Braſilien / Anno 1500. entdedte folches Perrus,Alphonfus Capralis, Die KHauptftüdte darinnen feynd Tamaraca,Phernambuco, oder Olin- de, S, Salvator, wo des Vice-Roy feine Relidens ift/ ſie liegt an der . Baya, oder Meerbuien / de todos los Santos, oder. Allerheiligen. Braſilianiſche See⸗Kuͤſten feynd/Porto Siguro, Spirito fanto, S.Se- baftian und S. Vincent, welches legtere in derfelben. Begend feine Gilber⸗Gruben hat / es wird auch hiefelbft viel Anıbra ſo durch das Meer and Ufer gefchlagen wird / geſammlet / der übrige Handel diefer Portugieſiſchen Braſilianiſchen Städte und Provinzien / beftehet in Zucer/ Baumwolle / und Braſilien⸗Holtz. Das beruhmte Gold und Silber Bergwerck in America iſt zuhotoſi. von welchem die Spanier ehemahl zu tagen pflegten / daß zwey Theil Silber / und ein Theil Er⸗ de nur darinnen anzutreffen / in der Probintz neu Granada unweit der Gtadt Mufe, iſt ein >. Fels don den Ichönften Smäragden zu finden / bey) Panama, ſonderlich an den Perlen-nfuln: Cubagua und Ä Märgaricha,

——

Ame Amm 52

Margaritha, werden viel Perlen ausgefifchet / fo faft den Orientali⸗ fchen an Schönheit gleichkommten. Bon Gewuͤrtz hat America nichts/ auffer viel Ingber / und eine gewiſſe Frucht Axi genannt/ welche an

Schaͤrfſe den Pfeffer gleich kommt. In gewiſſen Americanifchen. Provingen follen fo groſſe Schaffe zufinden ſeyn / daß man ſich ihrer die Waaren uber Land zu tragen/gebrauchet/ item,finden ſich Aufter-

tragende Bäume/auff welchem recht ſchmackhaffte Auſtern wachſen. Amethyftus , Amethift. Gin vöthliher durchſichtiger Stein / fommet aus Indien und Arabien‘ / und ift befler ald der Boͤhmi⸗ ſche / einige gebrauchen denfelben aus Aberalauben gegen die Trun⸗ ckenheit und Melancholeny/ die wahren Amethiſten werden fehr hoch⸗ ehalten / man Fındet aber auch viel falſche welche folgender Ge⸗ alt gemacht werden / man nimmt præparirten Flinten⸗ Gtein/ 4. Poth/ und 2. Roth ordinaire Mennige / vermiſchet beydes wohl unter» einander / reibet ferner darunter ıs. Gran der praparırten Magnefix, und zu Diefer noch 2. oders. Green der praparirten Zaffera/ folches wird zufammen in den Dfen gethan / und wie gebräuchlich geſchmel⸗ Get / fobefönnnt maneinenanfehnlichen Amethiften, Ein mehrerd hiervon ift in den ioten Theil der Kunft und Schatzkammer / vater Cur:ofitäten, itemin des Nicols Edelgeſtein Büchlein cap. 8. p. 73.

Amianthus Lapis und Asbeflus Stein oder Erd⸗Flachs. ft ein zafelichter ſchwartzgrimlichter ſchieferigter Stein / welcher (ich wie Federn von einander veiffen läſt / dahero er auch bon eini⸗ gen Federweiß genennet wird / er ſoll von den Feuer nicht verbren- niet noch verzehret werden / dannenhero die Römer und einigeDrien> taliſche Voͤlcker / eine underbrennliche Feinwand daraus gemacht / in weicher vornehmen Leute ihre Leiber verbrand worden / damit die Aſche darin unvermenget mit der Aſche des Holtz-Hauffens möchte conierviretwerden/ wie aber foldyes Leinwand aus diefen Stein gefponnen werde / folchesiftheutigd Tags ein Arcanum , und un—⸗

ter die verlohrne Künfte zu rechnen / der befte Amianthus kommt

aus Aſien / dann der aus Italien gebracht wird / iſt ſo kurtz und zer⸗ brüchlich / daß er ſich wie der andere nicht fpinnen laͤſt noch weni: ger kommt dad Alunıen Plumofum mit denfelben überein / als melches fo wohl von den Feuer ald gemwiflen Menftruis fan auffgelö- fet werden / dahingegen der Stein oder Erd- Flache beyden mi: derftehet / in der Artney / hat man ein Linimentum oder Gälb- lein don den Amiantho . welches eigentlich vor den böfen Grind ge-

braudet wird. | Ammeos, Amios, Ammi-Verum, Cuminum Frhiopicum, Ammey;Saamen bemmt häufig aus Egypten über Venedig / Hip- D 3 pocrates

Pr

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54 Amm

pocrates meldet / dag er in Egypten in Brodtgebaden/ und vor das Bauch⸗Grimmen und Unfruchtbarkeit gebrauchet werde / ev muß rein / friſch und wohlviechend feyn. : Seine Figur ift faſt den Kuͤm⸗ mel gleich / und fein Geruch wie Thymian / erwirdunter die bier Feine erwärmende Saanıen / oder Semina Calida minora ‚(welche feynd Ammeos. Amomi, Apy & Dauci ):gezehlet.

Ammodiarc, vide Pachten.

Ammomum Cordo , Rofa- Hierichunta, diefed Saamens gibts zweyerley groſſe Arten / deren die eine etwas Heiner und auch die be⸗ ſte iſt wiewohl jegiger Zeit offterö der Saamen falfch aus dem Lan⸗ de geſchicket wird/ der befte Eoninıt aus Meſopotamia iſt rund / groß ald Pfeffer oder Eubeben / man finder das Gewaͤchs auch inArme- | nien, aberohne Frucht / die Blumen ſollen ſich dem Origano glei= then / und wann es ja zuweilen Saamen bringet / felbiger doch nicht zum beften geartetfeyn/ einige wollen dies Gemwärhs fen die Roſe bon Hiericho, In Material-Handlungen werden bey uns nur zweyerley Gefchlecht/wiewohl Cluhus,deven drey beſchrieben / gefüh⸗ ret / der groſſe runde Saamen hat oben und unten ein Loͤchlein / vor dieſen brauchte man in der Artzney vor der Alten ihr Ammomum das Acorum, der Zeit aber die Naͤgelein oder Galgant. Was die ei⸗ ſo genannte Rofa bon Hiericho betrifft / fo iſt ſelbige ein

ewaͤchs / welche am Ufer des vothen Meers im Sand hervor wachſt. Gie beftehet / aus einen fat Handbreiten Stäudlein/ hat viele fich in einander flechtende / holgigte Aftlein/ kleine / laͤngli⸗ che und ſchmale Blätter / träget in der mitten runde Körner oder Fruͤchte / und iftinsgemein felbften vund / che fie fich voneinander thut / welches in warmen Wafler geſchicht / dap fie ſich aderin der ie wie die einfältigenkeute glauben/aufithun folten/ ift eine Fabel / ſintemahl folches auch in andern Nächten / vpermuthlich durch des Winters Feuchtigteit geichichet / indellen manchen die Mard:Schreyers/ ein Hauffen Weſens von ihren Tugenden / und 3— daß ſie abſonderlich denen Gebehrenden die Geburt be—

oͤrdere.

Ammoniacum Gummi, Am̃oniack / flieſt inAfrica aus einenKraut Ferulacea genañt / das beſte muß ſchoͤn weich / groß / weiß / gelb / und gra- nulirt ſeyn / dabey einen Bibergailiſchen widerwaͤrtigẽ Geruch Beben / und nicht fehr mit Rinden/Holg oder Sand vermengt / fondern rein und bitter feyn. Die Daraus bereitete Stuͤcke feynd (1) der gereinigte Ammoniack , welcher fich hernach in einen jeden mwällerigten Ligvo- re aufflöfet/ am beften aber in Terpentin / (2) das deſtillirtedle / wel⸗ ches durch einen Alembie oder Retort getrieben wird / 5) derSpiri- tus welches ein vortreffli Mittel das Geblüt zu reinigen / den

Schar⸗

Ymm Amp 55 Scharbock zu heilen / und die Verſtopffungen zu öffnen / €4) die Pilulen von Ammoniack , (5) der Relinofe , und (6) der Viscofe Extralt. Ammons Höenlein oder Cornua Ammonis, ein Art eines figu- rirten Steins. | „Ammunition, iſt Pulver und Bley/ zur Kriegs Artiglerie ge»

Ampel Wuͤllkraut / Verbafcum Lychnite,

Ampffer Acetofa Pratenfis.

Ampffer mit knodigter Wurtzel / oxalis tuberofa fecunda.

Anıfterdamiche Waaren / vide Holländifche,

Amuleta werden diejenige äufferliche Artzney Mittel genannt / welche um den Hals / Armoder Bein gehangen werden / eineodes andere gewiſſe Krandheit zu heben / wiewohl es doch alles meh⸗ rentheils auff einen Aberglauben / oder halbe Zauberen hinaus laufft/ bey welcher der Nahme GOttes / und die Sprüche der heiligen Schrifft / ſehr gemißbrauchet / und auf dergleichen mit ſonderli⸗ chen Figuren gezeichnete Amuleta oft mehr aldaufein enffriges Be: bet / einen erfahrnen Medicum oder natürliche Arkney-Mitttel ge⸗ halten wird / insgemein findet man Engelifche Nahmen / als Mi- chael, Raphael , Gabriel darauf / welche vor Schug-Engel gehalten werden/ temSchlangen-Bildniffe / weil die aberglänbige Leute ſol⸗ he vor ein Antidotum, wider die gifftige Schlangen-Biffe halten/ man findet auch Ehymifche Amuleravon Gold und Silber / worauf _ man ſiehet des Allerhöchften Kob/ and Gebet zu denfelben/ dag er doch Die Arcana Naturz, ihren Indagatöribusund Nachforſchem / nicht laͤn⸗ ger wolle verborgen bleiben laſſen / wobey dann hundert Ænigmata und Hieroglyphica vorkommen / daß einer den Kopfflang genug darũ⸗ ber zerbrechen foll / ehe er fie wurde ausdeuten. Wir überlaflen ſol⸗ che Ehymifche Grillen und Philofophifthe Gold-Medaillen, denen Goldmachern / wo deren nod) einige zu finden ; unfer Kauffmann hat damit nichts ( alö fo weites inden Kunft und Medaillen- Handel binein Lauffen möchte) zu thun / noch viel weniger mit denen von den Dvasffalbern/ und alten Weibern/ oft ausgegebenen Amuletis, wel⸗ che mehrentheilsauff Betrügereyund Mißbrauch des Goͤttlichen Nah⸗ mens hinaus lauffen. Wer ein mehres Von Amuletis zu leſen begehrt / der ſehe D. WolfisScrutinium Amuletorum,, Julij Reichelts Profef- Koris zu Straßburg / differtat, de Amuletis, item, des Eraſmi Fran- ciſci Schrifften/ a.

Amulireti / vid, Email, item Gemaͤhl.

Amygdale, Nuces Grecz & Thafız ‚vid. Mandeln.

Amylon, Krafft- Mehl / a / wird aus den beften Weihen ge»

D 4 macht /

56 - Amy Ana macht / und das Leinen-Zeug damit zu fteiffen / item auch zu Saar Pu= der gebraudt.

Anacardium Brafilienfe, fonft auch Elephanten Läuf genannt. Diefe ar heiſſet Anacardium , weil fie einem getrockneten Hertz an der Geftalt gleich kömmt / ſonſt iſt ihr eigentlicher Rahme Cajous. Cs iſt noch einander Anacardium, fodiefem gang; gleich koͤmmt / aufe fer daß der Hals oder die Drüfe fo oben heraus waͤchſt / nicht ſo kumm ſondern gerad und länger iſt / ſie wird bon Malabar gebracht. Es wãchſt auch eine Artin Sicilien / welche oben auf gleichfam eine ho⸗ be Krone hat / wiewohl ſie den Eigenſchafften nach mit dem-Malabari- fhen gargenau übereinfommt. Diefe Frucht hat einen Blutrothen dicken Saft wie Honig unter der Schale/ und in dee mitten einen Kern als eine Mandel/ fie fol wider die Wuͤrmer vortrefflich ſeyn. Noch eine andere Art dergleichen Frucht / wird auch aus Brajilien ge⸗ bracht / fobon einigen ebenfals Anacardium , und von andern Ca- jous genennet wird / ift aber mehr Nieren als Hergförmig. Die Confeetio Anacardina flärefet und bermebret dad Gedaͤchtniß.

Anacollcma bedeutet insgeineineine Leimung / in der Medicini- ſchen bractiea aber /ift edein Mittel daß der Stirn appliciret / und gleichfam angeleimet wird/ damit ber Blut- Flug in der Nafenoder au den Augen geftillet werde.

Anagallisterreftris rubra, Phoenicea mas, gauchheil Männlein/ nr Coerulea, gauchheil Weiblein / wächlet faftin alien Gaͤr⸗ ten/ in Händen gehalten / flillet ed das Nafen-Bluten.

Anagallis Agvatica Beccabunga ‚' Sium‘Agvaticum , Maffer Bachbungen / wird mit Nutzen gegen den Scharbod ge: raucht.

Ananas ſive Nana. Dieſe Frucht wird weitläufftig von Wormio beſchrieben. Sie waͤchſet nad) Art der Dieſteln / hat lange ſchmale kleingekerbte Blätter / blaue Blüten / und träget oben auf / allezeit einen Buſch / der werner abgenommen und ın die Erde berfetet wird / das folgende Jahr wiederum eine folche Frucht hervor bringet, Gie wird faft fo groß ald eine Melone/ hat ein wohlgeſchmacktes Fleiſch / und angenehmen Geruch / allein fo es viel genoſſen wird / berurjachet es gefährliche Entzündung tm Hals / fo. ferne man es hingegen in Stäcen ſchneidet / und diefe in Spanifchen Wein er- meichet / ziehet diefer das Schädlichfte daraus an ſich / abereben diefes iſt aud) was den Geſchmack am lieblichſten madet. Denn hernach befommit der Wein denfelben Geſchmack / hingegen auch ſchaͤdliche Eigenſchafft / daß er Entzuͤndung im Hals verur⸗ N) |

_ Anapallus, Bellony, velOpuntia, Ä Anato-

Ana Alt $7

Anatocifmus, heift der aufverfallene Zind-Gelder wieder gerech⸗ nete Zins / welcher von den Wucherern genommen wird. | Anatomiren / zergliedern / zerſtuͤcken / zertheilen / ſonderlich ein Todten⸗Coͤrper / und deſſen innerlich und äufferliche Theile / wohl befichtigen / wie ſolches gar bielfältig von Profefloribus Me- . dicinz auf Univerfitäten geſchicht / ob nun wohl diefes die Kauffleut und ifr Magazin nicht angehet / fo fuchen doch mandhmahl die otedfer und Materialiften/ folche Sachen die in die Anatomie ge⸗ hörend / (theils weil bey ihnen Nachfrag der ‚Medicin halber dar« nach gefchicht/ theils vor die Colle&teurs der Kunſt⸗ Kammern / und raren Cabinetten / theild auch zu Auszierung ihres eigenen Gewoͤlbs oder Materialien Kammer Anatomie Sachen / damit aber der ge⸗ neigte Lefer willen möge / worinnen folche eigentlich beftehen / fo wol⸗ len wir eine kurtze Erzehlung derer / in der vortrefflichen Leydiſchen Anatomie Kammer aufbehaltenen Anaromifchen und anderer Rari⸗ täten/hiemit vorftellen / und zwar ſiehet mau gleich zu Eingangs in befagte Anatomie Kammer. Die Köpffe von ꝛ. Elephanten / un» terfchiebliche Zieger / Panter Thier/ Rhinoceros, weiſſer Hirſchen / ei⸗ nes Thiers fo in Brahlien Tajacon genennet wird / und bloß bon Amei⸗ fen lebet / eined See-Pferds / Elends und anderer Kild / unge: meiner Thiere-Hänt / ferner eineAufter Schale fo o. Pfund wieger/ einen Wallfiſch Elends und wilden Schweins⸗Kopff / ein Crocodill; Rorwegifches Haus von Balden zufammen gefegt / einen Schnabel von einer Braftlianifhen Gang / etliche Indianiſche Pfeile / eine Trompete von Baum⸗Rinden / Mofcomitifchen Bogen / Pollnifche Stiefel / Bappifche Hofen/ zwey Hörner von einen wüden Ochſen / einen Haar⸗Schopff von einen Mofeowitifchen Moͤnch / eine Eofagvifche Baute/ ein Indianifches Hembd / Finniſche Schritt-und ledernes Schiff / Chinenſiſche Waffen / eine Partiſane von einenFiſch⸗ Grat / ein Chirurgiſches Inſtrument Glofocomium genannt/ einen natürlich an einen Baum gewachfenen Geffel / ein Sceleton von einen ungebohrnen Wallfiſch / zwey Tieger Ihier / einen Beeren / einScc- leton von einen Adler/ ein Civer-Kage/ einen Vielfreß / ein Meſſer fo inEngeland gefunden worden / mit der Auffchrifft / bring um vie Hunde / verbrenne die Hündinnen / brate ihre ungen. In der Anatomig Kammer felbft ſieht man oben an der Dede unter: fhiedliche monftrenfe Gebeine / eglihe Wallfiſch⸗Zaͤhne / ein Scele- ton von einen Beeren/ Ä Rund herum ſieht man Ein Sceleton boneiner Kuh / Wolff/ Affen / Efel/ welcher auf feinen Rücken eine Frau trägt / die ihr Tochter Kind umgebracht/ tin Sceleton don eimer Katz / von Maͤdgen von 7. Jahren/ Ye ihr

58 Ana

ihr Kind umgebracht / von einen Tieger / vomeinen Bock / von ei⸗ nen Gärtner/ der fich felbft erhangen / von einen Beeren / Sirfchen/ von einen Thier / die Faulheit genannt / von einen See⸗Haſen / Hund / Pferd/ See⸗Raͤuber / Schaaf / wilden Bock / Vielfraß / von der Cathrina von Hamburg / die ihres Diebſtals wegen / ger hangen worden / von einen Mann / der auf einen Ochſen reitet / von einen Affen / Jagd⸗Hund / See⸗Hund / zwey Deferteurs, die noch mit ihrer Haut bedeckt / item ‚von eines Capitains Laqpeyen / der in Haag gehangen worden. |

Um das Anatomie Theatrum ſieht man an

Re ver Wand, Cine groffe Mumie, auf welcher das Bildniß / der Boͤttin Ceres eingegraben / den Kopf von einen Elephanten/ Wolff / Meer⸗Kalb nnd Meer⸗Reyher / fo den Wallfifchen nachftrebet / einen unbefand> ten Fiſch / Meer⸗Igel / 2. Thiere Taitons genannt / ein’ Membrum. virile eines Wallfifches / ein Gee-Schwerdt/ eine zubereitete Men⸗ fhen-Haut/ ein Thier die Faulheit genennet / einen felsanten Fiſch / fo indem Harlemer Meer gefangen worden / einen Rochen vor Ango⸗ la / einen Ameiß-reffer / einen Grocodill, eine Mannd-Blafe / in welche s. Dvartier Waſſer gehen / eine Manns-⸗Haut / auf Perga⸗ ment Art bereitet/ einen See⸗Hund / Arm / Fuß / und Kopfvoneis nen Miffethäter / das -Contrefair des Preuflifhen Meſſer⸗Gchlu⸗ ckers / ein Hembd von eines Menfchen-GBedärmen gemadt / ein Indianiſch Eichhorn Fell / eine gegetbte Frauen-Haut / ein See⸗ Kalb / ein Meer⸗Staar /ein Meer⸗Igel / ein Fifch der wie ein Bier⸗ Krug ausſieht / dieScelera von einen Kaninichen / wilden Schwein/ Affen / Hahnen und Tauben / eine groſſe Schild-Kröte / auf welcher ein unbefandt Ihier ſitzt zwey Stuͤck Wallfiſch⸗Baaren / ſo beyZirck⸗ See gefangen worden / dreygroſſe Schlangen-Hänte / einen Walk fiſch Schwantz und Rippen / eines neugebohrnen Kinds-Haut/z. In⸗ dianiſche Pferd⸗Haͤut / Chineſiſche Wuͤrmer / eine felsame Fifch-Blafe und Magen eines Fiſches / ſo bey Schevelingen gefangen worden / einen Manns und Schweins-Magen / etzliche Menſchen⸗Gedaͤrme / einige unbekandte Fiſche / einige Hirſch⸗Fell. In der groſſen Kiſte Nordwerts. Lit A. gezeich⸗

net / ſiehet man Eine Mumia eines Egyptiſchen Printzens über 1300, Jahr alt / den Schnabel von einen Vogel Rhinoceros oder Topau genannt / eine weiſſe Schachtel doll ungebleicht Egyptiſche Feinwath / eine Rolle Ehinefifch Papier / einen groffen Stein/ fo man einen jungen Maͤd⸗

en aus der Geite gefehnitten/ ein Eovallen-Bäumlcin / ſechs Steine o einen Mann ans der Blafe gefchnitten worden / eines m

ogels

Ana 59

Vogels Schnabel einen groſſen Arabifchen Jaßpis / einen Topff / mit Chineſiſch Bier angefüllt / einen Indianiſchen Saͤbel / eine Roͤmi⸗ ſche Todten⸗Lampe / die allzeit brennet / einige Roͤmiſche Gefaͤſſe / einen Indianiſchen Krebs / eine Hand von einer Sirenen / einen Schwamm / fo in Harlemer Meer gewachfen /. einen Fuß. don einen Meer- Wunder / eine Braſilianiſche Eyder-Hautl einen Chineſi⸗ fchen goldnen Ring / ein Rhinoceros Kopff / zwey Flügel von einen fliegenden Fiſch / eine Urnamit Mumien Balſam / ein Tieger⸗Kopff ein Schweins-Kepff Borbiroufa genannt / fo Halb ein Hirſch / und Halb ein Schwein ift / ein Meer-Schweind-KRopft / Fluviatilus genannt/ die Haud und den Fuß von einer Mumie / ein Stein⸗Schwamm / ein Stein Heliotrope genannt /ein Rhinoceros Horft / eine Egyptiſche Bohne / ein gedrucktes Chineſtſches Buch / ein Donner-Keil / ein Arm bon einer Mumie / ein Dito gang duͤrre und —⸗ Per⸗ ſianiſche Tobacks⸗Pfeifſe. |

Im Kaſten Lit B.

Des Sceleton von einen Dieb / daran man noch alle die Mufcıdn ſehen kan / wie ſie von einander unterfchieden feynd.

"m Kaſten Lit. C. Das Sceleton eines neugebohrnen Kinds / einer Mauß / eines Maulwurffs / die Adern aus einer Menſchen-Leber / ein Schrö- deroder on Hirſch / ein balfamirter Abortus , oder unge-

bohrnes Kind.

Im Raften Lit. D. Eine Egyptiſche Urn amit einer balſamirten unzeitigen Geburt / ei⸗ ne Schlange / ein Egyptiſcher Kaͤffer eine Gee- Spinne / ein Fiſch "Caprifcus genannt / eine Egyptifche Eule / ein Brod von einen unbe: kandten Mehl / ein Hanımer / mit welchen die Bilden in Nova Hol- landia Die Fremden todt fchlagen / eine balſamirte ungeiige Geburt/ die groffe Hertz⸗Ader des Menſchens.

Im Kaſten Lit. E Be: Der Arm bon einer Egyptifchen Muntie / das Bein bon den diembro virili eines Wolffs / ein Adler Stein / ein Lapis Nephriticus, ein Stein fo in den Kopff eines See⸗Kalbs gefunden worden / dad Orga- num des Gehoͤrs / eines Wallfifches/ ein See⸗Hahn / das Bein von den Membro Virili eines Bibers-oder Caltors, Die Blafe eined Hunds/ item eines Manns / eine doppelte Bläfe von einen Fifche/ die Leber⸗ Adern / ein Trind-Befhirr bon eines Menfhen Hirn⸗Schale / ein Mohren⸗Kopff. Ein Sceleton von einen Igel / Froſch / Wiefel und Waſſer⸗Ratz / ein junger Egyptiſcher Crocodill, eine Schaͤf⸗

| fer⸗

650 Ana fer⸗Floͤte aus der Inſul Maliha, die Mutter aus einer rauch

/ | m Raſten Lit. F,

Ein hoͤltzern Bild des Egyptiſchen Goͤtzens Oſiris, Gohn des Jupi⸗ tersund der Niobe. Ein anderBild von der Goͤttinn Ilis des Oſiris Gemahlinn / wie ſie ihren Sohn Horus zu ſaugen giebet. Ein hoͤl⸗ —— Egyptiſcher Goͤtze welchen man bey Einbalſamirung der

odten gebraucht⸗ / drey ſolcher Bögen von Stein / ein Trinck⸗Ge⸗ ſchirr aus einer Schild⸗Kroͤt Schale / Schlangen-Eyer / des Scelc- ton don einen Maulwurff / die Langen-Adern/ Diebs⸗Ohren / eine Diebs-Zunge/ ein Manns⸗Hertz und = ein Haͤutlein aus den menfchlichen Gehoͤt / ein Daume von einen Türdifchen"Bafla,

m KRaſten Lit.G. Dos BilddesOfrispon Kupffer / eine Waſſer⸗Schlange / ein Arm eines Egyptiſchen Heldens / wie eine Mumia, ein einbalſamirtes Bein / ein hoͤlherne Lade / auf deren Deckel der Iis Contrelan eingegraben / inwendig aber das Hertz eines Egyptiſchen Printzens einbalſamiret lieget / ein Fiſch Shincus genannt / ein Rieſen⸗Bein. Im Raften Lit. H. Dad Gedärn und die Leber von einen Schwein / 2. Goͤtzen von Stein / ein Triuck-Geſchirr don durchſichtigen Marmor / ein Fiſch Remoragenannt/ eine unzeitige Geburt daben die Muſculn

abgeloͤt. | | Im Raften Lit. I. Ein Sceleton eines Diebe / mit feinen Ligamenten aufgericht. J Im RKaſten Lit. K. Das Sceleton bon einem Kind von s. Monath / item ein neugebohrnes Kind / ſo einem Mohren gleich ſiehet. Im Kaſten Lit L. auff der Suͤder Seiten.

Eine Mumia einer Egyptiſchen Prinzeſſinn / ein paar Pantoffelu bon Siam, einer Oſtindiſchen Eydex⸗Haut / das Contretait einerMalacgvi- ſchen Frauen bon ıso. Jahren / ein paar Ruſſiſche Schuh / 2. Japoni⸗ ſche Goͤten / der Kinnbacken von einen Emiſtole, ein Loͤwen⸗Kopff / eine Römifche Urna, in welcher der verbrannten Coͤrper ihre Aſche auffbehalten wurde / eine Frauen-Schaam / mit überaus langen Haaren / ein Römifcher irrdener Krug / ein Sianiſcher Goͤtz / von vergulden Silber / ein Chinenfifcher Topff / eine Büchfe mit weiſſen Puiver / fo die Haar austallen macht / ein Zweig von einen Baum / mit Stein umwachſen / ein paar Peruanifche Manns⸗Schuh / ein paar Egyptiſche Pantoffel / ein Oſtindiſcher Wurff⸗Pfeil / ein Oſtin⸗ diſches See⸗Pferd / ein fliegender Drach / und Fiſch / einige unhekand⸗

| te

Ana 61

te Fiſch / eine Rönrifche Todten⸗Lampe / eine Römifche Lampe / ein Stück Rhabarber, fo einen Hunds⸗Kopff gleich ſiehet / ein Korb voll Crocodill Eyer/ eine Tndiahifche Meer-Spinne / eine Manns⸗Le⸗ ber /in welcher ein Stein gewachſen / fo groß als eine Bley⸗Kugel / ein Schaaffs⸗Rippe mit drey Zweigen / dad Organum des menſchli⸗ chen Gehörs/ eine Dofe mit Mofcowitifchen und Indianiſchen Gold angefüllt/ die BluteYdern eines Menfchen / etliche gläferne Egypti⸗ fche Schröpff-Köpffe / das Sceleton von einer Schlangen / von ei⸗ nen neugebohrnen Kind / von einer unzeitigen Geburt von 4.Monath/ eine Schüffel mit ven Stein Offifragus genannt / einen Stein den mananden Ruͤck⸗Grad eined Menfchen gefunden / ein Glaß mit Ehinenjifhen Feigen / eine Kugel / Manfa genarfht / die manin den Magen einer Kuh —— eine groſſe Roͤhr von Braſilianiſcher Cafe, eine Schachtel mit einen Stück Ambra, eine Ameri⸗ caniſche Bohne / ein Indianiſches Meſſer / ein Trinck⸗Geſchirr / von vergulden Indianiſchen Holtz / ein Kaͤffer / von den Capo Bonæ Spei ein Wolffs⸗Kopff / ein Trinck⸗Geſchirr von einer doppelten Hirn⸗ Schalen / einige Eorallen-Bäumlein / die Hirn⸗Schale von einen Strauß / das Bildnig der Göttin Fortuna, ein groffes Bein / fo man in einer so. Jaͤhrigen alten Frau ihren Leib gefunden/ Ehinenft- ſche Mauns und Frauen-Schuh/Sceleta don z. jungen Pferden/item, bon einen Findel⸗Kind / ein in Stein verwandeltes Brodt. m Raften Li.M.

Einige zur Anatomie dienende Inftrumenta, Die Sceleta bon ei⸗ nem beruhniten Dieb /und von einen monftreufen Menfchen.

In den Umgang unter dem Theatro Anatomico fies het man in dinen Schrand oder Behalter.

Zwey Leguans , eine Schlange / ein Blindfchleud / einen Sala- mander / einen Scorpion von Eeylon / eine Hyacinthen Blum/ den König oder Führer der Hering / eine Spitz ⸗Maus / eine fammende Schlange / eine unzeitige Geburt von 4. Monath/ ein Ihier die Faulheit genannt / ein unzeitige Geburt von. Monath / ein Croco- dıllin dem Ey/ die Nachgeburt einer Frauen / in welcher man alle Theile ordentlich zufammen geleget / eine Geburt von 24. Tagen/ eine gräßliche unzeitige Geburt / eine kleine Katz / mit einem Kopff und, Leibern und s. Fürfen / eine vergiffte Schlange / eine Dito auf deren Haut lauter Briten zu fehen/ zwey Blätter bon wohlriechenden Oleander auf welchen 2. Silber- Farbe Sommer⸗Voͤgel zu fehen/ eine ſchwartze fledigte Schlange/ ein Feuer-Vogel / ein Eeyloni- fher Scorpion / eine fledigte Eydex / eine geftreiffte Dito / ein - Aſt von einen Nägelein- Baum / 2. gifftige Schlangen.

: Fol⸗

62 ana | Folgends wird alles in Liqvoribus bewahrt.

Das Eingewevd von einen See⸗Hund / in welchen die ValaSangvi- nis, mit Wachs angefüllt. Ein Theil von den Gedärki Jejunum ge= nannt / in welchen die Blut-Adern/ mit Dbed-Gilber/ und die Adern mit roth Wachs angefüllet. Drey andere Stuͤck von Gedärmen/ ‚auf eben diefelbige Art zugericht, Ein doppelter Kopff von einen

en.

Ferner iſt auff ein Brett zu erfeben. Die Gebähr- Mutter eines Schaaffd / welche aufgedruchnet worden/ nachdem man das Lamm heraus genommen/ und deſſen Vafa Sangvi- nis mit Blut angefüllt. Das Bein und der Schendel einer Kat; mit feinen Mufculis,. *Die Gebähr-Mutter einer Frauen / die a. Tag des Kinds geneſen war / wobon man die Vafa Sang vinis ebenfalls mit Mach angefullet. DasMils von einen Kalb/ von den man dieMu- feulos genommen / und die Blut-Ader mit Wachs angefuͤllt / die Auricula des Hertzens / 2. Kalbs Mil mit Mercuriound Wachs an⸗ gefüllt/ die Tefticuli und Saamen-Gefäß / wie auch einige Theilvon der Bebähr-Mutter eineRub/dieGebähr- Mutter einer jungen Toch⸗ ter / wie auch die Membranz, hymen genannt/ ein Stüd von der Haut / in welcher man die Vafa mit Mercurio angefüllet / ein Manns Hertz / dergeſtalt zubereitet / daß man dafelbft Die FibrasMufculares fehen Fan / ein Stud von des Miltzes Oberfläche / dergeftalt zuge⸗ richt / daß man die Vafa Sangvinza deutlich darin diftinguiven fan/ eine Indianifche Eyder/ eine Schlang/ ein Eydex / zwey Manns-Nie- ren / ein Ameiſen-⸗Freſſer / ein Scorpion / einCrocodill, item aufge: trocknete Froͤſche. | Auff den andern Brett ſiehet man Die Nachgeburt einer Kuh / die Harn und Geburts-Theile einer Frauen / ingleichen die Wachgeburt auf eine befondere Manier zube- Teitet/ Arteriam Afperam bon einen Schaaf / item das Diaphragma dabon / ein Menfhliches Hertz / in welchen die Arterien mit rothen Wachs angefullt/ die Adern mit Qbed=Gilber/ferner die Nachgeburt von 2. Fuͤllen / mit den Rabel-Befäffen / ebenfalls mit roth Wachs er⸗ füllet/ / ein Menſchlich Hertz / eine Kröte mit ihnen Jungen / und eine Eydex in den Ey / eine See⸗Katz / eine unzeitige&eburt don 6. Mo⸗ nath / in deren Bruſt und Bauch man gar genau alle Viſcera, Einge— weyd / und Valas mit Wachs erfuͤllet / wie auch noch die Nabel⸗ Schnur erkennen kan. | In der folgenden Rammer ſiehet man Das Sceleton von einen enthaupteten Frantzoͤſiſchen Baron, ein Dito von einen Dbriften der Straſſen⸗Raͤuber ſihend auff einen nn Ge:

Pe 7 00

Ana ma 63

See⸗Pferds⸗Kopff / drey in ihrer Haut aufgerichte Kinder / einen berühmtenStrallen-Räuber/und überden noch unterſchiedliche Thie⸗ re alle anatomirt/und ihre Scelera auffgerichtet.

Anatron ift der Schaum der Materia, woraus man dießläfer ma⸗ chet / eigentlich die Glaß⸗Galle / es wird auch Anatron genommen / vor dasjenige weiſſe Ding / das aus Felſen / wie weiſſe Usnca waͤchſt / auch von etzlichen Nitrum genannt wird / dergleichen findet man viel um Jena. |

Anchois, vid. Sardellen.

Anckers / lat.Ancora, fi, Ancres, ſoll erſtlich Midas,Gordii Sohn/ wie Paufanias,Hiftor,lib.I, meldet/ und die Ancker mit 2. Haden/Eu- palmus, nad) Plinii Bericht / 1ib.7.cap.sc. erfunden»haben/ es dienen aber die Anckers denen Schiffenden/ um in Sturm und Ungewitter/ oder auch wann fie jetzt auff einer gefährlichen Rheide liegen/ ihre Schiffe damit befeftigen/ indem (te nemlich diefelbe in dem Grund der See werffen / woſelbſt fie (ich in den Sand einziehen / uud weil fie mit einen langen und ſtarcken Tauw an.das Schif angemadet feyn / daffelbe zugleich halten) / daß es von den Wellen nicht Ean fort getrieben werden. Dergleichen Ander/werden nun fehr viel in des _ nen See-Städten/ wo grofle Schiffarth ift/ verfertiget / die meiften aber in Schweden/ weil fie dafelbft des Eiſens eine groffe Menge

Haben/man verkaufft ſie nach dem Schiff⸗Pfund / auch wohl Heine An: ckers / nach dem Geſicht und Stud weiſe.

Andorn / Marrubium, album & nigrum.

Andorn / riechender Staehijs.

Androfaces, Cufcuta.

Androfemum minus Hypericum,

Anemone Kößlein/Anemone,

Anethum, Dill/ wird in den Rüchen-Gärten Blätter/

Blumen und Wurtzeln davon/ killen den Kopfl-Schmergen/ dienen auch wider Gifft und Bauch⸗Grimmen. Der Dil-Saame/ iſt ein platter/ dünn und häutichter Saame / mit dreyen Striemen / eines Kharffen aromatiſchen Geſchmacks / und gleich einfchläffenden Ge⸗ ruchs. Das Kraut iſt lieblich Aromarifch/und hat in receſſu, ein Sal volatile oleofum dad gemäfliget iſt / dannenhero es in denenafledti- bus inteflinorum flatulentis gebrauchet wird / derfelben acidum zu deftrusren.

Angelica Hortenfis, feu Sativa, heilige Geift Wurg/ ift fehr be- belandt / wächft aber nicht allenthalben/ die meifte und kraͤfftigſte koͤmmt aus hohen Gebirgen / abſonderlich aus Schleſien und Böhmen/ in Rerwegen / Jöland und Pommern findet man auch viel / item, in den hohen Schweitzer⸗Gebirge. Reben dieſer Wurtzel hat

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64 Ang Ant

auch von derfelben ein Eöftlich Del/und: den Saamen. Die Wurgel/ welche im Herbſt gegraben / wird gerne wurmicht / abfonderlidy wo ſie nicht wohl geduͤrret / und troden in Wermuth eingewicelt ver⸗ wahret wird. Gieift fon fehr gut wider den Scharbod‘/ Seiten⸗ ſtechen / Zahn⸗Weh / und gifftige Lufft/die Branntmein- Brenner brau⸗ chen ſie biel den Branntwein damit abzuziehen. Der Saame iſt weiß und breit/hat einen flavden Gefhmad und Geruch. Anguria, vide Citrullus. | Animalia, Thiere / frangöf. des Animaux, kommen fo wohl leben- dig / als gewille Stüde derfelben/nachden fie getödtet feynd / in die Handlung / unter die Lebendigen zählen wir den Vieh-⸗Handel ınit Ochſen / Pferden / Maul⸗Eſeln· Cameelen / Affen / Papagoyen / und als lerhand Fiſchen / welche insgeſammt entweder in Laſttragende / zur Luft oder auch zur Nahrung dienende/können eingetheilet werden / die Theile von den Thieren ſeynd ihre Wolle/ Haare / Federn / Hoͤrner / Haͤute / Fett / Schmaltz oder Unſchlicht / ihr Fleiſch entweder friſch oder eingeſaltzen / oder geraͤuchet / von welchen allen in dieſem Merck / unter eines jeden eigenen Benennung Meldung geſchehen / hier diene nur von denen / in den Officinen / und Material Kammern gebraͤuchlichſten partibus Animalium zu wiſſen / daß die Vornehmſte Darunter ſeynd. EÆgagropike, Gemfen-Rugeln/ Alcis Cornu & Ungulæ, Elends⸗ Horn und Klauen / Cantharides, Spanniſche Mücen / Caſtoreum, Biber geil/ Cera alba, weiß Wachs / Coccionella, Cochenillen / Cor- nu cervi, Hirſch⸗Horn / dito raſura, geraffelteö/diro Cornu C. uftum, ebranntes Hirih Horn / Cranium humanum, Menfchen Hirnſcha⸗ n/Cingulum ecorio humano,Bürtel aus Menſchen Haut / dentes apri, wilde Schweins Zähne/ dentes Caftoris, Biber⸗Zaͤhne / Hippo- potami, Wall oder See⸗Roß Zaͤhne / lupi Wolffs Zähne/ Fbur fofli- le, gegraben Einhorn/ Ebur integrum, Elephanten Zähne / Ebur ra- fpatum,gefeilet Helftenbein/Ebur uſtum, ſeu ſpodium, gebranntSJelf- fenbein/Hepar lupi, Wolffösfeber / Iehthyocolla, feu colla pifcium, Saufen Blafen / Mandıbulae Lucy Pifcis, Hecht⸗Zaͤhn / oder Kieffer/ Moschns, Biefam/Mofch' folliculi, Biefam Häutlein/ Mumia vera, balſamirt Menfchen Fleiſch / oculi eancrorum, Krebs Augen / oſſa de corde cervi, Hirſch Kreutz / oder Hertzbeinlein / ova Struthionis, Strauſſen Eyer / priapus Cervi, Hirſchruthe / P. Ceti, Wallfiſchruthe / pulmo vulpis præpar. Fuchs⸗Lungen / fangvis Hirci, Bocks⸗Blut / (ang. hnmanum præpar. Menſchen⸗Blut ſericum crudum, rohe Sei⸗ de / ſpinæ viperarum, Natter⸗Grad / ſtinci marini, Meer Eydexen / tali leporis, Hafen Sprung / telludinis fragmenta, Schildkpoͤt Pate ten/Zibethum, Zibeth. - j Anime Gummi,ift eined Indianifhen Baums Hartz / von welchen es

Ani 65

m— ñ—,s —— —— —— ——— —— es in groſſen Klumpen zuſammen als Wachs ſchmeltzet / und doch rein bleibet / kommt itziger Zeit aus Spannien / muß oͤligt / und gleichſam feiſt / und in groſſen Stuͤcken / und gelb ſeyn / auch einen lieblihen@e- ruch haben/und ſich gern brechen laſſen. Seine unterſchiedliche Sor⸗ ten feynd/gummi animæ fulvelcens und pellucidum,gelb/ durchſich⸗ tig / nigricans colophoniæ fimile, ſchwaͤrtzlich dem Geigen⸗Hartz nicht ungleich / und gummi pallidum und retorridum. Die India⸗ ner nennen ihn Jetaicia, und Die Portugieſen anime, ber) dem Alten iſt diefer Gummi unbekannt geweſen / wiewohl einige folchen vor ihr

Eacam halten wollen/er muß auf den Kohlen wohl flieflend ſeyn die» ſes Gummi Krafft erſtreckt ih auf alle Werben» Krandheiten/ wann man [ich damit fehmieret/oder folches in Forin eines Pflafters

- applicitet. Ran hat auch davon das detillirte Del/ welches wie aus

andern reſinen geſchicht / durch eine retorte in Sand bereitet wird.

Anis / Aniſum. Abſinthium dulce, iſt ein wohlbekandter Saa⸗ men / welcher nur blos ſammt ſeinen Oel gebrauchet wird / er waͤchſet an vielen Orten / abſonderlich in Thüringen und in Bamberger⸗

Land / wird in Herbſt zeitig / wann der Saamen ſchoͤn grob / vein von Stengel / und grün fällt / fo hält ex ſich lang / und wird baid ver⸗

kaufft / wann er aber alt / oder naß eingeſammlet worden / wird er

ſchwartz. Den Schwind⸗und Lungen⸗ſuͤchtigen Leuten iſt der Anis ſehr gut / ſo benimmt er auch den ſtinckenden Odem / ſtillet den

Darm⸗Fluß / und rothe Ruhr / c. Der Beſte und meiſte wird in Francken und Thuͤringen gezogen / es koͤmmt auch eine Art aus J⸗

talien über Benedig/ welcher aber viel kleinere Körner als der Teut- fche hat. Das von den Anis deftillirte Del/ hateine ftärdende und

erwaͤrmende Krafft / zertheilet die Winde/und ift gut Vor das Bauch⸗

Grimmen / eben wie der Saame,wann daraus ein Tranck gefotten/ und gebraudet wird. Zu Schmalkalden / in Thüringen/ machet

man aus den Anis / den Balſamum fulphuris Aniſatum, welcher ſehr gut vor die Lungenſüchtige iſt / vor einigen Jahren / iſt auch ein ge⸗

Saame aus Indien und Siberien gebracht worden / welcher an

Geſchmack und Tugend dem. Anis faſt gleicht mmt/ und Deswegen der Stern⸗Anis genennet wird / weil er der aͤuſſerlichen Beftalt nach einen Stern prafentivet/ver Saame ſiehet faſt den Leinen⸗ Saamen gleich / was den Glantz anbetrifft / iſt aber wohl groͤſſer und hat einen gleichſam / aus Auis und Fenchel vermiſchten Geſchmack und Ge⸗ ruch / dahero er auch von einigen der Sineſiſche Fenchel genennet wird. An Tugenden koͤmmt er unfern teutſchen Anis bey/ wiewohl Pomet in den Anhang feiner materialien pag.ıo, fehreibet/ day er lieber ein Pfund dieſes Sinchfchen Anifes / als 10. Pfund gemeinen haben wolle. Es wird auch ein daraus gemacht / *

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66 Ani Ant |

chen die Holländer/Anis Arak nennen/ wovon ein Picol dieſer Feucht (fo 120. Pfund hält) in Holland vor zo. biß zo. Rthl. verkaufft wird, Don den. Anis merde folgenden Vers: |

Emendat vifum, ftomachum confortat änifu 4

Anodyna, Schmersftillende Mittel / dergleichen feynd/ Crocus opium,und alle preparata au$ den opio und croco, item papav, er- rat. & fativ, Ol, lil. alb, hyofe. alb.hypericon,&c., |

Anonis, vid. Orore-. . *

Anſerina, Argentina, Potentilla, Tanacetum agreſte, agrimonia Gilveftris Gaͤnſerich / Silber⸗Kraut / ſoll das Bluten ſtillen / und vor den Durchbruch und rothe Ruhr helffen.

Antagathes, Agtfein/ oder ein anderer hartziger Stein / welcher / wann er angeſteckt iſt / brennet und einen lieblichen Myrrhen⸗Ge⸗ ruch von giebet. |

Antemetica, Arhney⸗Mittel / welche den übermäßigen Brecheu

währen/und den Magen flärden/dergleichen feynd / Spirt. vini,und alle fpirituofa aromatica,terrz pingues mit etwas opie.

Antbelmintica, Wuͤrm tödtendeund.abtreibende Argneyen/als da

- find Rad. filic. Rhabarb, Sem, Zedoar. nicotian.flor, perſic. C.C. uſt. Corallin zthiops mineral, arcan, duplic, Mercurius dulcis, welcher vor das ſicherſte undgemifte Mittel wider allerley Art Würme ge- halten wird. Die höchfle Dofis davon ift/ein halb drachma mit Zu derin Milch genommen. Anthera, feynd die oberften Eleinen Spigen / die in der Blumen mitten an Heinen und zarten Zäferlein hangen / wie das Gelbe in den Roſen / und weiffen Lilten zu fehen. —J

Anthines, Ein von Kraͤutern / oder auch ſonſt bon andern Sachen wohlriechend angemachter Wein. 2 .. Anthophyli, Cariophylli aromatici , vid, Antophylli.